Niiu-Gründer und -CEO Wanja Oberhof

„Es bleibt nach wie vor eine Herausforderung, Paid Content an den Mann zu bringen“

Das Berliner Startup Niiu kann sich über frisches Kapital für seine personalisierte Nachrichten-App freuen: Aus dem ProFIT-Fördertop der Investitionsbank Berlin (IBB) erhält das Unternehmen 890.000 Euro für die Entwicklung einer Relevant Content Engine, mit der den Nutzern von Niiu über einen selbstlernenden Empfehlungsalgorithmus Inhalte zusammengestellt und empfohlen werden sollen. „Unsere Vision ist es, jedem Leser alle für ihn relevanten Inhalte anzubieten“, erklärt Oberhof. „Die Forschungs- und Entwicklungsförderung der IBB hilft uns dabei, unsere Backend-Technologie noch besser zu machen.“

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Unterstützt wurde das Niiu-Management beim Einwerben der IBB-Mittel durch die Förderbar GmbH. Zudem gab es bei Niiu eine Kapitalerhöhung im niedrigen sechsstelligen Bereich durch die Altgesellschafter. Zusammen ergibt dies nach Angaben von Niiu-Gründer und Wanja Oberhof „etwas über eine Million Euro“. Zuletzt hatte das 20 Mitarbeiter starke Unternehmen im April eine sechsstellige Finanzierung durch seine vier Altgesellschafter Presse-Union, Inconcepta, die Intan Group und Corporate Counsellors sowie durch Einzelinvestoren und drei Mitarbeiter des Startups eingesammelt.

Niiu wurde 2007 gegründet und war zunächst eine aggregierte Print-Tageszeitung mit individuell zusammenstellbaren Inhalten. 2011 wurde das Projekt eingestampft, ein Jahr später erfolgte der Neustart und der Umschwenk zu einem digitalen Produkt. Heute können sich Niiu-Nutzer im Rahmen eines Freemium-Modells ihre individuelle Zeitung aus über 40 Nachrichtenquellen zusammenstellen. Neben lokalen, regionalen und überregionalen Zeitungen gehören auch verschiedene Zeitschriften zum Portfolio. Gegenüber Gründerszene erklärte Oberhof, es bleibe jedoch „nach wie vor eine Herausforderung, Paid Content an den Mann zu bringen“.

Bild: Niiu