prosiebensat.1 zentrale unterföhrung shopkick

ProSiebenSat.1-Zentrale in Unterföhring

Millioneninvestition in US-Startup Shopkick

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 will sein Startup-Geschäft ausbauen – und dafür in Zukunft vielversprechende Geschäftsmodelle aus dem Ausland nach Deutschland holen.

Den ersten Fang hat der Konzern schon gemacht: In das US-Startup Shopkick wurde laut DWDL diese Woche ein einstelliger Millionenbetrag investiert. Nun soll gemeinsam der Markteinstieg in Deutschland angepeilt werden.

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Shopkick bietet eine Bonus-App auf Basis von Apples iBeacon-Technologie. Die App registriert, wenn ein Handybesitzer einen Laden betritt, dadurch können Nutzer Bonuspunkte sammeln. Ein ähnliches Konzept verfolgt der Springer-Verlag mit seiner vor wenigen Wochen gestarteten App Shopnow.

Wie Digital-Vorstand Christian Wegner andeutete, soll dieses Modell bald Schule machen: ProSiebenSat.1 will in Zukunft weitere im Ausland erfolgversprechende Startups suchen und dann auf den deutschen und europäischen Markt bringen.

Umstrukturierungen im Digitalgeschäft

ProSiebenSat.1 strukturiert außerdem sein Portfolio an Digitalbeteiligungen um. So werden die Aktivitäten im Online-Reisegeschäft in der ProSieben Travel GmbH zusammengefasst. Der Beteiligungsarm SevenVentures hatte in dem Bereich in den vergangenen Monaten kräftig zugekauft, zuletzt etwa die Portale Weg.de und Ferien.de.

Unter das Dach der neuen Tochtergesellschaft wanden neben den beiden Reiseportalen der Reiseveranstalter Tropo, das Vergleichsportal Billiger-mietwagen.de, der Erlebnisanbieter MyDays, das Online-Reisebüro Reise.com sowie das Wetterportal Wetter.com.

Nach diesem Muster sollen in Zukunft weitere sogenannte Commerce-Cluster entstehen – etwa im Mode- sowie im Möbel- und Einrichtungsbereich. Auch im Games-Segment strukturiert ProSiebenSat.1 um – mit dem Zukauf von Aeria Games entsteht unter der Dachmarke SevenGames der drittgrößte europäische Publisher.

Bild: ProSiebenSat.1 Media AG