Die MyTaxi-Gründer Sven Külper (l.) und Niclaus Mewes

Die MyTaxi-Gründer Sven Külper (links) und Niclaus Mewes

MyTaxi: Gewinn verbucht, Fahrer verloren

MyTaxi (www.mytaxi.de) durfte sich nach dem Wechsel ihres Festpreis-Modells auf ein Marktplatz-Modell einiges anhören. Nicht nur die Taxifahrer liefen Sturm, auch die Medien kritisierten größtenteils das neue System. Nach dem Debakel berichtet das gescholtene Unternehmen auf TechCrunch nun erstmals, wie sich die Änderung ausgewirkt hat.

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Das Offensichtliche zuerst: Ja, die Fahrer zahlen mit dem neuen Modell mehr und MyTaxi macht offenbar mehr Gewinn. Die durchschnittliche Provision habe sich um circa zehn Prozent – von den fixen 79 Cent pro Fahrt auf 87 Cent – erhöht, auch die Fahrtannahmequote sei nach Unternehmensangaben leicht auf 91 Prozent gestiegen. Der Grund für die erhöhte Provisionsabgabe liegt an der frei wählbaren Provision von drei bis 15 Prozent, die sich derzeit bei sieben Prozent pro Fahrt eingepegelt habe.

Gleichzeitig habe MyTaxi aber auch 1.000 seiner Fahrer verloren und seine Flotte damit auf 17.000 verkleinert. Die zehn Prozent Provisionssteigerung dürften den Verlust von ungefähr fünf Prozent der Fahrer allerdings wieder ausgleichen. Dadurch dürfte auch das neue Modell letztlich immer noch als Gewinn verbucht werden – vom Imageschaden und den zusätzlichen Kosten für Aufklärungsarbeit einmal abgesehen.

Bild: MyTaxi