Rocket Internet Firmenzentrale HQ

Die Berliner Firmenzentrale von Rocket Internet

7 Updates zu IPO-Überlegungen bei Rocket Internet

Geht der Berliner Company Builder Rocket Internet noch 2014 an die Börse? Seit Wochen legen das Medienberichte nahe. Klar ist: Entsprechende Überlegungen existieren wohl in der Berliner Firmenzentrale – doch entschieden ist noch nichts.

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Unterdessen werden über den möglichen IPO neue Details bekannt: Wie die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg übereinstimmend berichten, planen die Anteilseigner von Rocket Internet keinen Ausstieg bei einem möglichen Börsengang. Das hieße, dass das durch einen IPO eingesammelte Kapital vollständig in das Wachstum der Firmenfabrik fließen könnte und keine Altinvestoren ausbezahlt werden müssten. Deren Anteile würden dadurch allerdings verwässert.

Rocket Internet gehört zu etwa zwei Dritteln den Samwer-Brüdern, ein Viertel der Anteile hält die schwedische Investmentgesellschaft Kinnevik, außerdem ist der US-Milliardär Len Blavatnik über seine Investmentfirma Access Industries investiert.

Was sonst über einen möglichen Rocket-IPO 2014 bekannt ist:

  • Die Bewertung von Rocket Internet soll bei zwischen drei und fünf Milliarden Euro liegen.
  • Platziert werden würde ein Minderheitsanteil von 20 Prozent, dementsprechend plant man zwischen 600 Millionen und einer Milliarde Euro einzunehmen.
  • Als Börsenplatz ist Frankfurt im Visier. Das Manager Magazin zitiert einen Insider, der als Grund für die Standortwahl die verschachtelte Struktur von Rocket angibt: „Dort sind die Publizitätspflichten am geringsten.“
  • Mit der Vorbereitung des IPO sind das Hamburger Bankhaus Berenberg sowie die Investmentbanken J.P. Morgan und Morgan Stanley betraut.
  • Rocket Internet soll vor Wochen schon die Investoren wie Pimco und Lazard angesprochen haben.
  • Oliver Samwer könnte Vorstandsvorsitzender einer Rocket Internet AG werden.
  • Bei den Rocket-Gründungen Westwing und HelloFresh gibt es offenbar ebenfalls IPO-Überlegungen: Der Kochbox-Versand HelloFresh würde demnach in Australien an die Börse gehen, der Home&Living-Shop Westwing hingegen in Frankfurt – so wie Zalando und das Mutterhaus Rocket Internet.

 

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Lea-Sophie Cramer war eine der jüngsten Mitarbeiterinnen im Rocket-Umfeld. 2009 schloss die jetzt 27-jährige ihr BWL-Studium ab, war Beraterin bei der Boston Consulting Group und leitete für Rocket anschließend als Vice President International den asiatischen Groupon-Markt. Mittlerweile ist sie für das Startup Amorelie bekannt. Den Erotik-Online-Shop gründete sie Ende 2012 zusammen mit Sebastian Pollok.