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Zwei der vier Payworks-Gründer: David Bellem (links) und Christian Deger

Sechsstellige Finanzierungsrunde für Payworks

Der Münchner Mobile-Payment-Dienstleister Payworks (www.payworksmobile.com) hat anderthalb Jahre nach dem Start eine Finanzierungsrunde im hohen sechsstelligen Bereich abgeschlossen. Das Kapital kommt von vier Business Angels sowie einem institutionellen Investor, dem Wiener VC-Fonds Speed Invest.

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Payworks, hervorgegangen aus dem Inkubator der Pay.On-Gründer Marcus Rinderer, Christian Bamberger und Nikolaus von Taysen, bietet Payment-Service-Providern die nötige technische Infrastruktur als webbasierte Plattform an. Der Service richtet sich an Anbieter von Shopper-Apps, die In-App-Payments oder Wallets integrieren wollen; oder an Anbieter von sogenannten Merchant-Apps, die Zahlungen mit Kreditkarten über ein Lesegerät akzeptieren wollen. Die Payworks-Plattform liefert für solche Anbieter gewissermaßen das Back-End.

„Die iZettles dieser Welt haben das Problem, dass sie eine sehr komplexe Infrastruktur aufbauen müssen, auch wegen gestiegener Regulierungsanforderungen insbesondere in Europa“, beschreibt Mitgründer und CEO Christian Deger das Konzept von Payworks. „Wir stellen diese Infrastruktur als Software as a Service zur Verfügung.“ Ob ein mobiler Kartenzahlungsdienst wie iZettle oder Payleven, eine Taxi-App wie Mytaxi oder ein Ordering-Feature wie bei Starbucks – wer auch immer Zahlungsfunktionen in seine App integrieren will, braucht eine Mobile-Point-of-Sale-Technologie wie sie Payworks anbietet.

Umsätze vom ersten Tag an

Zu ihren Kunden zählen die Münchener zum Beispiel Bestell-Apps wie Opentabs oder Zerved sowie PayUnity, der Payment-Service-Provider der Wiener PayLife-Bank. Wer noch auf die White-Label-Lösungen von Payworks zurückgreift, verrät Deger nicht – schließlich will nicht jeder Anbieter öffentlich zugeben, dass er seine Technologie nur zugekauft hat.

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„Mit der Finanzierungsrunde haben wir uns etwas unabhängiger von unseren Kunden gemacht“, sagt Deger, „da wir nun auch Dinge entwickeln können, die wir nicht direkt gegenfinanziert bekommen.“ Geld verdiente Payworks bislang über eine fixe Gebühr pro Kundentransaktion, damit habe das Startup vom ersten Tag an Umsätze generiert, so Deger. Vom Pay.On-Inkubator Barikuta Partners kam zu Beginn eine Early-Seed-Finanzierung, 2012 dazu eine Förderung durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand des Bundeswirtschaftsministeriums.

Das frische Kapital will Deger ins Produkt stecken und das Entwicklerteam vergrößern; von heute zwölf soll die Payworks-Mannschaft bis Jahresende auf 16 Leute anwachsen. Gut möglich, dass sich Payworks dafür wieder am wählerischen Münchner Center for Digital Technology and Management umschaut. Dort haben haben die vier Gründer Christian Deger, David Bellem, Simon Eumes und Johannes Lechner studiert – und auch gut 80 Prozent der Mitarbeiter rekrutiert, wie Deger schätzt.

Bild: Payworks