Die Nestpick-Chefs Fabian Dudek und Patricia Moubarak

Für das Rocket-Startup Nestpick geht ein turbulentes Jahr zu Ende. Nach zahlreichen Entlassungen im Sommer, bei denen das Startup mehr als die Hälfte seiner Mitarbeiter kündigte, sammelte Nestpick im November elf Millionen US-Dollar von Rocket InternetMangrove Capital Partners und dem osteuropäischen Investor Enern ein. Jetzt erweitert das Startup diese Serie-B-Finanzierung: Target Global und B-to-v-Partners geben eine siebenstellige Summe.

Mit dem frischen Kapital will das Berliner Unternehmen den Kundenservice ausbauen und die Customer Experience verbessern. Für diesen Zweck verpflichtete Nestpick Luciana Eletti, die zuvor drei Jahre lang bei Airbnb für die Verbesserung des Bereichs zuständig war.

Anzeige
Über Nestpick können Immobilien online gefunden und gemietet werden. Potentielle Mieter können Verträge ohne Vor-Ort-Besichtigung unterzeichnen. Ursprünglich war Nestpick als Wohnungsplattform für Austauschstudenten und Auswanderer gestartet, in den vergangenen Monaten haben nach Angaben des Startups immer mehr Ortsansässige das Portal genutzt.

Fabian Dudek gründete Nestpick im Mai 2014 im niederländischen Rotterdam. Ein halbes Jahr später, im Dezember 2014, übernahm Rocket Internet die Mehrheit der Anteile. Daraufhin wurde der Hauptsitz des Startups nach Berlin verlegt; Patricia Moubarak, ehemals Global Managing Director bei Rockets Lieferdienst Foodpanda, stieg als „Mitgründerin“ ein. Es folgte eine Expansion in Rocket-Geschwindigkeit: Mittlerweile ist das Startup in mehr als 35 Städten in acht europäischen Ländern sowie Australien aktiv. Nach Unternehmensangaben arbeiten aktuell 60 Mitarbeiter für das Startup – vor den Entlassungen beschäftigte Nestpick etwa 140 Mitarbeiter.

Bild: Nestpick