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Nestpick-Gründer Fabian Dudek

Nestpick: „Kein Airbnb-Konkurrent“

Gerade einmal zehn Tage nach dem Wäscherei-Service ZipJet und drei Wochen nach dem Lebensmittel-Lieferdienst Bonativo steht schon der nächste Launch eines Rocket-Startups in Deutschland an: Von morgen an vermittelt die Plattform Nestpick in acht deutschen Großstädten Wohnungen an internationale Studenten oder Praktikanten.

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Das Ziel sei, „Studenten aus dem Ausland den Zugang zu lokalen Wohnungsmärkten erleichtern“, so das Unternehmen, das für erfolgreiche Vermittlungen ein Viertel der ersten Monatsmiete einstreicht. Zahlen müssen die Mieter. Die über Nestpick angebotenen Wohnungen werden für mindestens zwei bis maximal 36 Monate vermietet. Damit will man offenbar auch einer Konkurrenz mit dem Rocket-eigenen Ferienwohnungsvermittler Wimdu aus dem Weg gehen.

Auch sei Nestpick „kein Airbnb-Konkurrent und will sich auch nicht so positionieren“, hieß es gegenüber Gründerszene von Rocket Internet. Airbnb hatte im vergangenen Jahr insbesondere in Berlin mit Gegenwind zu kämpfen: Unter anderem fehlen durch die Kurzzeitvermietungen über das Portal günstige, langfristig mietbare Wohnungen in der Hauptstadt. Diese Lücke scheint Nestpick nun füllen zu wollen.

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Das Startup ist für den Samwer-Inkubator ein untypisches Venture: Es wurde nicht innerhalb der Firmenfabrik erdacht, sondern im Mai 2014 von Fabian Dudek im niederländischen Rotterdam gegründet. Erst im Dezember 2014 stieg Rocket Internet ein und wurde Hauptanteilseigner. Seither ist Patricia Moubarak, ehemals Global Managing Director bei Rockets Lieferdienst Foodpanda, als „Mitgründerin“ an Bord, sie soll beim internationalen Rollout helfen.

Nach dem Start in den Niederlanden wurde das Konzept schon Ende 2014 nach Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien gebracht. Deutschland ist nun Markt Nummer sechs. „Der Mietmarkt ist einer der konservativsten und rückschrittlichsten, vor allem in Deutschland“, findet Gründer Fabian Dudek. „Die bisherigen Akteure sind weder offen für die neuen digitalen Möglichkeiten, noch bieten sie geeignete Lösungen für die junge Generation internationaler Mieter. Stattdessen setzen Makler weiterhin auf ihr veraltetes und unflexibles Geschäftsmodell. Wir wollen das neue Verbindungsglied zwischen Mietern und Vermietern werden und damit einen neuen Standard auf dem Mietmarkt schaffen.“

Bild: Rocket Internet