Die Realbest-Gründer: Mathias Baumeister und Axel Winckler (von links)

Wenn es im vergangenen Jahr ein Trend-Segment gab, dann war das wohl der Immobiliensektor. Genauer gesagt: der normale Makler und seine Aufgaben. Zahlreiche Startups tauchten auf, die den Makler in Zukunft ersetzen wollen. Viele von ihnen konzentrieren sich auf Mietimmobilien, wie etwa Housey. Aber auch Kaufprozesse sollen digitalisiert werden, zum Beispiel beim Berliner Startup McMakler.

Auch das bereits im Jahr 2013 gegründete Realbest will diesen Markt weiter digitalisieren – und zu den Kunden des Startups gehören auch lokale Makler. Auf der Onlineplattform von Realbest sollen Immobilien-Verkäufer mit passenden Kaufinteressenten vernetzt werden. Alle Schritte des Immobilienverkaufs sollen über Realbest digital eingeleitet und auch abgewickelt werden können, so Mitgründer Axel Winckler in einem Gründerszene-Interview.

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Investoren scheinen an das Konzept zu glauben: Neben den Altinvestoren IBB Beteiligungsgesellschaft, Ventech und Plutos Group investierten jetzt auch der Real-Estate-Investor Obotritia Capital, German Startups Group sowie einige Business Angels. Insgesamt handelt es sich um eine siebenstellige Summe, genauere Angaben wollte eine Sprecherin auf Nachfrage von Gründerszene nicht machen. Das frische Kapital soll in Wachstum gesteckt werden.

Für das Startup ist es die dritte Finanzierungsrunde. Bereits kurz nach der Gründung im Jahr 2013 erhielt Realbest zum ersten Mal externes Kapital. Etwa zwei Jahre später kam es zur Serie-A-Runde: damals floss ein einstelliger Millionenbetrag. Realbest steht alteingesessene Konkurrenz gegenüber: Plattformen wie ImmobilienScout24 oder Immowelt bieten schon seit vielen Jahren eine Onlinesuche für Immobilien.

Das Berliner Startup begann 2014 mit einer Beta-Version in Berlin und Potsdam. Neben Winckler ist auch Mathias Baumeister Mitgründer des Jungunternehmens.

Bild: Realbest