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Wollen hoch hinaus: Rocket-Bosse Johannes Bruder, Oliver Samwer, Peter Kimpel und Alexander Kudlich (von links)

Siebzehneurodreiundvierzig. Oder in Zahlen: 17,43 Euro. Das war der Tiefststand der Rocket-Aktie am vergangenen Donnerstag. Und es war nicht einmal ein Drittel des Höchststands von gut 56 Euro vor ziemlich genau einem Jahr. Die gute Nachricht (für Rocket): In den Tagen nach diesem Tief ging es erst einmal bergauf. Gemächlich, aber erkennbar.

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Nun hat der Verkauf der Essenslieferdienste La Nevera Roja, PizzaBo „sowie anderen nicht zum Kerngeschäft gehörenden Essenslieferdiensten“ in der vergangenen Woche 125 Millionen Euro in die Kassen der Berliner Firmenfabrik gespült. Mit der Gründung des Rocket Internet Capital Partners Fonds vor wenigen Wochen hat Rocket Internet zudem die eigene finanzielle Abhängigkeit der Börse verringert, durch die Zusagen von Drittinvestoren zur Mitfinanzierung neuer Investments.

Damit scheint die Kapitalausstattung derzeit solide genug, um der Laune der Investoren noch einmal deutlich einen Anschub zu geben: Im Jahr 2016 sollen für bis zu 150 Millionen Euro Wandelschuldverschreibungen zurück gekauft werden, kündigt Rocket Internet an.

Börseninvestoren sind nicht überzeugt von Rockets Geschäften.

 

Die Schuldverschreibungen hatte Rocket kurz nach dem IPO ausgegeben – und seitdem lagen sie vielen Investoren quer im Magen. Durch den Rückkauf sollen die Zinskosten reduziert werden, heißt es von Rocket-Chef Oliver Samwer. Den Aktionären gefällt das natürlich: Auf bis zu 21,75 Euro stieg der Wert der Rocket-Aktie gleich nach Bekanntwerden des Rückkaufvorhabens kurzzeitig an. Ob das Rückkaufprogramm auch nachhaltig für gute Börsenstimmung sorgen kann? Antworten auf die offenen Fragen nach Gewinnen oder einem echten Zalando-Nachfolger bleibt die Firmenfabrik jedenfalls weiterhin schuldig.

Bild: Rocket Internet