In unserer neuen Serie stellen wir euch spannende Jobs der Startup- und Digital-Welt vor. Im zweiten Teil geht es um einen unerlässlichen Beruf in Digital-Startups – den des Programmierers, Coders und Entwicklers.

Softwareentwickler haben häufig mehrere Rollen inne. Als Entwickler machen sie sich Gedanken darüber, wie ein Produkt funktionieren soll, als Programmierer setzen sie die Ideen um, als Tester überprüfen sie ihr Werk. All diese Rollen werden in größeren Unternehmen von ganzen Teams besetzt. Startup-Entwickler müssen sich hingegen oft als Multitalent erweisen, sind manchmal für alle Bereiche zuständig oder zumindest Ansprechpartner.

Jan Nash ist 27 und iOS-Developer bei der Restaurant-Reservierungs-App Resmio. Er nimmt uns mit in die Welt des Programmierens – und zeigt, wie sein Arbeitstag aussieht.

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Was sind Deine Aufgaben?

Als iOS-Entwickler besteht ein Großteil meiner Arbeit natürlich aus Programmieren und Entwickeln der App. Dafür muss man sich ein Konzept überlegen, welche Funktionen die App haben soll und wie man diese umsetzen kann. Das bedeutet, die Funktionen, die man sich überlegt hat, zu programmieren und in die bereits bestehende Software einzubinden. Anschließend muss die App noch getestet werden. Das machen wir nicht nur manuell am iPad, ich programmiere auch eigens Tests dafür. Die durchlaufen das Programm immer wieder, um alle möglichen Fälle, wie Leute sich auf der Seite verhalten könnten, zu erproben. Zu guter Letzt lade ich das fertige Produkt oder Updates in den App-Store hoch. Also eigentlich habe ich drei Jobs: Entwickler, Programmierer und Tester.

Was hast Du vorher gemacht und inwiefern bringt Dir das etwas für Deine Position?

Meine bisherige Ausbildung hat mit meinem jetzigen Job überhaupt nichts zu tun. Ich habe im letzten Jahr meinen Abschluss als Diplom-Opern- und Konzertsänger an der Hochschule für Musik und Theater München gemacht. Das Programmieren habe ich mir selbst beigebracht. Da gibt es im Internet einige Kurse wie die Codeacademy. Darüber habe ich die Programmiersprache Python gelernt und dann habe ich einfach sehr viel geübt.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Wichtig ist auf jeden Fall logisches Denkvermögen, um auch komplexe Zusammenhänge zu verstehen, zum Beispiel wie eine App funktioniert. Zudem sollte man kreativ sein. Und gut Programmieren sollte man natürlich auch können, wobei man seine Programmierkenntnisse oft während der Arbeit verbessert. Deshalb sollte man immer bereit sein, sich weiterzuentwickeln und zu lernen.

So sieht der Arbeitstag von Jan Nash in Bildern aus:

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Der Tag startet mit einer Besprechung – hier mit einer Kollegin aus der PR.

Was lernt man erst, wenn man den Job macht?

Ich habe erst vor zwei Jahren so richtig angefangen zu programmieren und mein Niveau daher in diesem Bereich extrem heben können. Programmieren, das sind nicht nur Einsen und Nullen. Das ist Text, der angibt, was passieren soll, wenn man beispielsweise einen Button drückt. Ich habe während meiner Arbeit gelernt, dass eine gute App nicht komplex gestaltet sein sollte, sondern mit möglichst wenig Buttons alles Nötige erfüllen sollte. Das ist aber in der Regel schwerer zu entwickeln als eine App mit vielen Knöpfen. Da muss schon alles gut durchdacht sein.

Mit wem arbeitest Du zusammen?

Für die Entwicklung der App arbeite ich eng mit einer Designerin zusammen. Sie weiß nicht nur über Farben und Formen bescheid, sondern auch, wie eine Benutzeroberfläche intuitiv aufgebaut ist. Manchmal halte ich Rücksprache mit Kunden, die unsere App für ihr Restaurant benutzen und dann sind da natürlich die Leute, die sich um die Serverprogrammierung kümmern.

Was ist toll an Deinem Job und was nervt?

Das Tolle am Programmieren ist, dass man so schnell ein Ergebnis sieht. Dass aus etwas so abstraktem wie einer Programmiersprache etwas entsteht, das dann jeder benutzen kann – das begeistert mich immer wieder. Wenn mal etwas hakt, nervt es schon. Manchmal sucht man stundenlang nach dem Fehler im Code.

Bilder: Jan Nash

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