Ob er ewig leben will?

Star-Investor und Paypal-Mitgründer Peter Thiel provoziert gerne, ist stolz auf seine Ecken und Kanten. Auf der Bühne beim Web Summit in Dublin gab es sich zwar etwas milder, an knackigen Aussagen mangelte es dennoch nicht. Etwa: Man müsse immer auf ein Monopol hinarbeiten, wenn man etwas auf den Kopf stellen will. Kritik an der Übermacht Amazons lasse er nicht gelten. Oder: Viele Politiker, die über uns entscheiden, „kennen sich mit modernen Technologien nicht aus, sie leben im Mittelalter“.

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Für Thiel geht es um die großen Ideen und die Zivilisation. Künstliche Intelligenz etwa oder das Altern. Ob er ewig leben wolle? Zumindest müsse in dieser Hinsicht „viel mehr gemacht werden“. Die Frage nach künstlicher Intelligenz sei indessen eine politische, keine unternehmerische. „Die liegt allerdings noch 100 Jahre in der Zukunft, im Moment mache ich mir wenige Gedanken darüber.“

Zum Thema Daten-Privatspäre: „Wahrscheinlich hat Obama nicht einmal gewusst, dass er Angela Merkels Telefon abhört.“ Thiel ist bei dem Thema nicht ganz unbedarft: Sein Sicherheits-Startup Palantir arbeitet eng mit der CIA zusammen. Auf Unternehmensseite gebe es derweil eine deutliche Tendenz im Silicon Valley, sowohl den Komfort und die Weiterentwicklung der Angebote auf Basis von Nutzerdaten zu ermöglichen und gleichzeitig die Privatsphäre zu respektieren, so Thiel.

Hier sein Auftritt in voller Länge.

Bild: Web Summit (Screenshot)