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Die Berichterstattung über frisch gefundete oder jüngst gegründete Unternehmen wirkt schon beinahe einseitig, weil allzu oft der Name Samwer in Bezug auf neue deutsche StartUps fällt. Doch der Jamba-Clan ist einfach zu aktiv, um übersehen zu werden und auch wenn es Gründerszene schon nahezu unangenehm ist, gibt es doch wieder News vom EFF-Imperium.

Zuletzt wurde ja bereits viel über die Ecommerce-Odyssee der drei Brüder geschrieben, die bisher die Unternehmen 7trends (Mode), Beautydeal (Kosmetik), DealStreet (Penny Auctions), Enamora (Dessous), Ladenzeile (Shopping), Kinderwagen-Experte.de, Kirschkernkissen.deLampen-Experte.deNetzoptiker (Brillen) und Zalando (Schuhe) in diesem Segment ins Leben gerufen haben. Zum Mitzählen, dies sind elf Gründungen im Ecommerce-Bereich. Diesen schließen sich nun fünf weitere an, die auch Teil der Samwer-Unternehmungen sind.

Ecommerce die Erste: Ecards-and-more

ecards-and-more-deWie sich nun erst herausgestellt hat, zählt auch ecards-and-more.de bereits seit Juni 2008 zum Ecommerce-Imperium der Samwers, die über ihren Inkubator Rocket Internet 59 Prozent der Anteile halten. Neben den 20 Prozent von Gesellschafter Marcus Tober und den 21 Prozent der Stiller&Company GmbH halten die Samwers über Rocket die absolute Mehrheit mit 59 Prozent der Anteile. Zu diesem Unternehmen zählen auch die Plattformen grusskartenfreunde.de und grusskartenkoenig.de – Webportale für virtuelle und echte Grußkarten – sowie fotoland.de, bei welchem sich Nutzer selbst Fotobücher zusammenstellen können. Eine gewisse Relevanz erhält diese Meldung auch dadurch, dass die Jamba-Brüder bei myphotobook investiert waren und auf diese Weise entsprechende Branchenfachkenntnis angezapft haben könnten. Ein Aspekt, der immer häufiger in Moral-Diskussionen der VC-Szene auftaucht: Wie geht man mit Insiderwissen um, dass man in Verhandlungen oder Investments erhalten hat?

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Ecommerce die Zweite: Kolibrishop

kolibrishopDer Kolibrishop ist zwar schon etwas länger am Netz, doch wie jetzt aus Branchenkreisen bekannt wurde, ist auch dieser Shop für Streetwear und Sneakers eine Rocket-Gründung. Der Online-Shop und sein Fashion-Store in Mainz bieten rund 4.000 Produkte von über 90 ausgewählten Herstellern an. Zum Unternehmen KolibriShop.com gehören zusätzlich die Marken sneakersWorld.de und graffitiStyles.com – ein Sneaker- und ein Sprühershop. Der Kolibrishop gehört in etwa zu gleichen Teilen den Raketlern und Gründer Sascha Coldewey.

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Ecommerce-Duo:  fahrrad.de und fitness.de

internetstoresFahrrad.de und fitness.de sind beides Angebote der Stuttgarter internetstores AG, an der die Samwers im Juli 2008 genau 47.619 Aktien am Grundkapital von 297.619 Euro gezeichnet haben. Auf fahrrad.de können NutzerInnen Fahrräder und Fahrradteile kaufen und fitness.de bietet ein Ecommerce-Portal zum Thema Fitness. Die internetstores Gruppe ist so eines der erfolgreichsten Multi-Shop Ecommerce Unternehmen in Deutschland.

Aktivitäten im Dienstleistungssektor: Betreut.de

betreut-deAuch an Betreut.de, einer Plattform für haushaltsnahe Dienstleistungen halten die Samwer-Brüder einen nicht unerheblichen Anteil. Auf Betreut.de können Nutzer Betreuung sowohl finden als auch selbst anbieten und dies für die Bereiche Kinderbetreuung, Nachhilfe, Altenpflege oder Tierbetreuung. Das auch in der Schweiz und in Österreich vertretene Unternehmen gehört zu 46 Prozent Rocket Internet. Daneben sind jenseits der üblichen Verdächtigen auch Holtzbrinck Ventures mit 20 Prozent und Mutschler Ventures mit 10 Prozent investiert. Die SZ Capital Limited hält 19 Prozent an Betreut.de und ist vermutlich die Firma von Geschäftsführer Steffen Zoller.

Dass Betreut.de Teil des Rocket-Imperiums ist, war jedoch an und für sich schon bekannt. Neu ist hingegen der Umstand, dass im August eine Finanzierungsrunde erfolgte, bei der Steffen Zoller, Rocket Internet, Holtzbrinck und Mutschler ihre Anteile erhöhten. Steffen Zollers und Holtzbrincks prozentuale Anteile haben sich dennoch leicht verwässert, während die von Mutschler gleich blieben ist und der Rocket-Anteil um ein Prozent gestiegen ist. Gänzlich ausgekauft wurden Philipp Moeser und Jochen Maaß, die zuvor kleinere Anteile besaßen.

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