Für die Lenker der Firmenfabrik war die Botschaft klar: Rocket Internet wächst, und das nach Plan. CEO Oliver Samwer und CFO Peter Kimpel stellten am Dienstag die Geschäftszahlen für 2014 vor, das Jahr, das für Rocket ganz im Zeichen des Börsengangs stand.

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„Außerordentliche Ausgaben“ wegen des IPO führten die Rocket Internet SE 2014 auch in die Verlustzone: Ein Minus von 20,2 Millionen Euro stand zu Buche. Allerdings gab es im Gegensatz zu 2013 auch keinen signifikanten Verkauf von Assets.

Aussagekräftiger und viel wichtiger für die Chefs der Firmenschmiede: Der Wert – was natürlich heißt: Erwartungswert – der „Proven Winners“ im Rocket-Portfolio sei seit dem IPO um zwei Milliarden Euro auf nun 4,6 Milliarden gewachsen. In die Gruppe der mittlerweile zwölf wichtigsten Unternehmen wurde mittlerweile auch der Lieferdienstvermittler Foodpanda aufgenommen. Die Performance der zwölf sei „den Erwartungen entsprechend“, so das Unternehmen.

Samwer und Kimpel gaben sich nüchtern, die Telefonkonferenz mit Journalisten dauerte nicht einmal eine halbe Stunde. Auffallend: Von Oliver Samwer gab es keine markigen Sprüche, kein Angebergehabe. Vielleicht auch eine Reaktion auf den aktuellen Spiegel, der gemutmaßt hatte, bei Samwer sei „die Zeit der Imagepflege vorbei“, der Rocket-Chef sei zur alten Lautsprecher-Rolle zurückgekehrt. Tatsächlich hatte er im Februar vor Investoren getönt: „Nächstes Jahr werde ich größer sein als alle Konkurrenten, ich gehe mit Ihnen eine persönliche Wette ein.“ Doch heute hieß es schlicht: Zahlen, Zahlen, back to business.

Was sonst noch bekannt wurde:

Der gesamte Annual Report kann hier eingesehen werden.

Mitarbeit: Alex Hofmann, Christina Kyriasoglou; Bild: Rocket Internet