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Potsdam wird zum Medientech-Standort.

Die „Digital Hub Initiative“ der Bundesregierung, die der damalige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) im vergangenen November ins Leben gerufen hat, soll die Entwicklung digitaler Ökosysteme vorantreiben. In den Hubs sollen Startups, Konzerne und Wissenschaftseinrichtungen zusammenarbeiten und sich befruchten.

Zum Start wurden vom Wirtschaftsministerium fünf Hub-Standorte identifiziert: Berlin (für die Themen Fintech und Internet of Things), Dortmund (Logistik), Frankfurt (Fintech), Hamburg (noch einmal Logistik) und München (Mobility). Bis zu fünf weitere regionale Zentren sollten bis Mitte des Jahres folgen. Sie stehen jetzt fest, wie das Ministerium am Freitag mitgeteilt hat:

  • Köln für Insurtech
  • Dresden und Leipzig als „Twin Hub“ für Smart Systems, Internet of Things und Energie
  • Karlsruhe für künstliche Intelligenz
  • Stuttgart für „Future Industries“
  • Ludwigshafen und Mannheim für Chemie und Gesundheit
  • Potsdam für Medientechnologien
  • Nürnberg beziehungsweise Erlangen ebenfalls für Gesundheit
  • außerdem Darmstadt, das mit dem Schwerpunkt Cybersicherheit an den Standort Frankfurt andockt

Die Hubs sollen untereinander vernetzt werden, „um Innovation und Gründergeist flächendeckend zu fördern“. Die Aufgabe übernimmt eine eigens eingerichtete Hub Agency, den millionenschweren Auftrag dafür hat im März die Rocket-Internet-Tochter Rckt gewonnen.

„Wir konnten unter erstklassigen Bewerbungen sieben hervorragende, neue Digital-Hubs auswählen“, lässt sich Ministerin Brigitte Zypries (SPD) zitieren. In Deutschland gebe es „vielleicht kein Silicon Valley, dafür aber viele exzellente Valleys mit eigenen Stärken“.

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