Juliette Allaire unterstützte das Stylefruits Team als Praktikantin

Neben Studium und Doppeldiplom noch ein Praktikum

Juliette Allaire studiert Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Außenhandel an der Wirtschaftshochschule ESCE in Paris. Parallel dazu macht sie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin ein deutsch-französisches Doppeldiplom. Und darüber hinaus absolviert sie nun auch noch ein Praktikum bei der Münchner Social Shopping Plattform Stylefruits.

Bereits zuvor konnte Juliette Erfahrung in der Modebranche sammeln: „Beim französischen Luxus-Label Lancel Sogedi habe ich als internationale Exportassistentin gearbeitet und bei der Prêt-à-Porter-Marke Sandro im Verkauf. Außerdem war ich bei der Zeitschrift Shoes Up in der Redaktion tätig“, erzählt Juliette.

„Mein erstes Auslandspraktikum habe ich in Stuttgart bei La Poste im Vertrieb absolviert. Seit diesem Praktikum bin ich von Deutschland begeistert! Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt wieder ein halbes Jahr hier sein kann und bei Stylefruits meine Leidenschaft für Mode ausleben kann.“

„Nach einem Praktikum im Konzern wollte ich die Startup-Welt entdecken!“

Die Ausschreibung für die Stelle fand Juliette in dem Jobportal Fashionjobs. Gesucht wurde ein Praktikant für die Mitarbeit an SEO– und Social-Media-Projekten sowie im Bereich Blogger Relations. „Das sind genau die Gebiete, die ich besonders spannend finde. Da der Job speziell für französische Muttersprachler ausgeschrieben war und ich in der Modebranche und im E-Commerce noch Erfahrung sammeln wollte, habe ich mich sofort beworben“, erklärt Juliette.

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Die Entscheidung für Stylefruits hatte mehrere Gründe: Nachdem Juliette bereits ein Praktikum in einem großen Konzern absolviert hatte, wollte sie nun einen Blick in die Welt der Startups werfen. Am liebsten wieder im Fashion-Bereich – aber anders und neu gedacht.

„Deshalb hat mir auch die Idee, die hinter Stylefruits steckt, auf Anhieb sehr gut gefallen. Vor allem das demokratische Element: Die User entscheiden, was in ist, kreieren individuelle Outfits, bewerten Kombinationen anderer und beraten sich gegenseitig. Die Community sorgt sozusagen dafür, dass man immer gut angezogen ist“, berichtet die Studentin.

Menschen aus 19 Nationen unter einem Dach

Vor Antritt des Praktikums habe sie vor allem gehofft, schnell ins Team und ins Unternehmen aufgenommen zu werden, sagt Juliette. „Immerhin bin ich alleine nach München gekommen, ohne hier jemanden zu kennen – da war es mir sehr wichtig, dass ich mich auf der Arbeit wohl fühle. Und das ist definitiv der Fall. Ich hätte nicht besser aufgenommen werden können! Und ich wollte während des Praktikums so viel wie möglich lernen und nicht nur am Kopierer stehen oder Kaffee machen. Kurz: Ich wollte nützlich sein im Unternehmen und eine neue Firmenkultur kennenlernen.“

Die Unternehmenskultur des Münchner Startups ist geprägt von Internationalität: Bei Stylefruits arbeiten mittlerweile Menschen 19 verschiedener Nationalitäten. „Die Teams sind hier natürlich nicht nach Ländern, sondern nach Fachgebieten aufgeteilt. In meinem Team, dem SEO- und Content-Management-Team, arbeite ich also mit Kolleginnen aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und UK direkt zusammen.“

„Wir können uns zu Ideen, Trends und Fachwissen auf unserem Gebiet austauschen und voneinander lernen. Regelmäßig treffen sich auch alle ,Länder-Kollegen’ aus den verschiedenen Teams, sodass wir Kampagnen in den jeweiligen Ländern aufeinander abstimmen oder in verschiedene Teams verlängern können.“

„Gaming-Nights und Karaoke-Events, das kenne ich aus Frankreich so ja gar nicht.“

Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag bei Stylefruits aus, wollen wir wissen. „Also, an einem typischen Arbeitstag beantworte ich als erstes dringende Userfragen der Community und in den sozialen Netzwerken. Dann kümmere ich mich um die Gestaltung von Posts für verschiedene Social-Media-Kanäle, vor allem für Pinterest. Im Laufe des Tages fertige ich Übersetzungen an, recherchiere und bereite Content für SEO-Projekte auf oder betreue Kooperationen mit Bloggern“, berichtet Juliette.

„Letzten Endes ist aber jeder Tag anders und auch nach sechs Monaten immer noch ein bisschen neu. Das liegt vor allem daran, dass ich auch in Projekte anderer Teams, zum Beispiel PR, involviert werde. Diese interdisziplinäre Arbeitsweise finde ich sehr spannend und man lernt dadurch unendlich viel!“

Außerdem gebe es einmal wöchentlich einen Deutsch-Tag, an dem das SEO-Team versucht, sich ausschließlich auf Deutsch zu verständigen. „Die offizielle Unternehmenssprache ist eigentlich Englisch. Es ist also immer eine Herausforderung für mich, aber so können meine internationalen Kollegen und ich ganz nebenbei unsere Deutschkenntnisse verbessern, das nützt uns ja allen etwas.“

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Überrascht war Juliette zu Beginn ihrer Zeit von Stylefruits von den vielen kleinen Aufmerksamkeiten für die Mitarbeiter in Form von Obst, Müsli, Süßigkeiten und Nespresso. „Und dann gibt es noch die vielen Team-Events, die regelmäßig stattfinden. Zum Beispiel Karaoke- und Gaming-Nights, aber auch zu Events wie dem Oktoberfest oder dem Weihnachtsdinner wurde ich eingeladen. Das kenne ich aus Frankreich so nicht. Ich liebe diese Events! Sie bieten eine tolle Gelegenheit, die eigenen Kollegen und auch die aus anderen Teams besser kennenzulernen.“

Fazit: Startup vs. Konzern

Nachdem Juliette nun sowohl im Konzern als auch in einem Startup Arbeitserfahrung gesammelt hat, zieht sie folgendes Resümee: „Einer der größten Unterschiede zu einem Konzern ist die Open Door Policy. Jeder kennt jeden, jeder kann jeden etwas fragen oder Ideen austauschen, egal ob Trainee oder Teamleiter. Meine Teamleiterin hat beispielsweise immer ein offenes Ohr für meine Ideen, auch ohne Termin. Und ich bin immer auf dem Laufenden über Neuigkeiten im Unternehmen, da die drei Gründer regelmäßig zu einem Update-Get-Together einladen.“

Und sie fügt hinzu: „Hier habe ich die Chance, von meinen Kollegen angehört zu werden. Ich bin nicht nur irgendein Praktikant, sondern Teil des Teams. Ich kann aktiv meine Ideen einbringen – und das ist auch gewollt und wird geschätzt. Bei Stylefruits habe ich sehr viel dazugelernt – in verschiedenen Fachbereichen und im Hinblick auf interkulturelle Kompetenz und Fremdsprachen. Und auch persönlich entwickelt man sich in einem Auslandspraktikum ja enorm weiter“, schließt sie ihr Fazit.


Foto: Stylefruits