Die Erfolgsgeschichte der Deal-Community MyDealz ist für viele Szenekenner keine Neuheit mehr: 2007 gründete Fabian Spielberger das Unternehmen als Ein-Mann-Blog im fränkischen Gerbrunn, 2008 ging es nach Berlin, die Seite entwickelte sich bald zu einem der größten Social-Shopping-Portale Deutschlands, mit 400.000 Besuchern pro Tag im Jahr 2013 und etwa 80 Millionen Klicks pro Monat im Frühjahr 2015.

Den wenigsten bekannt ist allerdings der internationale Rollout des Social-Commerce-Konzepts, den Spielberger gemeinsam mit dem Kanadier Paul Nikkel seit Mitte 2014 vorantreibt. Nikkel hatte schon 2004 das Portal HotUKDeals gegründet, quasi das britische Pendant zu MyDealz. Spielbergers und Nikkels Unternehmen sind inzwischen fusioniert – unter einer neuen globalen Dachmarke: Pepper.

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In den vergangenen knapp anderthalb Jahren ist Pepper durch Eigengründungen und Übernahmen in zehn Länder auf drei Kontinenten expandiert – mit Brasilien folgt heute Auslandsmarkt Nummer 11. Pelando heißt die neue Seite, für die Pepper mit dem brasilianischen Cashback-Portal Méliuz kooperiert. Das Team in Belo Horizonte kümmert sich laut Spielberger „um den operativen Part, also um das Betreiben der Plattform, den Kontakt zu lokalen Händlern und um den Aufbau der Community“ – Pelando läuft allerdings auf der in Berlin entwickelten Pepper-Plattform.

Die brasilianische Seite wird damit Teil einer inzwischen global operierenden Gruppe, die 25 Millionen Nutzer und etwa 500 Millionen Klicks pro Monat vorweisen kann. 100 Mitarbeiter arbeiten für Pepper, 40 davon am Hauptsitz in Berlin, die übrigen 60 vor allem in London, Lyon, Mumbai und dem mexikanischen Guadalajara.

So vergrößerten Spielberger und Nikkel ihr Deal-Imperium:

  • Im Juni 2014 schloss sich die französische Shopping-Community Dealabs der Gründer Hugues de Buyer-Mimeure und Médéric de Buyer-Mimeure der Gruppe an.
  • Ebenfalls im Juni wurden Pepper-Ableger in Südkorea, Polen und den Niederlanden gegründet.
  • Im September 2014 gab es Deals mit dem mexikanischen Marktführer PromoDescuentos und seinem ebenfalls spanischsprachigen US-Ableger BuenosDeals.
  • Ein Jahr später wurde das österreichische Portal Preisjäger übernommen.
  • Ebenfalls im September 2015 wurde der indische Marktführer DesiDime geschluckt.

Bemerkenswert: All das gelang laut Fabian Spielberger ohne Investorengelder. „Alle beteiligten Unternehmen arbeiten in sich selber profitabel und glauben an die gemeinsamen Synergien durch die Gruppe.“


Alles voller grüner Krokodile: ein Blick ins Berliner MyDealz-Büro
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Im Juni 2012 zog MyDealz in das ehemalige königliche Leihamt in der Torstraße in Berlin-Mitte.

Bild: MyDealz