Niiu-Gründer Wanja Oberhof

App-Relaunch nach Niiu-Neustart

Sieben Jahre nach der Gründung, vier Jahre nach dem vorläufigen Ende und ein Jahr nach dem Neustart ist Niiu (www.niiu.de) noch immer nicht am Ende: Das Berliner News-Startup hat erneut Geld eingesammelt. Neben den vier Altinvestoren haben nach Unternehmensangaben auch Einzelinvestoren sowie drei Mitarbeiter des Startups eine insgesamt sechsstellige Summe in Niiu gesteckt. Die letzte Finanzierungsrunde für Niiu, ebenfalls im sechsstelligen Bereich, datiert von August 2013.

Das Startup wurde 2007 von Wanja Oberhof und Hendrik Tiedemann gegründet. Der ursprüngliche Plan: eine aggregierte Tageszeitung mit individuell zusammenstellbaren Inhalten. 2009 startete das Produkt, wurde 2011 aber schon wieder eingestampft. Warum? Oberhof erklärt das so: „Der Workflow bei der Print-Version hat von vorne bis hinten gar nicht funktioniert.“ Ein Jahr später starten die beiden Gründer neu, nun mit einem digitalen Produkt. „Mit der Einführung des iPad haben wir erkannt, dass das genau der Distributionskanal ist, wo wir die Kopfschmerzen, die wir mit dem Print-Produkt hatten, nicht haben würden.“

Anzeige
Heute können sich Niiu-Nutzer gegen eine monatliche Gebühr ihre individuelle Zeitung aus rund 30 Publikationen zusammenstellen. Neben lokalen, regionalen und überregionalen Zeitungen gehören auch verschiedene Zeitschriften zum Portfolio.

Mit dem frischen Geld will Niiu nun weitere Verlage akquirieren und das Marketing ausweiten, um neue Nutzer zu gewinnen. Seit dem Start der iPad-App vor einem Jahr hat das Unternehmen nach eigenen Angaben zahlende Abonnenten im vierstelligen Bereich gewonnen.

In diesen Tagen launcht Niiu zudem die zweite Version seiner App. Größte Neuerung: Mithilfe von Schlagworten können eigene Ressorts, ein „persönlicher Pressespiegel“ erstellt werden. Das Startup plant außerdem die Einführung einer Web-App.

Mitgründer Hendrik Tiedemann hat sich inzwischen aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und ist in den Beirat gewechselt. Nun verstärkt Anja Mellage, zuvor bei Bild Digital tätig, die Geschäftsführung.

Bild: Niiu