NeuroNation: mit Gehirntraining profitabel

Die Gehirntraining-Plattform NeuroNation (www.neuronation.de) hat neue Investoren gewonnen: SPIEGELnet, eine Tochterfirma des Hamburger Spiegel-Verlags, und XLHealth sichern sich mit einer siebenstelligen Summe insgesamt 25,01 Prozent an der Betreiberfirma Synaptikon. Außerdem kaufte Aeria-Games-Macher Pascal Zuta für einen unbekannten Betrag Anteile im einstelligen Prozentbereich. NeuroNation ist nach eigenen Angaben seit Juni 2013 profitabel, finanzierte sich bislang aber vor allem selbst. 50.000 Euro Startkapital konnte das Startup anfangs über Seedmatch einsammeln.

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Das Startup bietet ein Bezahlabo für personalisiertes Gehirntraining an. Nutzer können so ihre Leistungsfähigkeit verbessern und sich mit anderen Nutzern vergleichen. Nach Angaben des Unternehmens basiert das Training „auf den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung“. Die Wirkung der 50 verschiedenen Übungen habe auch eine Studie der FU Berlin nachgewiesen.

Das Berliner Startup, das derzeit über 100.000 Nutzer zählt, wurde 2011 von den Informatikern Rojahn Ahmadi und Ilya Shabanov gegründet. Seit 2012 ergänzt Jakob Futorjanski das Führungsteam. Die Gründer halten nach eigenen Angaben noch immer über 70 Prozent der Anteile.

„Die eine Hälfte des investierten Geldes nutzen wir, um das mobile Produkt zu verbessern“, sagt Jakob Futorjanski. „Die andere Hälfte stecken wir ins Marketing.“ Gründer Ilya Shabanov sieht zudem enormes Potential für sein Produkt: „Immer mehr Menschen wollen geistig fit werden. Wir können also noch stark wachsen, wenn wir bekannter werden.“

Auch der neue Investor SPIEGELnet soll dabei dabei helfen, das Produkt weiter bekannt zu machen, indem Übungen und Tests auf Spiegel Online eingebunden werden. Bisher ist NeuroNation nur in Deutschland, Österreich und Schweiz verfügbar. 2014 will das Startup aber nach Frankreich, Spanien, Portugal und vielleicht Russland expandieren.

Bild: PantherMedia, James Steidl