pay.on

Das ACI-Büro in Waltham, Massachussets

Das börsennotierte US-Payment-Unternehmen ACI Worldwide übernimmt die Münchner Firma Pay.On, einen Anbieter von Online-Zahlungs- und Risikomanagement-Technologien. Für das 2004 gegründete Unternehmen zahlt ACI 200 Millionen US-Dollar in bar und in Aktien.

Die SaaS-Plattformen von Pay.On haben nach eigenen Angaben mehr als 300 Payment-Methoden und Banken in 160 Ländern angebunden. Mit dem White-Label-Produkt PaySourcing erlaubt Pay.On seinen E-Commerce-Kunden, Zahlungs- und Risikomanagement-Prozesse auszulagern oder via Cloud zu beziehen.

Die Firma bringe „Weltklasse-Fähigkeiten“ mit, lobt ACI-CEO Phil Heasley. Die Pay.On-Technologie ermögliche es ACI, „mit unserer E-Commerce-Plattform umfassend in neue geografische Regionen zu expandieren“.

Anzeige
Für die 120 Mitarbeiter von Pay.On, von denen rund 100 im Münchner Hauptquartier arbeiten, soll sich zunächst nichts ändern. Auch das Management-Team mit CEO Markus Rinderer, CTO Christian Bamberger, CSO Nikolaus von Taysen und CFO/COO Tobias Schweiger soll an Bord bleiben.

Die Gründer Christian Bamberger, Markus Rinderer, Nikolaus von Taysen und der 2010 ausgeschiedene Robert Kuzelj hatten Pay.On 2008 in einem Management-Buy-Out von der Schweizer Private-Equity-Firma Holdall mehrheitlich übernommen. Seither hielten die Gründer über ihre Investmentfirma Barikuta Partners knapp 54 Prozent der Anteile, Holdall etwas über 42 Prozent.

Nach Aussage einer Unternehmenssprecherin hat Pay.On seither nie Risikokapital aufgenommen, sondern sein Wachstum komplett aus dem Cash-Flow finanziert.

Bild: By John Phelan (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons