Sie dürfen zu den aktivsten Investoren Schrägstrich Gründern in der deutschen Webszene gezählt werden und gleichzeitig ranken sich bald ebenso viele Negativ-Mythen um sie wie erfolgreiche Exits auf ihrer Habenseite verzeichnet sind: Alexander, Marc und Oliver Samwer haben an mehr Internet-StartUps in Deutschland partizipiert als sonst ein Unternehmer. Ein Artikel im Manager Magazin greift die Geschichte der drei Brüder noch einmal kontrovers auf und heizt Diskussionen an – Grund genug für Gründerszene, den Werdegang der drei Brüder noch einmal stichpunktartig nach zu vollziehen.
Die Anfangszeit – Von Alando über Jamba bis heute
- Alando, 1999: Zusammen mit Jörg Rheinboldt, Max Finger und Karel Dörner gründen die Samwers das Online-Auktionshaus Alando, nachdem sie zuvor in den USA waren und sich verschiedene Internet-Modelle anschauten. Nach gerade mal rund sechs Monaten verkaufte das Gründerteam Alando an das Unternehmen, das sie selbst kopiert hatten: eBay übernahm Alando für stolze 50 Millionen D-Mark – der erste Exit der Samwers war geboren. Im Nachhinein bereute zumindest Oliver Samwer diesen Schritt, sei das Unternehmen doch angesichts des massiven Wachstums des Konzepts zu früh verkauft worden. Ebay-Gründer Pierre Omidyar soll laut “Stars des Internets” zum Verkauf sogar noch eine E-Mail der Samwer-Brüder mitgebracht haben, in der die drei Brüder den Aufbau eines eBay-Deutschlandablegers angeboten hatten – Zitat Omidyar: “Wenn wir aufmerksamer unseren Job gemacht hätten, hätten wir drei euch auch billiger haben können”.
- Jamba!, 2000: Im Jahr 2000 gründeten die drei Brüder Marc, Oliver und Alexander Samwer unter dem Namen Jamba! zusammen mit dem Handelskonzern Metro und dem Telekommunikationsdienstleister debitel einen Klingeltonanbieter, der zunächst ein Marktplatz für mobile Inhalte werden sollte, schon bald aber auf das lukrative Klingeltongeschäft umsattelte. Namentlich wohl von der amerikanischen Saftkette “Jamba Juice” abgekupfert, geriet Jamba! schon bald in den Ruf, mit Sparabos, die wie einzelne Downloads daher kamen, junge Benutzer bei MTV und VIVA hinter’s Licht zu führen. Wirtschaftlich tat dies keinen Abbruch: Vier Jahre nach der Gründung übernahm der US-Kommunikationskonzern Verisign den kontroversen Klingeltonanbieter für stattliche 273 Millionen US-Dollar, ein weiterer stolzer Exit für die drei Brüder aus Köln. Im Oktober 2008 wurde Jamba! dann von Rupert Murdochs News Corporation übernommen und in Fox Mobile Distribution GmbH umbenannt. Was folgte war der Niedergang des Klingeltonanbieters, ging Jamba! doch mit dem Aufkommen von Smartphones und fortschrittlicheren Handys das Geschäftsmodell verloren. Einer Massenentlassung Anfang 2010 schloss sich eine weitere Umbenennung in Jesta Digital an, nachdem Newscorp Anfang 2011 Jamba an die Jesta Group – wohl mit deutlichem Verlust – verkaufte. Zuletzt reduzierte Jamba! erneut seine Mitarbeiter und dürfte auf Dauer mangels Geschäftsmodell eher in verschiedene kleine Divisionen zerschlagen werden. Ein eher bitterer Verlauf nach potentem Exit für die Samwer-Brüder.
European Founders Fund – Vom Gründer zum Investor
- European Founders Fund, 2008: Nach zwei erfolgreichen Exits riefen die Samwers mit dem European Founders Fund (www.europeanfounders.com) – kurz EFF – im Jahr 2008 ein Vehikel ins Leben, mit dem sie die Seiten wechseln konnten und von Gründern zu Investoren wurden. Seither finanzierten sie mit dem EFF Unternehmen wie Bigpoint (www.bigpoint.net), Lokalisten oder MyVideo (www.myvideo.de). Sicherlich wurde hier (wie in der Branche üblich) auch das ein oder andere private Investment der Samwer-Brüder in der Portfolio-Übersicht aufgelistet, insgesamt wurde der European Founders Fund aber zum hauptsächlichen Investitionsvehikel der Jamba-Brüder.
- “Inspiration” aus den USA: Auch beim EFF blieben die Samwer-Brüder ihrem Kopiermotto treu und ließen sich namentlich in den USA inspierieren: Beim Founders Fund dürfte es mäßig gut angekommen sein, dass die drei Brüder aus Deutschland sich zur Namensfindung bei dem VC bedienten, zu dem auch Facebook-Investor Sean Parker zählt, und einfach ein “European” vor den Namen setzten.
- United Internet finanziert den EFF: Geldgeber der EFF-Fonds wurde vor allem United Internet (Web.de, 1&1). In 2008 hat United Internet 24,4 Millionen Euro in den EFF Nr. 1 für Beteiligungen an jungen Internet- und Technologieunternehmen investiert. Im Rahmen der vollkonsolidierten Fonds EFF Nr. 2 und EFF Nr. 3 wurden 24,5 Millionen Euro bzw. 50,1 Millionen Euro in Portfolio-Unternehmen investiert. In Summe brachte es der EFF so über alle seine Investment-Vehikel also auf 100 Millionen Euro aus den Taschen von United Internet. Nachzulesen sind diese Beteiligungen in den Geschäftsberichten von United Internet.
