Parktag silvan rath

Das Parktag-Team: Jörg Sädtler (CTO), Mikkel Vejlgaard (CCO), Claudius Warwitz (CMO) und Silvan Rath (CEO, von links)

Für das Berliner Parkplatz-Startup Parktag gibt es 1,4 Millionen Euro Fördermittel. Das Geld kommt aus dem Forschungsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union und wird Parktag über zwölf Monate zur Verfügung gestellt. Mit den Mitteln soll die Technologie der App verbessert werden; ein Teil wird außerdem für die Pilotierung in drei europäischen Städten verwendet werden. Das Ziel: Zeit bei der Parkplatzsuche sparen und so die Umweltbelastung reduzieren.

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Die App von Parktag zeigt freie Parkplätze am Straßenrand an. Die Software des Startups misst mit einem Algorithmus, wann ein Fahrer voraussichtlich eine Parklücke verlassen wird. Dafür werden Daten diverser Sensoren berücksichtigt, die sich am Smartphone eines Nutzers befinden. So wird zum Beispiel erfasst, ob sich die Höhe verändert, auf welcher das Smartphone ist, und die Verbindung zum heimischen WLAN abbricht. Kombiniert werden diese Messdaten mit Verhaltensmustern der Nutzer. „So können wir ziemlich genau abschätzen, ob in fünf bis zehn Minuten ein Parkplatz frei wird“, sagte Gründer und CEO von Parktag, Silvan Rath, im Frühling gegenüber Gründerszene. Die Software verkauft das Startup außerdem als Whitelabel-Lösung.

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Parktag war seit der Gründung im Mai 2013 zunächst eigenfinanziert, nach einer Angel-Runde investierte der High-Tech Gründerfonds dann im Juli 2014 500.000 Euro in die Firma. Auf dem Deutschen Markt konkurriert das Startup mit Unternehmen wie Parku oder Ampido. Letzteres hatte Anfang des Jahres ebenfalls eine niedrige sechsstellige Summe aus demselben EU-Förderprogramm bekommen. Ampido will damit gemeinsam mit der Stadt Köln eine Software-basierte Lösung entwickeln, die die Parkplatznot erleichtern soll.

Bild: Parktag