In unserer neuen Serie stellen wir euch spannende Jobs der Startup- und Digital-Welt vor. Im dritten Teil geht es um die Leute, die das Geld reinbringen: die Account-Manager.

Account-Manager oder Key-Account-Manager werden oft zu den Sales- und Vertriebs-Leuten gezählt. Schließlich gehört es auch zu ihren Aufgaben, neue Kunden zu gewinnen. Doch in dieser Position wird nicht nur verkauft, es geht auch um Kundenservice. Ob vor Ort oder via Telefon – Kundenfragen müssen beantwortet und Schulungen durchgeführt werden. Bei Unternehmen mit einem großen Kundenstamm leiten Account-Manager oft ganze Teams, die sich um die Kundenbetreuung kümmern. Die Pflege und Vergrößerung des Kundenstammes ist vor allem im B2B-Geschäft wichtig.

Karsten Runge ist Director Account Management DACH beim Terminbuchungsportal Salonmeister, das sich auf Friseure und Kosmetikstudios spezialisiert hat. Er zeigt uns, was seine Aufgaben sind und wie sein Alltag so aussieht.

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Was sind Deine Aufgaben?

Als Director Account Management bei Salonmeister leite ich zwei Teams. Das eine Team schult die Mitarbeiter der Salons, wie sie unser System benutzen und Einstellungen an ihrem Profil vornehmen können, außerdem zeigt es ihnen, wie sie noch mehr aus ihrem Profil herausholen können, um neue Kunden anzusprechen. Das andere Team versucht neue Kunden für Salonmeister zu gewinnen. Natürlich bin ich selbst auch oft direkt vor Ort bei unseren Kunden. Zudem gebe ich auch Reports über Kennzahlen und die aktuellen To Dos an den CEO.

Was hast Du vorher gemacht und inwiefern bringt Dir das etwas für Deine Position als Account Manager?

Ich war vorher knapp acht Jahre bei Booking.com und Teil des Account-Management-Teams. Ich habe als einfacher Account-Mitarbeiter für Hotels in Deutschland angefangen, später habe ich die Teamleitung bekommen. In dieser Zeit habe ich auf jeden Fall viel gelernt, was mir heute hilft.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Dadurch, dass ich Personalverantwortung habe, ist es wichtig zu wissen, wie man mit seinen Mitarbeitern umgeht. Zu schauen, wie man sie motiviert und wo man sie unterstützen kann. Im Gegensatz zu etablierten Unternehmen ist es in einem Startup wichtig, immer offen für Veränderung zu sein und eine Hands-on-Mentalität zu besitzen. Dabei darf man natürlich das größere Ziel nicht aus den Augen verlieren. Da wir international tätig sind, ist auch Reisebereitschaft von Vorteil.


Der Arbeitsalltag von Karsten Runge in Bildern.

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Meeting in London mit meinem Counterpart. Durch den Firmenzusammenschluss von Wahanda, Treatwell und Salonmeister ist es nötig, dass wir die Arbeitsprozesse aufeinander abstimmen.


Was lernt man erst, wenn man den Job macht?

Ich hab gemerkt, dass unsere Kunden, also Leute in den Salons, genauso wie die Endverbraucher nicht so internetaffin sind, wie ich dachte. Bei vielen Friseuren liegt immer noch ein dickes Buch, in das die Termine mit Bleistift eingetragen werden. Für viele ist eine Umstellung auf eine digitale Kundenverwaltung schwierig. Naja, und so locker, wie man oft denkt, ist es in einem Startup dann eben auch nicht, man braucht schon Struktur.

Mit wem arbeitest Du zusammen?

Zum einen natürlich ganz eng mit den beiden Teams, die sich um Customer Service und Sales kümmern. Aber auch mit dem Marketing stehe ich in ständigem Kontakt. Ich habe auch noch Counterparts in Großbritannien und den Niederlanden, mit denen ich mich regelmäßig austausche. Zu guter letzt habe ich auch oft mit unseren Kunden zu tun. Sei es via Telefon oder direkt vor Ort.

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Was ist toll an Deinem Job und was nervt?

Toll finde ich, dass man mit verschiedenen Teams zusammenarbeitet und sieht, was dabei herauskommt. Das gibt einem das Gefühl etwas zu bewirken. Die Umsetzung von neuen Dingen dauert manchmal länger als gedacht, das kann schon mal nerven.

Willst Du noch etwas loswerden?

Ein Account-Manager sollte ein Allrounder im Bezug auf viele Themen sein. Der Job entwickelt sich täglich weiter, das Internet schläft nie. Sucht man also einen Job, den man überschauen kann, von dem man erwartet, dass man weiß, was morgen auf einen wartet, dann ist das der falsche Job.

Bilder: Karsten Runge

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