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Bild: Marvin Siefke / pixelio.de

Sind deutsche Startups reif für die Börse?

Florian Nöll, Bundesverband Deutscher Startups

Der Bundesverband Deutscher Startups kämpft für einen neuen Neuen Markt. Nur warum eigentlich? Ein Interview mit Vorstandsmitglied Florian Nöll.

ECM kommentiert: „Ein Börsengang macht erst Sinn ab 100 Mio. € Freefloat, sonst floatet man eine vollkommen illiquide Aktie oder hat nur Hedgefonds statt Long-only als Investoren. Bei einem Börsengang gehen maximal 70% in den Freefloat, d.h. rückwärts gerechnet wird das erst ab einem Equity Value von 140 Mio. € und darüber sinnvoll. Und von der Sorte sollen wir 10-20 Startup-Unternehmen in Deutschland haben? Interessant, die habe ich anscheinend übersehen.“

„Wir brauchen keinen Neuen Markt“

Stock ExchangeBitte keine Wiederbelebung gescheiterter Modelle: Crowdinvesting schließe bereits die Lücke zwischen Risikokapital und Börse. Ein offener Brief von Ben Esser.

Es kommentiert Heiko S.: „Den Artikel finde ich aus mehreren Gründen nicht gut und kann auch inhaltich nicht zustimmen. Ich sehe a) eine Chance in einem neuen Marktsegment darin, dass Investoren einen attraktiven Exitkanal für Seed- und Startup-Finanzierungen erhalten; das motiviert auch mehr Frühphasen-Invests einzugehen – der im Brief erwähnte Vergleich zu den USA zeigt das eindrucksvoll b) sehe ich Crowdvesting nicht für alle Business-Modelle als optimal an (wer glaubt, dass Bergfürst oder seedmatch begeistert bei B2B und Geschäftsprozess-lastigen Businessmodellen reagiert der täuscht sich: eher alles B2C-lastig da hier die Crowd sogar neben Geld auch Nutzen stiftet) c) das Cash-in bei Crowdvesting ist auch nicht sicher, sondern entspricht eher einem Auktionsergebnis und ist somit nicht immer optimal um einen Businessplan zu vollziehen d) liest sich der Brief, als wäre er von Bergfürst geschrieben worden, das finde ich nicht nur schlecht sondern fast peinlich.“

Wer ist denn nun der Marktführer?

foodpanda-tschechien-megamenuRockets Foodpanda expandiert weiter. Die Marktführerschaft bei den Lieferdienst-Plattformen will man inne haben. Das beanspruchen andere auch für sich.

Sven M. meint: „Vor allem macht Just Eat Gewinn, aber nur in 2 von 15 Ländern, nämlich England und Dänemark, die Länder, in denen Sie gestartet sind. In allen anderen Ländern gab es bereits Marktbegründer und die Erkenntnis ist, dass diese sich mit ein paar Millionen Euro an Marketing nicht überholen lassen.“

Eine notwendige Erfahrung für die Crowd

CrowdfundingSchade für Betandsleep und seine Investoren. Aber das Aus des Schwarm-finanzierten Startups zeigt deutlich: Auch Crowd-Kapital ist Risikokapital.

Carsten Albrecht kommentiert auf Facebook: „Auch die von Seedmatch genannten 16 Anschlussfinanzierungen sind noch lange kein Garant dafür, dass darunter nicht auch noch weitere Pleitekandidaten schlummern. Wetten, dass wir in absehbarer Zeit vom nächsten Startup-Aus lesen werden? Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.“

Neun neue Investments

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Neun neue Beteiligungen – von 9Cookies bis Wummelkiste – verkündet die German Startups Group. Durchschnittlich handelt es sich um sechsstellige Investments.

Johanna meint dazu: „4x TEV-Startups… Gut, das sind nur die aktuell verkündeten neuen Beteiligungen. Und grundsätzlich habe ich nichts gegen die jeweiligen Startups einzuwenden. Trotzdem frage ich mich, ob das Risiko nicht etwas besser gestreut und das Portfolio ausgewogener gewichtet werden könnte.“

Plista auf Wachstumskurs

PlistaDer Berliner Online-Werbevermarkter Plista baut Umsatz, Gewinn und Kundenstamm aus. Auch das Team soll um ein Fünftel vergrößert werden.

Es kommentiert Moneyman: „Wenn man so einen Artikel schreibt, dann sollte auch ein bisschen mehr Substanz rein. Wieviel Umsatz, wieviel Kunden??? Die einzige Zahl sind die Mitarbeiter. Das ist doch eine reine PR Mitteilung die Ihr hier wiedergebt.“

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sachar findet: „Ihr leistet einen großartigen Job. Weiter so! Die neue Rubrik ist toll. Einziger Punkt: Euer Newsletter sieht immer noch ein wenig aus wie Kraut und Rüben. :-)“

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