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Die OptioPay-Gründer Oliver Oster (links) und Marcus Börner

Das Berliner Fintech-Startup OptioPay arbeitet an seiner nächsten Finanzierungsrunde. Dabei planen die Gründer Marcus Börner und Oliver Oster, rund 20 Millionen Euro einzusammeln. Die Unternehmensbewertung liegt bei 85 Millionen Euro.

Bereits die Hälfte des angestrebten Kapitals – mehr als zehn Millionen Euro – hat OptioPay eingesammelt, wie am Dienstagmorgen aus einer Mitteilung des institutionellen Investors Auden AG hervorging. Darin heißt es, Auden selbst habe einen einstelligen Millionenbetrag in Form eines Wandeldarlehens investiert und halte nun „knapp über 20 Prozent an OptioPay“. Außerdem hätten sich die Altinvestoren erneut beteiligt. Nun sei es Ziel des Startups, weitere Märkte zu erschließen.

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Börner und Oster gründeten OptioPay Anfang 2015. Das Startup entwickelt eine Plattform, über die Unternehmen Geld auszahlen können. Dabei hat der Empfänger die Möglichkeit, zu wählen, ob er eine Zahlung auf sein Konto oder in Form eines Gutscheins erhalten möchte. Eine Versicherung zahlt einem Kunden beispielsweise 500 Euro, weil dessen Fahrrad gestohlen wurde. Über die OptioPay-Plattform kann die Versicherung dem Kunden eine Überweisung anbieten – oder aber der Kunde wählt einen Gutschein, etwa von einem Fahrradladen, und erhält dafür 550 Euro bei dem Laden gutgeschrieben.

Anreiz für den Ladeninhaber ist der Gewinn eines Neukunden. OptioPay verdient an dem Umsatz, den es für den Shop generiert. Generell soll das Konzept auf diverse Zahlungsflüsse anwendbar sein: von Boni über Retouren bis zu Dividenden.

Im Sommer vergangenen Jahres erhielt OptioPay für diese Idee bereits sieben Millionen Euro in Form eines Wandeldarlehens von Investoren wie DvH Ventures, NJF Capital, der Nord LB, dem Main Incubator der Commerzbank, Berlin Ventures, Auden und dem Family Office Elkstone Capital. Heute arbeiten rund 50 Mitarbeiter für das Unternehmen. Erst kürzlich verließen drei leitende Angestellte das Startup.

Bild: OptioPay