Die Safe-Macher: Marius Blaesing (links) und Christian Wiens

Die Safe-Macher: Marius Blaesing (links) und Christian Wiens

Aus Heidelberg kommt eine App, die „eine professionelle Alternative zum klassischen Versicherungsvertreter“ sein will. Safe, so heißt sie, helfe bei der Beratung, dem Abschluss und der Verwaltung von Versicherungen, wirbt das Unternehmen. Und versichert: IHK-geprüfte Experten stehen dabei zur Seite. Die werden – das ist den Machern wichtig – nicht nach Provision, sondern nach der erreichten Kundenzufriedenheit bezahlt. „Normalerweise lagern Versicherungen in Aktenordnern. Mit unserer App lassen sich diese und auch zukünftige Schreiben leicht übertragen und verwalten, da wir eine Anbindung an die Versicherer haben“, erklärte Safe-CEO Christian Wiens im September im Gründerszene-Interview.

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Wiens ist in der Szene kein Unbekannter. Nach seinem Studium als Wirtschaftsingenieur an der TU Darmstadt und mehreren Stationen in der Finanz- und Automobilbranche gründete er die Restaurant-Reservierungsplattform Tablespots, die später mit dem Wettbewerber Gourmeo fusionierte und – nachdem eigentlich Ende 2012 das Aus verkündet worden war – im April 2013 an die Müller Medien Verlagsgruppe verkauft wurde. Bereits 2012 rief er die Safe-Muttergesellschaft Plan Forward, das Unternehmen hinter der App Safe, ins Leben. Unterstützt wird er dabei von Technik-Chef Marius Blaesing, der mit der zwischenzeitlich eingestellten sicheren Dropbox-Alternative Peakdrive ebenfalls Gründungserfahrung gesammelt hat.

Nun holt sich Plan Forward frisches Kapital. Beteiligt an der Finanzierungsrunde haben sich Rocket Internet, Check24-Vorstand Henrich Blase sowie Business Angel Oliver Roskopf. Wie viel Kapital geflossen ist, verraten die Beteiligten nicht. Nur so viel: Man wolle damit das „Experten-Team ausbauen und Safe bekannter machen“. Außerdem ginge es uns bei diesem Investment „nicht nur um finanzielle Mittel, sondern vor allem darum, mit den Investoren strategische Partner zu gewinnen, mit deren Know-how wir unser Modell weiterentwickeln wollen”, so Wiens.


Übersicht: Die wichtigsten Finanzierungsrunden der vergangenen Monate
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Erst im Januar konnte Westwing 25 Millionen Euro einsammeln. Im April gingen noch mal 30 Millionen an den Möbelshop. Das Geld kommt unter anderem vom Berlusconi-Clan. Im Bild: Die Westwing-Gründer Stefan Smalla und Delia Fischer; Quelle: Westwing

Bild: Plan Forward