Umzüge sollen digitaler werden: Die Movinga-Macher Bastian Knutzen, Finn Haensel und Chris Maslowski (von links)

Prominenter Geldgeber für Movinga – und eine stattliche Summe für das gerade einmal ein Jahr alte Umzugs-Startup: Der europäische Vorzeige-VC Index Ventures steckt zusammen mit den Altinvestoren 25 Millionen Dollar in das Unternehmen. Movinga wurde Anfang 2015 von den beiden ehemaligen WHU-Studenten Bastian Knutzen und Chris Maslowski im rheinischen Vallendar gegründet, zunächst als studentische Umzugshilfe.

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Das Prinzip des zwischenzeitlich nach Berlin umgesiedelten Jungunternehmens: Neben einer eigenen Fahrzeugflotte greift Movinga auf die Überkapazitäten anderer Umzugsunternehmen zurück. Im August vergangenen Jahres gab es für das Modell Geld, der VC Earlybird sowie bekannte Business Angels wie Florian HeinemannChristian Vollmann oder Philipp Kreibohm investierten. Nur wenige Wochen später wurde ein Sechs-Millionen-Investment unter anderem von Heilemann Ventures und dem Rocket-Fonds Global Founders Capital bekannt.

Nach eigenen Angaben ist Movinga in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und Frankreich aktiv. Als nächstes sollten Italien, die Benelux-Länder und Skandinavien folgen, hieß es zur Finanzierungsrunde im August. Seit November ist der ehemalige Epic-CMO und The-Iconic-Macher Finn Hänsel Geschäftsführer beim Unternehmen.

Das Startup zeigt sich überzeugt, mit seinen „smarten Technologien“ den noch offline-dominierten Markt aufrollen zu können. In Deutschland sieht Movinga großes Potenzial: Mehr als neun Millionen Menschen ziehen hierzulande jährlich um, ungefähr jeder Dritte will ein professionelles Umzugsunternehmen beauftragen, analysiert das Startup.

Im deutschen Markt eckt Movinga vor allem mit dem von DN Capital und Holtzbrinck bislang ebenbürtig finanzierten Konkurrenten Movago an – auch, weil sich beide Unternehmen im Auftritt kaum unterscheiden und ein Copycat-Streit entbrannte. Im Wettbewerb machte Movinga dabei unter anderem mit fragwürdigen Testimonials auf sich aufmerksam. Vor einem Monat bekam außerdem der Wettbewerber Movu aus der Schweiz ein siebenstelliges Investment.

Bild: Movinga