- Mitreden darf United Internet aber nicht: Im Rahmen der drei EFF-Fonds wurden zum 31. Dezember 2009 insgesamt 69 Beteiligungen gehalten und obwohl United Internet an den Fondsgesellschaften jeweils die deutliche Mehrheit hielt (66,67 Prozent von EFF Nr. 1, 90 Prozent von EFF Nr. 2 und 80 Prozent von EFF Nr. 3) konnte der Konzern gemäß Gesellschaftsvertrag keinen beherrschenden Einfluss, sondern nur einen maßgeblichen Einfluss bei den EFF Nr. 1 Gesellschaften ausüben. Auch wenn sich United Internet den Tagesaufwand wohl vom Hals halten will, ein etwas skurriles Konstrukt, bei dem United Internet zwei Drittel der Anteile besaß und doch keine Kontrolle ausüben konnte.
- United Internet auch als Geldgeber von Rocket Internet: Durch seine Anteile am European Founders Fund I ist United Internet auch an Rocket Internet beteiligt, dem Inkubator, den die Samwers 2007 an den Start brachten.
Rocket Internet – Gründungen am Fließband
- Rocket Internet, 2007: Rocket Internet (www.rocket-internet.de) brachten die Samwer-Brüder 2007 an den Start. Mit dem Inkubator aus Berlin widmet sich der Samwer-Clan der aktiven Neugründung von Internet-StartUps, wobei vor allem auf Internetseiten gesetzt wird, die bereits ein internationales Vorbild aufweisen können. Rocket Internet stellt seither Gründerteams zusammen, unterstützt diese beim Unternehmensaufbau, hilft bei Online-Marketing-Maßnahmen und IT-Strukturen. So produzieren die Samwers seit vier Jahren Unternehmen aus der Retorte und brachten Firmen wie FP Commerce (www.fp-commerce.com), Billpay (www.billpay.de) oder Netzoptiker (www.netzoptiker.de) hervor. Potenter Geldgeber von Rocket Internet wurde Holtzbrinck Ventures, das viele Samwer-Gründungen seither als Co-Investor begleitet.
- Kinnevik und Crédit Agricole finanzieren Rocket Internet: Im Dezember 2009 vermochten es die Samwer-Brüder mit der schwedischen Beteiligungsgesellschaft Investment AB Kinnevik und dem französischen Sparkassen-Pendant Crédit Agricole gleich zwei neue Geldgeber für Rocket Internet aufzutun. Crédit Agricole verband seinen Einstieg mit einer Finanzierung des kurze Zeit später offline gegangenen DealStreet, während Kinnevik für 35 Millionen Euro eine Minderheitsbeteiligung an Rocket Internet einging.
- Kauften die Samwers United Internet aus?: Gerüchten zufolge sollen die Samwers United Internet aus Rocket Internet herausgekauft haben, bevor frisches Kapital von AB Kinnevik fließen konnte. Aus den Finanzberichten von United Internet ist die Rückzahlung der Anteile am European Founders Fund I (welcher die Rocket-Internet-Anteile hält) nur bedingt ersichtlich, da 2009 sowohl Einzahlungen als auch Auszahlungen erfolgten (Monatsbericht von United Internet (PDF), via Exciting Commerce).
- “Dummes Geld”: Bei den mit Rocket Internet getätigten Investments war zuletzt auch des öfteren zu beobachten, dass sich die Samwers mit “dummem Geld” austatteten, also Kapital von Investoren, die von der Materie nicht allzuviel verstehen, lediglich an einer Diversifizierung ihres Kapitals interessiert sind und deshalb im Tagesgeschäft nicht viel reinreden. So investierte etwa Wursthändler Reinhold Zimmermann (Zimbo) bei Enamora/7Trends und beim Nischenshop-System FP Commerce, während der Klingel Versand (www.klingel.de) bei LadenZeile investierte und sich auch am Social-Games-Hersteller Plinga (www.plinga.com) beteiligte.
- Zalando, 2008: Der Schuhshop Zalando (www.zalando.de) war Ende 2008 eher als normal angelegte Gründung gestartet, entpuppte sich aber schon bald als vielversprechend und ist mittlerweile zum E-Commerce-Schlachtschiff herangewachsen. Orientiert am amerikanischen Vorbild Zappos entstand ein Zappos-Alando, oder kurz Zalando. Seither hat das Unternehmen aus Berlin zahlreiche Finanzierungsrunden durchgeführt und ist auch um ein Kleidungsangebot, einen Japan-Ableger und den Shoppingclub-Part Zalando Lounge zum Abverkauf alter Lagerbestände gewachsen. Bei letzterem dürften die bei BuyVip (www.buyvip.com) gemachten Erfahrungen der Samwers sehr hilfreich gewesen sein. Vor allem vermochten es die Samwers bei Zalando erstmalig, auch den Einzelhandelsriesen Tengelmann als Investor zu gewinnen, der zehn Prozent von Zalando übernahm. Inzwischen soll Zalando täglich siebenstellige Umsätze einfahren, eine immens hohe Burn-Rate (gerade im Marketing-Segment) haben und könnte zum ersten Börsengang der Samwers avancieren, sollten vorher nicht Shoppingriesen wie Amazon oder Otto (www.otto.com) zuschlagen.
- eDarling, 2009: Im Mai 2009 betraten die Samwers ein Feld, das sie durch iLove (www.ilove.de) bereits kannten: Dating. Mit eDarling (www.edarling.de) enstand eine Partnervermittlungsseite im Stile von Parship (www.parship.de) und ElitePartner (www.elitepartner.de), die seither ungemein schnell wuchs und mit Christian Vollmann den ehemaligen Geschäftsführer von iLove und MyVideo an Bord hatte – wie so manch anderer Samwer-Akteur auch, ein Kontakt aus Jamba-Zeiten. Das heikle: Nach dem Exit von StudiVZ wurden die Samwer-Brüder auch an Parship beteiligt und dürften ihr Wissen entsprechend zu nutzen gewusst haben. Bemerkbar soll sich dies laut Parship-Geschäftsführer Peter E. Schmid in einem harten Wettkampf machen. Es dürfte für einige Irritation bei Parship gesorgt haben, dass Investor Stefan von Holtzbrinck die Samwers nicht nur gewähren ließ, sondern sich über Holtzbrinck Ventures auch an eDarling beteiligte. Doch die Rechnung scheint aufzugehen: Nachdem eDarling in der Anfangszeit stark unter dem Jamba-Vorwurf litt, Nutzern teure Abos aufzudrücken, konnte dennoch ein massives Wachstum erzielt werden, mit der Folge, dass US-Vorbild eHarmony (www.eharmony.com) – angeblich zu einer hohen Bewertung – 30 Prozent von eDarling übernahm und allem Anschein nach eine gestufte Übernahme über eine Call-Put-Konstruktion vollzieht.
- Pleitegänge bei Rocket Internet: Doch nicht alle der von Rocket Internet ins Leben gerufenen Unternehmen sollten die Säuglingsphase überleben. DealStreet, ein Klon des deutschen Swoopo (www.swoopo.de), etwa musste im Mai 2010 aufgrund geschäftsmodelliinhärenter Probleme die Pforten schließen – illegale Konkurrenz aus dem Ausland und nicht-treue Kunden machten einen Weiterbetrieb unmöglich. Beautydeal, eine Shoppingseite für Beautyprodukte, wurde für DuMont Venture zum Verhängnis, das gemeinsam mit den Samwers investiert hatte und seine Beteiligung abschreiben musste, nachdem der Hauptlieferant von BeautyDeal auf Druck der großen Beauty-Hersteller einknickte. Der Dress-for-Less-Klon MyBrands hatte trotz guter Performance das Nachsehen gegenüber Zalando: Nachdem Zalando auch ins Kleidersegment strebte, waren sich die beiden Geschäftsmodelle zu ähnlich, weshalb sich die Altinvestoren gegen eine weitere Finanzierung entschlossen haben sollen und Mybrands in Zalando aufgehen ließen. Auch die Jobbörse eCareer musste sich nach längerem Kampf im August 2010 geschlagen geben. Zu stark war Experteer (www.experteer.de), das Pate für die Idee von Ecareer gestanden haben dürfte und ebenfalls als Jobbörse für höher dotierte Positionen funktionierte. Andere StartUps wie GratisPay wurden an Konkurrent SponsorPay (www.sponsorpay.com) zu einem wohl günstigen Preis verkauft oder wie 7Trends (www.7trends.de) und Enamora (www.enamora.de) einfach zusammengelegt.
Social-Network-Exits: StudiVZ, Lokalisten, Facebook
- Lokalisten, 2006-2008: Das vor allem in Süddeutschland erfolgreiche Soziale Netzwerk Lokalisten (www.lokalisten.de) veräußerten Alexander, Marc und Oliver Samwer gemeinsam mit einigen anderen Investoren zwischen 2006 und 2008 an ProSiebenSat.1, das seine mediale Reichweite nutzte, um das Produkt für eine breite Masse präsent zu machen. Kurz nach dem Verkauf begann Lokalisten dann gegen die deutsche Konkurrenz – allen voran StudiVZ – an Boden zu verlieren.
- StudiVZ, 2007: Am bis heute viel diskutierten 85-Millionen-Exit von StudiVZ (www.studivz.net) an Holtzbrinck waren die drei Samweraner ebenfalls beteiligt. Geschickt vermochten sie es, das Markthoch von StudiVZ für einen Bieterkampf zwischen Holtzbrinck und Springer-Chef Mathias Döpfner auszunutzen. Bei 85 Millionen Euro stieg Döpfner aus – wohl zu seinem Vorteil, der StudiVZ-Kauf gilt seither in der Szene als eine der größten Fehlinvestitionen, standen Preis und Nutzen für Holtzbrinck doch in keinem Verhältnis. Gerüchten zufolge, soll es nur zu dem Verkauf an Holtzbrinck gekommen sein, weil den Samwer-Brüdern dafür Anteile an Parship zuteil wurden – ein Setup, von dem die anderen Investoren nichts wussten, das sich bisher aber auch nicht belegen ließ. Besonders heikel: Mit eDarling gründeten die drei Brüder später selbst eine Partnervermittlungsseite, bei der das Wissen der Parship-Beteiligung behilflich gewesen sein dürfte. Glaubt man dem Manager Magazin, wollten sich auch die ehemaligen Hexal-Eigner Andreas und Thomas Strüngmann an StudiVZ beteiligen, erhielten die unter anderem dafür an die Samwers überwiesenen zehn Millionen Euro wohl aber kurz vor dem erfolgreichen StudiVZ-Exit zurück – das Geld wurde nicht gebraucht. Eine “Eskapade” soll laut StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani der Exitvertrag, gewesen sein, bei dem Holtzbrinck und die Samwers dem Gründer-Team übel mitgespielt haben sollen, weshalb sich Dariani seitdem in Gerichtsverhandlungen befinden soll.
