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Das Team des Next Media Accelerators (v.l.): Nico Lumma (COO), Jenni Schwanenberg (Program Manager), Dirk Herzbach (CEO) und Meinolf Ellers (CMO)

Bereits im vergangenen Herbst gab es erste Gerüchte, die Deutsche Presse-Agentur dpa plane in Hamburg ein Accelerator-Programm für Medien-Startups. Nun geht der Next Media Accelerator, der den US-Medien-Accelerator Matter zum Vorbild hat, offiziell an den Start. Und zwar mit großen Zielen: Der Wandel im Mediengeschäft soll beschleunigt, Innovationen für die Medienbranche entwickelt und erfolgreich am Markt platziert werden.

Der erste Programmdurchlauf startet am 1. August, die Bewerbungsfrist dafür läuft bis zum 15. Juli. Das Programm soll nicht nur für deutsche, sondern für Jungunternehmen aus ganz Europa offen sein, die „in mediennahen Bereichen wie Inhalte und Werbung sowie entsprechenden Dienstleistungen und Lösungen aktiv“ sind. „Neben dem mediennahen Fokus der Startups sind uns die Zusammensetzung der Teams, ein skalierbares Technologiekonzept und eine große Portion Unternehmergeist wichtig“, so CEO Dirk Herzbach zu den weiteren Auswahlkriterien.

Künftig sollen zweimal im Jahr jeweils fünf Startups für sechs Monate aufgenommen werden. Laut dpa erhalten sie neben eines Investments von bis zu 50.000 Euro eine intensive Förderung. Die Büros werden im Betahaus Hamburg bezogen, das seinen Sitz im Schanzenviertel hat.

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Der Next Media Accelerator wird von Dirk Herzbach geführt, der bereits Accelerator-Programme für ImmobilienScout24 und Eon aufgebaut hat. Als COO des Programms soll die Hamburger Szenegröße Nico Lumma die Medien-Startups dabei unterstützen, ihre Produkte auf den Markt zu bringen. Meinolf Ellers, Geschäftsführer der dpa-infocom GmbH, soll als CMO für den Wissenstransfer zwischen der Produktentwicklung der Startups und den Gesellschaftern des Accelerators und der dpa sorgen. Unterstützt werden die Managing Partner dabei von Jenni Schwanenberg als Program Manager.

Beim Next Media Accelerator handelt es sich um kein reines dpa-Vorhaben. Die Finanzierung des Programms, das auch vom Hamburger Senat unterstützt wird, werde auch durch „bedeutende Verlage und Medienhäuser sowie wichtige Akteure aus dem Medienumfeld“ sichergestellt, heißt es von der Nachrichtenagentur.

Um welche Partner es sich dabei jedoch genau handelt, will die dpa noch nicht verraten: Namen könnten erst genannt werden, „wenn neben der Managementgesellschaft des Accelerators auch die dazu gehörende Beteiligungsgesellschaft gegründet ist und alle Verträge schriftlich fixiert sind“, so ein Sprecher der dpa gegenüber Gründerszene. „Dieser Prozess hat bereits begonnen, er dauert aber noch an und wird erst in einigen Wochen abgeschlossen sein.“

Bild: Christian Charisius/dpa.