Umstrukturierung beim Rocket-Venture PricePanda: Das hauptsächlich in Asien operierende Preisvergleichsportal wird mit dem Wettbewerber Getprice aus Australien zusammengelegt. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen weiter wachsen und expandieren. Dafür haben auch die treuen Rocket-Investoren Tengelmann, Kinnevik und Asia Pacific Internet Group noch einmal Geld in PricePanda investiert. Die Höhe des Investments ist nicht bekannt.

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Nach der Zusammenlegung mit Getprice will PricePanda das operative Geschäft komplett nach Südostasien verlegen. Der Berliner Standort soll deswegen geschlossen werden. Bisher waren mit etwa 50 Mitarbeitern die Hälfte der Belegschaft in Berlin angestellt. Ihnen wurde am Donnerstag verkündet, dass das Team aufgelöst werde. Ein Rocket-Sprecher betonte gegenüber Gründerszene, dass es so gut wie keine Entlassungen geben werde. Die meisten Mitarbeiter würden auf andere Rocket-Ventures verteilt, etwa zehn Prozent würden das Unternehmen verlassen. Rund 20 Prozent der Belegschaft seien zudem Praktikanten.

PricePanda wurde 2012 gegründet und ist derzeit in Argentinien, Australien, Kolumbien, Indonesien, Indien, Malaysia, Mexiko, Singapur, Thailand und den Philippinen aktiv. Das Team in Singapur wird seit 2014 von Philip Wegener geleitet, das bisherige Headquarter in Berlin von Robin Steinhaus. Bisher ist es bei Rocket Internet eigentlich üblich, dass auch Unternehmen, die nicht in Deutschland oder Europa tätig sind, ihren Sitz in der Berliner Zentrale haben. Beispiele dafür sind der Lieferdienstvermittler Foodpanda oder der Selfstorage-Dienst Spaceways.

Bild: Screenshot Pricepanda