- Facebook, 2008: Auch am weltweit größten Social-Network Facebook brachten es Alexander, Marc und Oliver Samwer auf eine Beteiligung. Kurz nach dem Verkauf von StudiVZ wurden die drei Brüder Anfang 2008 Teil der Investorenrunde von Facebook und dürften ihr Wissen um die StudiVZ-Interna angewendet haben, um Facebook bei seiner europäischen Expansion zu helfen. Erst vor kurzem verkauften die drei nun ihre Facebook-Anteile. Wie viele Anteile genau die Samwers bei Facebook hielten, ist unklar, es sollen aber weniger als die 1,6 Prozent von Microsoft gewesen sein, für die der Softwarehersteller 240 Millionen US-Dollar gezahlt hatte. Eingestiegen sind die Samwer-Brüder bei einer Bewertung von 15 Milliarden US-Dollar – aktuell wird Facebook mit rund 50 Milliarden US-Dollar bewertet. Angesichts dessen, dass Facebook zu den erfolgreichsten und am schnellsten wachsenden Webseiten der Welt zählt, ist eine Verdreifachung des getätigten Investments über drei Jahre doch recht enttäuschend. Vor allem mit Hinblick darauf, dass die Samwers in der Szene bisher hinter vorgehaltener Hand immer davon gesprochen haben, einen “Sonderdeal” unter der 15-Milliarden-Bewertung bekommen zu haben. Mit Google- oder Amazon-Aktien hätten die sonst so erfolgreichen Brüder wohl ähnlich viel verdient. Aber: “Wir haben unsere Anteile an Facebook verkauft, weil wir uns auf den Frühphasen- und Wachstumsbereich konzentrieren”, meint Oliver Samwer gegenüber dem Manager Magazin zum Ausstieg.
Das Kapitel Groupon CityDeal
- (Groupon) CityDeal, 2010: Das Jahr 2010 stand komplett unter dem Zeichen der Couponing-Seite Groupon. Jeden Tag lockt dort ein neuer Deal zu günstigen Preisen, wenn denn genug Abnehmer zusammen kommen und auch die Samwer-Brüder schickten mit CityDeal (www.groupon.de) einen Klon ins deutsche Copycat-Rennen. Nach und nach reduzierte sich die Anzahl der zu Beginn rund zehn Klone und CityDeal landet den größten Paukenschlag, als es im Mai 2010 durch Vorbild Groupon übernommen wird.
- Übernahme durch Groupon: Im Gegenzug sollen die drei Klingeltonbrüder mit geschätzten sieben bis zehn Prozent an Groupon beteiligt worden sein, was nach aktueller Bewertung einer Exit-Summe von bis zu 750 Millionen Euro entsprechen würde. Seither ist das ehemals als Mycitydeal gestartete Groupon-Geschäft einer der Hauptarme des Samwer’schen Internetkonglomerats, führen die drei Brüder doch für Groupon die Europa- und Asien-Expansion aus. Während der Ausbau in Europa unter Einsatz massiver Marketingmaßnahmen viel versprechend gelingt, hat der Samwer-Clan in Asien einige Probleme.
- Massenentlassungen: Doch wo viel Licht ist, da ist auch Schatten: Kurz nach seinem Verkauf entlässt das groß aufgeblähte CityDeal – mit 600 Mitarbeitern hatte das Unternehmen aus Berlin doppelt so viele Mitarbeiter für Europa wie Vorbild Groupon für den größeren US-Markt – einen Großteil seiner Mitarbeiter, spricht selbst jedoch nur von Entlassungen um vier Prozent. Damit kamen viele der Angestellten aber womöglich weiter als die beiden Mitgründer Sebastian Jost und Albert Schwarzmeier, die schon kurz nach der Gründung ihren Hut nehmen mussten.


>>Angesichts dessen, dass Facebook zu den erfolgreichsten und am schnellsten wachsenden Webseiten der Welt zählt, ist eine Verdreifachung des getätigten Investments über zehn Jahre doch recht enttäuschend.
2008 bis 2011 sind nur drei Jahre in denen das Investment verdreifacht wurde.
ad Facebook: “[...], ist eine Verdreifachung des getätigten Investments über zehn Jahre doch recht enttäuschend.”
Man hatte doch gelesen, sie haben 15 Mio. € reingesteckt, also jetzt ca. 45 Mio. € rausbekommen.
Über de facto 3 Jahre (und nicht 10?!) ist eine Verdreifachung dann aber doch nicht so schlecht, oder?
200% Gewinn in drei Jahren ist für einen VC ein schlechtes Ergebnis. Das hätte man auch mit Amazon oder Apple Aktien machen können.
Es waren wahrscheinlich noch nichtmal 200%, da es danach noch Verwässerungen gab für andere Investoren bei niedrigeren Bewertungen und für Mitarbeiter.
Kurz nach dem Investment der Samwers haben andere Investoren Secondaries an Facebook zu 3,x Mrd Dollar gekauft – die haben jetzt einen guten Ertrag (10x plus).
Im Markt sagt man auch: Das Geld stammt nicht vom EFF Fund sondern aus der PR-Kasse.
herrlicher Artikel, einige Ereignisse hatte ich gar nicht mehr so aufn Schirm. Leider spricht aber aus dem Artikel neben Rechtschreibfehlern –> “dummem Geld” , auch jede Menge Neid. Etwas neutraler gestaltet als Bericht würde das ganze professioneller dastehen lassen.
Als jemand der einge Etappen mit den Jungs bewältigt hat lautet mein Fazit – “nicht immer einfach aber saugut und erfolgreich” – Der Grund warum man sich zu einem Venture trifft ist es, um finanziellen Erfolg zu haben und nicht zum Fussball spielen.
Übrigends, kaufen und verkaufen lernt man schon als Kleinkind mit dem Kaufmannsladen. Manch einer kanns dann einfach eben besser, gell Lucas :-)
best TOM!
Rocket Inter Action GmbH —> :-)
Ich finde “den Laden” zwar auch teilweise sehr “zweifelhaft”, aber irgendwie wird hier bei jeder kleinen Möglichkeit gegen die 3 geschossen oder?
Allein das Bild oben mit den leuchtenden Augen finde ich etwas übertrieben… ;)
Ich glaube, daß es den Samwers ziemlich egal ist, ob jemand über sie schlecht schreibt. Fakt ist, sie haben sehr viel Geld verdient und viele Mitstreiter auch reich gemacht. Von denen hört man nichts, warum auch? Ich finde auch das Auftreten der Samwers im Vergleich zu ihrem Erfolg (Olli mal in Klammern gesetzt) durchaus zurückhaltend.
