Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 hatte bereits eine Beteiligung an einem Shop für Haustierbedarf – und scheiterte offenbar: Mit dem mittlerweile eingestellten Inkubator Epic Companies zog der Sender das Berliner Startup Petobel auf. Dieses wurde jedoch im Oktober 2014 eingestellt, Besucher der Petobel-Homepage wurden kurioserweise auf die Portale vom Münchener Wettbewerber ePetWorld weitergeleitet.

Nun wurde ein Deal mit ePetWorld bekannt: ProSiebenSat.1 vereinbarte mit dem Unternehmen einen Media-for-Revenue-Tausch. Soll heißen, für Werbeplatz bekommt die Sendergruppe eine Beteiligung am Umsatz.

Update, 10.30 Uhr: EPetWorld hat seine Serie-B-Finanzierungsrunde vom Juni 2014 um einen weiteren Millionenbetrag erweitert, einige nicht genannte Investoren beteiligten sich an der Runde.

Auch der Fonds Venture Stars Portfoliobeteiligungsgesellschaft I investierte. Hinter dem Investmentvehikel steht der Company Builder Venture Stars, der von ePetWorld-Gründer Pfannmöller, Florian Calmbach und Martin Junker ins Leben gerufen wurde.

ePetWorld betreibt die Portale Hundeland und Katzenland, auf denen Kunden Haustierbedarf wie Tierfutter bestellen können. Das Münchener Unternehmen konnte bereits einige berühmte Investoren für sich gewinnen: US-Wagniskapitalgeber Blumberg Capital ist an ePetWorld beteiligt, ebenso Idealo-Gründer Martin Sinner mit seiner Chrysos GmbH. Auch die German Startups Group ist Gesellschafter. Ihre Serie-B-Finanzierungsrunde konnte ePetWorld im Juni vergangenen Jahres einsammeln, mit der Millionensumme wollte die Firma unter anderem das Produktangebot ausbauen.

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Offiziell wurde ePetWorld 2012 gegründet, laut Handelsregister gibt es die Firma jedoch schon seit 2009, allerdings unter dem Namen Siegershop. Gründer Stefan Pfannmöller ist ein ehemaliger Athlet und hat bereits die Plattform Netzathleten erfolgreich aufgezogen und für 20 Millionen Euro verkauft.

Nicht nur der Deal mit ePetWorld wurde bekannt: Auch beteiligte sich ProSiebenSat.1 mit seinem Tochterunternehmen und Digital Business Builder, 7NXT, am digitalen Sportsender Sportdeutschland.tv – und das mit 57 Prozent. Der seit 2014 gestartete Sportsender ist ein Projekt des Deutschen Olympischen Sportbundes. Zusammen wollen die Unternehmen den Trend der mobilen und online Live-Übertragung nachgehen.

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