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Philip Dirschauer war Model, bevor er Nixe gründete und das Deutschlandgeschäft leitete

Ihr Low-Carb-Bier wollten die Nixe-Macher auch in Deutschland groß machen. Immerhin sind sie damit in Österreich bereits seit Längerem erfolgreich. Hierzulande wollte sich der Erfolg allerdings nicht einstellen: Der Ende 2014 gestartete deutsche Ableger, die Nixe Deutschland GmbH, muss jetzt Insolvenz anmelden.

Vor einem Jahr hatte Gründer Philip Dirschauer gegenüber Gründerszene noch seine ambitionierten Ziele formuliert. Zusammen mit seinem Mitgründer Constantin Simon wollte er das Segment der Low-Carb-Biere in Deutschland entwickeln und eine dominante Marktstellung erlangen.

Dass das Hamburger Unternehmen jetzt in Kürze seinen Geschäftsbetrieb einstellen wird, hat zwei Gründe: Zum einen gebe es einen „äußerst umkämpften Markt in Deutschland mit größerer Preissensitivität als in Österreich“, zum anderen habe man nicht genügend Mittel für eine notwendige Folgefinanzierung aufstellen können, heißt es in einer offiziellen Mitteilung vom Unternehmen.

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Betroffen sind auch 194 Crowdinvestoren, die sich über die Plattform Conda an Nixe Deutschland beteiligten. Im Mai 2015 kamen so 100.000 Euro zusammen. Die Investoren sollen allerdings aufatmen können: „Sie können ihre Nachrangdarlehen gegen ein Substanzgenussrecht an der österreichischen Muttergesellschaft tauschen“, heißt es von Conda. Die Nixe Brau GmbH sei von den Turbulenzen nicht betroffen. Zudem sollen die Investoren nach Ende der Laufzeit eine Auszahlung entsprechend ihrer Beteiligungshöhe am Unternehmen erhalten.

Gegründet wurde Nixe von den beiden Ex-Models Dirschauer und Simon im Sommer 2013. Die beiden lernten sich in Australien kennen und wurden dort erstmals auf Low-Carb-Biere aufmerksam. Ihr Unternehmen plane nun, sich „voll und ganz auf den Heimatmarkt in Österreich zu konzentrieren“. Exportmärkte wolle man vorerst ausschließlich mit Getränkehändlern und Distributoren abdecken.

Bild: Nixe