@Lucas & Keynes: Stimmt, drei Jahre, danke für den Hinweis. Ist aber immer noch nicht viel, wenn dann der Einsatz verdreifacht wird.
@Tom!: “Dummem” ist doch korrekt und wenn Du schon klugscheißerst (und dann auch noch falsch), würde ich ja darauf achten, selbst nicht zig Fehler zu machen.
was hier abgeht, irgendwie höre ich da wieder neid und missgunst. und was sollen diese roten augen auf dem bild? die samwers sind zwar harte internet tycoone aber das ist noch lange kein grund so unprofessionell über sie herzuziehen.
Einen ähnlichen Bericht könnte man wohl auch über die Polen-Gauner Bande hinter TEV verfassen
Lieber Joel,
wenn man davon ausgeht, dass Geld so etwas ist wie ein Wesen, dann hast du natürlich recht. Dann kann das Geld dumm oder nicht dumm sein und dann ist deine Schreibweise natürlich richtig weil sich das dumm eben in diesem fall auf das Geld bezieht. Der Verweis, dass dieses Geld von Investoren kommt die keine Ahnung von der Materie haben und das dieses Geld dann dadurch auch dumm geworden ist, weil Dummheit auf das Geld abgefärbt ist, hat mich dann einfach so durcheinander gebracht. :-)
Entschuldigung
lieben Gruss
TOM!
P.S. Frage: wird dieses Geld dann später Klug, wenn es dann bei erfahrenen Investoren gelandet ist durch die Fehlinvestition der Unerfahrenen?
“Wenn einem Deutschen ein Adjektiv in die Finger fällt, dekliniert und dekliniert er es, bis aller gesunde Menschenverstand herausdekliniert ist.”
Aus: Mark Twain: Die schreckliche Deutsche Sprache
@Joel: Einsatz verdreifacht ist nicht so wahnsinnig viel, aber was hätte man denn bei Facebook erwarten können? Eine aktuelle Bewertung von 150 Mrd. für eine Verzehnfachung? Wohl kaum. Also wenn zu spät eingestiegen.
@Hans Gustav: Über die “Polen-Gauner Bande” gibt es aber keinen Manager Magazin Bericht, weil die weniger Geld verdienen und ihnen deshalb nicht ganz so auf die Finger geschaut wird. Generell hört man aber über TEV auch weniger negative Berichte. Zumindest in meiner Wahrnehmung.
@Hans Gustav:
ähnlich, nur ohne den guten Track Record, die krassen Exits und die guten Connections.
> weil die weniger Geld verdienen
Können wir uns darauf einigen, dass – wenn das schon in den meisten Artikel nicht passiert – wenigstens in den Kommentaren ein wenig vorsichtiger mit Begriffen wie “Geld verdienen”, “Unternehmen” und “Unternehmer” umgehen?
Nur um mal ganz klar zu sagen, was die meisten hier vorgestellten Startups machen:
Die verkaufen 100-Euro-Scheine für 20-50 Euro. So sieht das Verhältnis Verlust zu Umsatz nämlich häufig aus.
PS: bin kein Fan der Brüder, nur steht ihrem miesen Stil immerhin noch viel Erfolg gegenüber, während TEV imo nix kann UND einen schlechten Ruf hat
@Sebastian: Ich habe nirgends behauptet die Unternehmen der Samwers oder von TEV würden Geld verdienen. Die Samwers verdienen Geld. Wenn Dir der Begriff verdienen nicht passt: Die Samwers machen Geld.
Nun, um das mal ganz neutral auszudrucken. Der Track record ist phänomenal und das Handeln aus wirtschaftlicher Sicht vorbildlich und gut durchdacht. Was mir nicht so zsuagt ist der extreme Mangel an Innovation. Durch die Marktmacht dieser Geschäftsmodelle werden wir in Deutschland immer maximal Zweitligaspieler bleiben. Die o.g. Zahlen klingen groß, aber schaut mal was die “Originale” so machen …
Hinzu kommt, dass sämtliche Kapitalgeber mit diesem Modell verwöhnt sind und das Wort “Risikokapital” ein wenig an Charme verliert, gibt es doch i.d.R. eine handfeste Bilanz auf der anderen Seite des Atlantiks. Und da Logos und Namen ja auch ähnlich sind, sollte das doch gut gehen und das kopierte Unternehmen vlt. sogar viel schneller auf den Schwirm bekommen, dass man das gleiche tut, nur quasi den Markt vorbereitet. Und damit habe ich auch den größten Vorteil für das Originalunternehmen genannt. Wie schwer ist es gescheite Leute zu finden, die lokale Expertise haben und voller Energie ein Geschäftsmodell in anderem Umfeld umsetzen? Da kommt einem sowas doch nur entgegen!
Wie schön wäre es, wenn so eine Entwicklung mal von Deutschland ausgehen würde …
“Ich bin doch der Pate des Internets! Warum bin ich nicht auf dem Titelblatt?! Ich habe doch extra eine große Leuchtreklame über die Eingangstür gehangen …”
Das denken grade wohl viele Hobby-VCs bei der Lektüre des neuen Manager-Magazins auf dem Klo ;-)
ich habe nie einen deal mit den jungens gemacht aber ich behaupte immer noch: ohne die samwers würde es in deutschland keine internet-szene geben und erst recht keine internet-unternehmen. in diesem sinne, danke für eure bemühungen, eure risikobereitschaft und die gier, die viele von uns mitreisst.
