Prezi 57 Millionen Finanzierung

Die Prezi-Gründer Péter Halácsy (links), Peter Arvai und Adam Somlai-Fischer

Eine Erfolgsgeschichte aus Ungarn wird finanziert

Die aus Ungarn stammende Präsentations-Software Prezi hat auf der Slush-Konferenz in Helsinki eine neue Finanzierung in Höhe von 57 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Gründerszene war vor Ort und hat mit den Gründern über die Hintergründe gesprochen.

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Angeführt wird die Runde von Spectrum Equity. Der VC investierte bereits in andere Abo-Modell-Startups wie Ancestry.com, SurveyMonkey und Lynda.com. Auch Altinvestor Accel Partners zieht mit. 2008 sammelte das ungarische Startup bereits 25.000 US-Dollar Seed-Investment ein. Im Gründungsjahr 2009 investierte Sunstone Capital in die Serie A dann eine vermutlich sechsstellige Summe. Zwei Jahre später investierte Sunstone erneut und gab zusammen mit Accel Partners ingesamt 14 Millionen US-Dollar in das Unternehmen.

Prezi wurde 2009 von Péter Halácsy, Adam Somlai-Fischer und Peter Arvai gegründet. Das Startup mit insgesamt 250 Mitarbeitern hat seinen Hauptsitz in Budapest. 70 weitere Mitarbeiter kümmern sich von San Francisco aus um Marketing und Support. „Ich habe viele gute, aber auch viele falsche Entscheidungen im Einstellungsprozess getroffen“, resümiert Arvai gegenüber Gründerszene die letzten Jahre. Das sei nicht nur schwierig für die Angestellten gewesen, sondern habe auch dem Unternehmen geschadet.

Prezis will international bekannter werden

Nutzer können Präsentationen bei Prezi grundsätzlich kostenlos erstellen. Möchten sie diese nicht teilen, muss eine Enjoy-Lizenz erworben werden (startet bei 4,92 US-Dollar pro Monat). Mit der Pro-Option gibt es das Online-Tool als Programm für Windows oder Mac (13,25 US-Dollar pro Monat). Eine Team-Lizenz wird volumenabhängig berechnet.

Laut Gründer Arvai verfügt Prezi über 50 Millionen angemeldete Nutzer und 160 Millionen öffentlich zugängliche Präsentationen. Gewinn- und Umsatzzahlen wollte das Unternehmen auf Nachfrage nicht bekannt geben, nur so viel: „Wir haben bisher noch keinen Dollar von den bisher eingesammelten 15 Millionen angerührt”, gibt Arvai gegenüber Gründerszene an. Die neue Finanzierungsrunde sei lediglich notwendig, um das Produkt international bekannter zu machen und stärker in lokalen Märken zu wachsen.

Bild: Prezi; Mitarbeit: Georg Räth