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Der Motory-„Newsfeed“ vereint Community- und Anzeige-Fuktionen.

Motory vereint Anzeigen, Community und Serviceheft

Das Automobil-Portal Motory (www.motory.de) – ein Produkt der Cargraphy GmbH – begibt sich aus dem Beta-Stadium heraus in die Öffentlichkeit und punktet direkt zum Launch mit einer mittleren sechsstelligen Finanzierungsrunde. Die Investition in das Hamburger Startup der drei Gründer Henning Klawiter (CEO), Philip Schaefer (CCO) und Jens Walter (CTO) erfolgte von zwei Privatinvestoren über das Spudy & Co. Family Office aus Hamburg. Laut Nachfrage von Gründerszene gingen dabei für die Unternehmensanteile bis zu 600.000 Euro über den Tisch.

Motory könnte grob als eine Art Facebook für Automobil-Nutzer gesehen werden, geht aber weiter und sieht sich auch selbst nicht so. Der Dienst vereint Servicedokumentationen (wie etwa der Mitbewerber Drivelog), Community- und Social-Media-Funktionen (wie etwa Motortalk) und Anzeigenmarkt (wie etwa Mobile.de) in einem und ist mit diesem Mix damit nach eigenen Angaben das erste Angebot dieser Art. Nutzer können ihr Auto-Serviceprofil langfristig pflegen und es dann bei Bedarf mit einem Kaufpreis versehen und in eine Anzeige wandeln – dadurch soll Transparenz und Vertrauen beim Autokauf entstehen. Das Profil wird nach dem Verkauf dann unter dem kaufenden Nutzer weitergeführt und verschwindet nicht.

Investitionen in mobile Dienste

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Derzeit nutzen etwa 70 Prozent der Motory-Nutzer bevorzugt das Eintragen von Services und die Dokumentationsfunktionen, heißt es von dem Unternehmen, gefolgt von bis zu 25 Prozent, die sich etwa mit anderen Nutzern im Forum austauschen oder Fotos erstellen und kommentieren. Den derzeit kleinsten Nutzerteil stellt der Autokauf und -verkauf dar. Mit dem erhaltenen Kapital soll unter anderem dieser Bereich ausgebaut werden, indem ein Händlerbereich aufgebaut wird (nach Angaben der Motory-Webseite ab Spätsommer 2013), bei dem Autoverkäufer ihren Fuhrpark wie bei der Konkurrenz rund um Mobile.de, Autoscout24 und Co. einstellen können.

Weiteres Kapital soll zudem in den Bereich Mobile Internet und App fließen. Für Marketingmaßnahmen sind derweil keine Investitionen geplant – der Großteil der Nutzer wurde bisher nach eigenen Angaben über Mundpropaganda generiert. Monetarisieren will das Startup seinen Service über Werbung und Premiumdienste, wie etwa das Hervorheben einer Anzeige. Damit diese Dreeinigkeit funktioniert, muss sich das Team unter anderem folgenden Herausforderungen stellen: dem schnellen Erreichen einer kritischen Nutzermasse, der Akquise möglichst vieler Händler mit einfacher Schnittstelle zu deren bestehenden Systemen, dem Managen dreier verschiedener Zielgruppen (Autonarr, Servicedokujunkie und Otto-Normal-Anzeigennutzer) auf einer Plattform, sowie der nicht trivialen Monetarisierungslösung über Werbung und Premiumangebote.

Bild: Motory