Die Samwers sind einfach schlau und schlichtweg richtig gut. Das ist es. Und manchmal geht was daneben und natürlich sind nie alle Beteiligten zufrieden. Am Ende zählt der Erfolg und der gibt ihnen Recht.
> Die Samwers machen Geld.
Damit machst Du mich soooo glücklich ;-)
> aus wirtschaftlicher Sicht vorbildlich
Ja, genau. So vorbildlich wie Karl-Theo aus wissenschaftlicher Sicht.
> ohne die samwers würde es in deutschland keine internet-
> szene geben und erst recht keine internet-unternehmen
Und ohne Apple keine Computer? Gehst Du in die Kirche?
In Deutschland gab es beides (Internetunternehmen und Szene) schon lange vor Alando.
Manager Magazin enthält aktuell einen Artikel mit ähnlicher Stoßrichtung. Ob berechtigt, weiß ich nicht. Aber solange Gründer bisweilen Sätze emittieren wie “Das machen die Samwers, also Finger weg, der Käse ist gegessen”, haben sie meinen Respekt.
Internetbetrüger
[...] Samwer-Brüder Phänomen Samwer-Brüder Sie dürfen zu den aktivsten Investoren Schrägstrich Gründern in der deutschen Webszene gezählt werden und gleichzeitig ranken sich bald ebenso viele Negativ-Mythen um sie wie erfolgreiche Exits auf ihrer Habenseite verzeichnet sind: Alexander, Marc und Oliver Samwer haben an mehr Internet-StartUps in Deutschland partizipiert als sonst ein Unternehmer. Ein Artikel im Manager Magazin greift die Geschichte der drei Brüder noch einmal kontrovers auf und heizt Diskussionen an – Grund genug für Gründerszene, den Werdegang der drei Brüder noch einmal stichpunktartig nach zu vollziehen. Gründerszene [...]
Die Samwer Brüder hatten ein günstiges Alter für den Einstieg, Ausbildung beendet und Erfahrung gesammelt, in der Zeit als das Web fahrt aufnahm.
Was aber das wichtigste ist, sie hatten immer einander, Blut ist dicker als alles andere, so konnten sie sich gut Positionieren und an allen Fronten gleichzeitig kämpfen.
Natürlich muss es auch Konflikte gegeben haben die gehören im Business dazu aber letztendlich hat es funktioniert und ist immer noch “einfacher” als wenn man alles allein macht.
Siehe Aldi und Lidl, die Albrechts waren anfangs zu Zweit und Herr Schwarz hat seinen Weg allein angetreten.
@ Sebastian (naanoo.com)
Ist das Presse – üblich zusammenhanglos zu zitieren?
Lies bitte erstmal meinen Post.
Der einzige Zusammenhang zu Guttenberg besteht wohl darin, dass naanoo gerade darüber schreibt?
> zusammenhanglos zu zitieren
Soll ich Deinen ganzen Aufsatz full-quoten?
> Der einzige Zusammenhang zu Guttenberg
Nö, beide (Guttenberg und die Samwers) gelten bzw. galten als Vorbilder. Und ich finde die Samwers im wirtschaftlichen Bereich ebenso wenig “vorbildhaft” wie Guttenberg im wissenschaftlichen Bereich. Beide haben gewisse Erfolge vorzuweisen, sind aber moralisch & gesellschaftlich zumindest zweifelhaft.
So, das war jetzt die Langversion ;-)
Kleine Korrektur: Alando wurde damals für 42 Mio. Dollar verkauft – das entsprachen damals knapp 100 Mio. DM.
Hmmm. Naja… nette Zusammenfassung einiger “Fälle”. Ich wäre auf jeden Fall sehr sehr vorsichtig, wenn ich mit diesen Leuten als Gründer zusammenarbeiten würde – so vorsichtig, dass ich es wahrscheinlich lassen würde… ;)
dieses wiederholte gefasel vom “dummen geld” ist ungeheuer arrogant. da es hier wohl in aller regel um neue geschäftsmodelle geht, wäre so gesehen auch das geld der vc’s dummes geld.
auch scheint außer Joel auch keiner in diesem zusammenhang überhaupt von dummen geld zu sprechen: http://www.google.de/search?hl=&q=%22dummes+geld%22+samwer&sourceid=navclient-ff&rlz=1B3GGGL_deDE338DE339&ie=UTF-8
Auch der Umgangston von Joel hier in den Kommentaren ist mehr als fehl am Platz.
Lass mal alle treffen und uns hauen :)
Daumen hoch für die roten Augen, ein bissl pieksen muss drin sein :)
@hempstar: Der Begriff “dummes Geld” ist in der Branche absolut gebräuchlich und beim Zimmermann-Einstieg hat mir sogar jmd. aus dem Hause Rocket berichtet, dass es genau darum geht, dass ein Investor seine Anlagen diversifizieren will und dafür nicht reinquatscht und dass das von manchen als dummes Geld bezeichnet würde.
Und wenn jmd. anonym gegen andere pöbelt, werde ich halt auch mal etwas weniger freundlich. Ich finde das nicht integer.
Als Autor sollte man eine Stufe freundlicher sein als die Poster die nicht dafür bezahlt werden und überlegen durch Höflichkeit und Argumente den Troll oder Diskussionsgegner beschämen. Als Gastgeber mischt man ja auch nicht bei jedem Ehestreit mit oder zettelt Schlägereien an.
“DAU” ist beispielsweise auch nicht immer abwertend gemeint, aber kürzer als z.B. “fehlbedienungssicher”. Allerdings sollte man das “Dumme Geld” dann auch um Anführungszeichen oder um “(nicht abwertend gemeint)” o.ä. ergänzen.
Auch weil der Begriff in Verbindung mit (vermutlich teilweise unrentablen) Filmfonds in Verruf gekommen ist und man die böswillige Interpretation vermeiden will.
