EatFirst-Mitgründer Torben Schulz

EatFirst-Mitgründer Torben Schulz

EatFirst will zum Start „knapp unter 100 Gerichte“ pro Tag in Berlin ausliefern

Ende August startete Rocket Internet EatFirst in London, ab heute bringt der Lieferdienst auch Mittagessen in Berliner Büros: Für jeweils 7 Euro können Kunden in der Zeit von 11.45 bis 14 Uhr zwischen zwei Gerichten wählen, wovon immer eins vegetarisch sein soll. Zunächst will EatFirst allerdings nur Teile der Bezirke Mitte und Tiergarten sowie Kreuzberg beliefern.

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Mit frisch zubereiteten Mahlzeiten und einer schnellen Lieferung binnen 15 Minuten will sich EatFirst von anderen Lieferdiensten absetzen: „Wenn man in Berlin ein Mittagessen bestellt, hat man derzeit die Wahl zwischen einer schnellen Lieferung und mangelnder Qualität oder aber gutem Essen mit langen Wartezeiten“, lässt sich Mitgründer Torben Schulz zitieren, dessen Team von 30 Mitarbeitern in der Berliner Rocket-Zentrale sitzt.

Bisher gibt es für den Berliner Service von EatFirst eine Küche in der Oranienstraße in Kreuzberg, in der drei Köche die Gerichte zubereiten. Sechs Fahrer sollen jeweils eine Wärmebox mit zehn Gerichten umherfahren, um Kunden bei Bestellung schnellstmöglich beliefern zu können. Maximal eine Stunde blieben die Gerichte in den getesteten Boxen frisch, erläutert ein Rocket-Sprecher gegenüber Gründerszene. „Nach einer Stunde würden wir das Essen nicht mehr ausliefern.“ Dieser Fall soll nach Kalkulation von Rocket allerdings nicht eintreten.

In den ersten Tagen nach dem Start will EatFirst „knapp unter 100 Gerichte“ ausliefern, so der Sprecher. „Wir wollen die Anzahl der Gerichte so schnell wie möglich nach oben skalieren.“ Sollte der Service auf ganz Berlin ausgeweitet werden, würden insgesamt drei Küchen benötigt. Weitere Details nennt EatFirst derzeit nicht.

Da die Gerichte schon vor der Bestellung zubereitet werden, plant Rocket nicht ausgelieferte Gerichte im Anschluss der Lieferzeit zu spenden. Ein konkreter Partner in unmittelbarer Nähe der Küche in Kreuzberg werde derzeit gesucht, teilt der Company Builder mit.

Torben Schulz gründete EatFirst gemeinsam mit Rahul Parekh und Humberto Ayres Pereira mit Unterstützung von Rocket Internet. Eine Expansion in weitere europäische Metropolen ist laut Rocket Internet in Planung. EatFirst orientiert sich an dem Konzept der US-Startups Spoonrocket oder Munchery.

Bild: EatFirst