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Rocket Internet: Kapitalerhöhung für mehr Wachstum

Rocket Internet legt nach. Die Berliner Unternehmensschmiede gibt 12 Millionen neue Aktien aus um mehrere hundert Millionen Euro einzusammeln. Zum Börsenschluss hatte der Kurs des Rocket-Papiers bei 53,80 Euro gelegen. Nach Bekanntwerden der Transaktion verlor die Aktie nachbörslich allerdings an Wert. Die neuen Anteilsscheine entsprechen rund 7,8 Prozent des bisherigen Grundkapitals, das entsprechend von 153 Millionen auf 165 Millionen Euro steigt.

Update vom 13. Februar: 589 Millionen Euro hat Rocket Internet durch die Kapitalerhöhung erlöst.

Im Rahmen der Transaktion werden Unternehmensangaben zufolge Aktien im Gesamtwert von 210 Millionen Euro von den bestehenden Investoren Baillie Gifford und United Internet erworben, die bereits ihre Teilnahme mit Kaufaufträgen zum Platzierungspreis bestätigt hätten. Die neuen Aktien werden den Angaben zufolge ausschließlich institutionellen Anlegern im Rahmen einer Privatplatzierung angeboten, die spätestens am morgigen 13. Februar beendet sein soll. Die Papiere sind ab dem 1. Januar 2014 gewinnanteilsberechtigt.

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Rocket plant nach eigenen Angaben, den Nettoerlös aus der Kapitalerhöhung „im Sinne seiner Strategie zu 
verwenden, Markführer in den bedeutendsten Internetsektoren aufzubauen“. Ein Schwerpunkt liege dabei auf Essenslieferdiensten: Nach den Investitionen in Delivery Hero, La Nevera Roja, Pizzabo und Talabat im Nahen Osten, sieht Rocket sich auf dem Weg, einen global führenden Essenlieferdienst zu etablieren. Entsprechend plane man, „den Nettoerlös aus der Ausgabe neuer Aktien zur Fortsetzung seiner Wachstumsstrategie und zur Erhaltung der finanziellen Flexibilität im Anschluss an die zuletzt getätigten Investitionen im Essenlieferdienstsektor zu verwenden“.

Seit dem IPO hat Rocket Internet insgesamt rund eine Milliarde Euro investiert – der Börsengang hatte rund 1,4 Milliarden Euro in die Kassen der Berliner gespült. Der mit Abstand größte Teil der Investitionen floss in den Lebensmittel-E-Commerce-Sektor, auch um Mehrheitsgesellschafter bei Abo-Anbieter HelloFresh zu werden.

Bild: NamensnennungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten von Matt Biddulph