“Lame Duck” klingt beispielsweise auch schlimmer als es ist, was die Qualitäts-Praktikantenpresse vor einigen Wochen natürlich nicht wusste.
“Schrott-Immobilien” sind eben keine Gammel-Häuser oder Bau-Ruinen. “Best Practice” oder “Best Man” oder “Godfather” sind auch abgeschwächter bzw. anders zu interpretieren. Texte die das besser machen werden auch eher akzeptiert und werden gerner gelesen als wenn erst das Forum oder Lexikon nachhelfen muss.
Davon abgesehen darf man ja nicht mal mehr Fahrschulen bewerten, Handwerkerpreise sammeln oder sonstwas, ohne bis vors Verfassungsgericht verklagt zu werden. 10-30% der Ideen bräuchten kein nennenswertes Personal oder Firmensitz: Twitter, Ebay, Social-Networks,… brauchen keine Arbeiter, Fabrikhallen, Waren-Lager, Post-Drehkreuz, Callcenter,… . Den Rest mietet man in der Cloud und halt ein paar Static Servers weltweit bei billigen Hostern wenn man schlau genug zum crypten und für Redundanz ist.
Craigslist hat 50 Mitarbeiter. Ebay hat 16.000 .
Internet ist oft kein politisch relevantes Geschäft, weil man eben keine hunderttausende Leute beschäftigen muss. Also ist es keine “Industrie” wie Krieg, Autobahnbau, Hotel-Bau, Tourismus-Mitarbeiter, Telefon-Überwacher, Leute-Schikanierer, Windkraft-Bauer … usw. . Also ist kein einziges Land interessiert, weil es halt keine “Jobmaschine” ist.
Bei ner anderen Wirtschaftspolitik bräuchte man die Samwers nur noch für Kapital-/Arbeiter-Intensive Ideen, also sowas wie Zalando.
Bester Artikel! Super Spannend und Interessant!
Groupon ist ja so nen schönes Beispiel: Klar ist es sehr bitter für zwei der drei Gründer jetzt nichts vom Kuchen abzukbekommen – aber mal ehrlich: Albert Schwarzmeier ist einfach nichtg so gut gewesen und wenn man sich mysporftbrands anschaut, muss man leider sagen: Er ist es immer noch nicht.
Albert hat ja vorher schon bei Beautydeal mit den Samwers gearbeitet – er wusste mit wem er arbeitet. Und nur Rumschreien und Drohen – das war selbst den Samwers bei Groupon zu wenig. Mysportbrands zeigts ja, dass er jetzt nicht wirklich so gut ist. Beratung wäre eher etwas für ihn – denn führen kann er nicht, der Albert.
Also so nen Aspekt sollte man auch bedenken, bevor man sagt: Der arme Gründer, der ausgenutzt wurde. Wer Beautydeal vergeblich hochgezogen hat und dann noch mal ne Chance bekommen hat und diese dann wieder in den Sand setzt und jetzt schmollt: Selber schuld, einfach nicht gut genug.
Oder gut genug für so nen Shoppingclub für Sport in der Nische – das ist ja imemrhin auch was, nur ne Nummer kleiner.
@ Sebastian (naanoo.com)
Deine belanglosen Kommentare zu jedem Beitrag langweilen einfach nur. Du hast mit deiner zweitklassigen Seite rein gar nichts auf die Reihe bekommen um postest wie ein wilder “Internetgott”. In Wahrheit wünscht du dir nichts sehnlicher wie mit einem der Samwer Brüder zu tauschen.
Und nein – es gab keine Internetszene vor Alando. Sonst wären so schräge Vögel wie du nicht drauf gekommen eine solch zweitklassige, erfolglose Seite wie naanoo.com ins Netz zu stellen, in der Hoffnung damit echtes Geld zu verdienen (so das es für mehr reicht wie einen Ikea Schreibtisch)
Just my 2 Cents
Warum war eigentlich noch kein Bild der TEV-Führungsriege mit roten Augen bei Gründerszene zu sehen? Und warum wird über TEV irgendwie nie negativ berichtet, obwohl es auch darüber einiges zu berichten gäbe? Kann doch nicht etwa daran liegen, das es da gewisse wirtschalftliche Abhängigkeiten zwischen TEV und Gründerszene gibt, oder? Wieviel am Bericht ist mal wieder nur “Schlechtmachen” der TEV-Konkurrenz und wieviel ist wirklich “realistisch”?
@Markus L.: Tue mir doch bitte den Gefallen und trage Deine Privatkriege mit Sebastian an anderer Stelle aus. Ich finde das unfair, hier gegen Kommentatoren zu pöbeln, es soll doch schließlich um den inhaltlichen Austausch gehen.
@Stefan: Was meinst Du, wie oft ich diese Platte schon zu hören bekommen habe? Wenn Du belegbare Hinweise auf TEV-Fehlverhalten hast und es einen aktuellen Aufhänger gibt, schaue ich mir das gerne an und bringe auch etwas dazu, wenn es passt. Ansonsten kann ich Dich in Sachen Kritik nur auf Artikel wie den zu Spreadshirts Entlassungen oder Amiandos Exit verweisen, das sind alles auch TEV-nahe kritische Texte.
@Markus L.
Du hast mich schwer getroffen. Ich werde jetzt meinen Ikea-Schreibtisch verlassen und mir das aktuelle Manager-Magazin in der Hoffnung kaufen, dass ein Samwer-Starschnitt drin ist. Den hänge ich mir dann über mein Bett und werde drei mal täglich zu ihm beten.
