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MyOptique will mit Netzoptiker deutschen Markt erschließen

Der britische Online-Optiker MyOptique übernimmt das angeschlagene deutsche Rocket-Venture Netzoptiker. Alle Mitarbeiter des Online-Optikers sollen übernommen worden sein. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. Allerdings nahmen die Briten zuletzt 43 Millionen Euro in einer Finanzierungsrunde auf, die zu einem großen Teil in das internationale Geschäft fließen sollen.

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Dennoch dürfte der Kaufpreis deutlich darunter liegen: Das 2008 gegründete Rocket-Unternehmen musste im Herbst 2014 Insolvenz anmelden. Aus Branchenkreisen war damals zu hören, dass Rocket für seine Beteiligung von 42 Prozent 500.000 Euro auf den Tisch legte, das Geschäftsmodell aber schnell wieder abgeschrieben habe.

Im Frühjahr 2013 verließ der bis dato zweite Geschäftsführer Stephan Heßlich das Unternehmen. Er war erst 2012 als zweiter Geschäftsführer zum Unternehmen gestoßen. Seither führte Gründer Dirk Meier das Unternehmen in Alleinregie. Er soll MyOptique nach dem Exit als Berater verbunden bleiben.

Mit der Akquise will das seit 2004 aktive MyOptique den Startschuss zur Erschließung des deutschen Marktes geben. Bereits jetzt sollen nahezu zwei Drittel des Umsatzes (42 Millionen Euro Bruttoumsatz im Geschäftsjahr 2013/2014) außerhalb des britischen Heimatmarktes erwirtschaftet worden sein. „Die Übernahme von Netzoptiker ist ein strategisch wichtiger Schritt“, kommentiert der MyOptique-CEO Kevin Cornils, „da sie uns einen beschleunigten Markteintritt im bedeutendsten Brillen-Markt Europas ermöglicht.“ Mehr als 40 Millionen Deutsche sollen eine Brille tragen. Mit seinen Shops Sunglasseshop.com, Lenson.com oder Glassesdirect.com lieferten die Briten bereits vor der Übernahme nach Deutschland.

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