[...] Foto: Lunamarina | Dreamstime.com “Du hast mit deiner zweitklassigen Seite rein gar nichts auf die Reihe bekommen um postest wie ein wilder “Internetgott”. In Wahrheit wünscht du dir nichts sehnlicher wie mit einem der Samwer Brüder zu tauschen. Und nein – es gab keine Internetszene vor Alando. Sonst wären so schräge Vögel wie du nicht drauf gekommen eine solch zweitklassige, erfolglose Seite wie naanoo.com ins Netz zu stellen, in der Hoffnung damit echtes Geld zu verdienen (so das es für mehr reicht wie einen Ikea Schreibtisch)” (anonymer Kommentator bei Gruenderszene.de) [...]
Interessanter Artikel, bekommt man mal einen Überblick. Wird einem aber auch schwindelig bei den ganzen Aktionen… (kann mich noch an 1999 erinnern, da war ich zu Besuch bei einem Freund, der in dem Haus wohnte, wo im Hinterhofgebäude die Ebay-Kopie gegründet wurde – hätte ich mir damals nie vorstellen können, was sich daraus in der Folge alles ergeben würde).
[...] durch die Samwer-Brüder gegründet, hat der Klingelton-Anbieter Jamba wieder einen Besitzer- und damit auch einen [...]
[...] » Phänomen Samwer-Brüder [...]
Interessanter Artikel fürwahr. Und da einem viele der genannten Start-Ups und Erfolgsmodelle in ihrem Auftreten und Marketingverhalten gleich unsympathisch sind, fügt sich hier magisch zusammen, was zusammen gehört.
Es ist immer wieder erschreckend, für wie viele Menschen da draußen Geld einfach alles ist und wie sich viele gänzlich von Moral frei machen können, wenn ihr ekliges Geschäftsmodell nur genug Potte abwirft. Kombiniert mit den ganzen Spekulationen und Staatsfinanzierungen, die auf dem Kapitalmarkt, dem Parkett der Banken und Börsen so täglich passiert, ergibt sich die Fratze eines verkommenen Wirtschaftssystems, von dem man eigentlich nicht mehr ruhigen Gewissens Teil sein möchte. Leider mangelt es gehörig an passenden Alternativen. Was wohl auch der Grund ist, weshalb sich die Scheinwelt stetig maßlos weiter ausbreitet. Irgendwer wird den Bail-out schon bezahlen… :(
Wenn der Erfolg der Samwer-Brüder auf eine minimal komplexe Klon-Strategie reduziert werden kann, warum sind diese 3 Menschen dann in Deutschland maximal erfolgreich? Jeder gierige Neider könnte die Samwer-Klon-Strategie beliebig oft klonen (nachahmen, nachmachen, imitieren) und den Samwer-Erfolg damit drastisch reduzieren.
Haben alle anderen deutschen Techno-Gründer und deren Investoren also existenzielle evolutionäre Fitness-Probleme? Nein! Der “Samwer-Clan” ist für die deutsche Internet-Branche, was Bayern München für die deutsche Fußball-Branche ist: Ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Unternehmen, das die Öffentlichkeit maximal polarisiert. Viele lieben es, viele hassen es…
[...] Erfolg der Samwer Unternehmen basierte bereits von Anbeginn auf Kopieren amerikanischer Business Modelle inkl. einer gezielten Exit-Strateg…. Es mag glorifizierend klingen, aber ich bin sicher, dass davon durchaus einige Jungunternehmer [...]
Für den Unternehmertum-Standort DEUTSCHLAND sind die Samwers eine Blamage. Sie sind wie Hyänen die dann kommen wenn die Löwen in anderen Ländern eine Beute erlegt haben.
Wenn alle Startups nach ihrem Vorbild arbeiten würden hätten wir nicht mal einen Internetzugang. Ich plädiere für einen besseren Schutz des geistigen Eigentums durch eine öffentliche Debatte Anti-Copycat vs. Pro-Copycat. Wir brauchen eine neue Definition des Begriffs Erfolg, damit solche Jungs nicht auf die Snappsidee kommen sie wären erfolgreich.
Die Gefahr – Made in Germany – Steht es wieder für billige Imitate oder Originalität? Was ist der Ruf-Preis den ein Land zahlen muss damit solche Egoisten mit sich mit Zahlen schmücken können.
Ein erfolgsversprechendes System bei fast jedem Start Up dieser Brüder. Unglaubliches Talent neue Internetseiten zu popularisieren.
[...] Passend dazu bringt heise.de heute einen kurzen Artikel über einen “Krach in [der] Berliner Gründerszene”. Ein Disput soll aufgrund eines Aufrufs zur “anti-copycat revolution” entstanden sein: es geht dabei um die (nicht neue) Debatte, ob in der Digitalen Wirtschaft in Berlin/Deutschland “nur” kopiert oder auch eigene Inhalte erfunden werden. Der (m.E. völlig korrekt wiedergegebene) Eindruck: die großen digitalen Innovationen (d.h. Websites, Firmen, Projekte) stammen grundsätzlich aus den USA oder anderen Ländern wie China. In Deutschland hingegen beschränkt man sich ebenso grundsätzlich auf das Kopieren solcher Ideen. Beispiele: Alando, StudiVZ, Zalando. [...]
[...] Beitrag über die Samwer-Brüder [...]
[...] in Bonn betrieben wird. Da stellt sich sicher der Eine oder Andere die Frage, ob das von den Samwer Brüdern in Berlin inkubierte Zalando nun auch noch zum offline Copycat wird und jetzt offensichtlich die [...]
[...] Firmen super schnell executed und zu enormen Wachstum getrieben. Dabei fokussiert sich Rocket auf wenige Firmen im Jahr, was wiederum das Aus für anderen Gründungen bedeutet (vermutlich werden >10 Firmen im Jahr [...]
Wenn ich heute 100 Millionen Euro Startkapital hätte, würde ich auch mit Erfolg ein Startup Unternehmen nach dem Anderen etablieren. Es war einfach Glück der Samwers, dass sie zur rechten Zeit am rechten Ort die richtige Idee hatten.