Reservierungs-Startup Resmio

Tischreservierungen online

Resmio (www.resmio.com), das Gastro-B-to-B-Startup aus Lüneburg, sichert sich im Zuge seiner ersten Finanzierungsrunde einen sechsstelligen Betrag von der eigens dafür gegründeten Beteiligungsgesellschaft der Verzeichnisverlage. Zu dieser Verlagsgruppe gehören fünf Herausgeber deutscher Verzeichnismedien, namentlich: die Heise Media Service und die Schlütersche Verlagsgesellschaft, sowie die Verlage Müller Medien, Josef Keller GmbH & Co.Verlags-KG und Dumrath & Fassnacht.

Als strategische Partnerschaft wurde eine Vertriebskooperation zwischen dem Startup und den Verzeichnisverlagen vereinbart. Außerdem soll die Resmio-Software in die Online-Portale „Das Oertliche“ (www.dasoertliche.de), „Das Telefonbuch (www.dastelefonbuch.de) und „Gelbe Seiten“ (www.gelbe-seiten.de) eingebunden werden. Die Jungfirma zieht nach Berlin. Auf dem Plan steht Wachstum durch Reichweitenausbau.

Vorbilder Luftfahrt und Hotels

Als „Intelligente Restaurant-Reservierung“ bezeichnen die Gründer Yasha Tarani und Michael Marder die Funktionsweise von Resmio.

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Anders als bei gängigen Reservierungs-Plattformen wie Opentable (www.opentable.de) und Book A Table (www.bookatable.de), soll hier ein Verfahren aus dem Hotelerie- und Luftfahrtbereich Anwendung finden. Resmio will bei ankommenden Reservierungen über Internet, mobile Endgeräte und Facebook-Seiten ein Ertragsmanagement gewährleisten, das nach eigenen Aussagen den Gastronomen zu einer besseren Auslastung ihrer Restaurants, besonders zu sogenannten Randzeiten, verhelfen kann.

Auch beim Monetarisierungsprozess wollen sich die Gründer von den Wettbewerbern auf dem Tischreservierungs-Markt abgrenzen: Nach Unternehmensaussagen stellt Resmio seine Software den Gastwirten kostenlos zur Verfügung und finanziert sich erst bei erfolgreicher Reservierungsvermittlung mit einem Festbetrag von 50 Cent pro Gast.

Von der Gourmeo-Pleite lernen

Trotz des Ehrgeizes der Resmio-Gründer bleibt abzuwarten, ob auf dem schwierigen Markt der Tischreservierung ein Bestehen neben großen Platzhirschen wie Open Table möglich sein wird. Selbst ein Startup wie Gourmeo (www.gourmeo.com) schaffte es nicht, trotz Fusion mit seinem Konkurrenten Tablespots (www.tablespots.de) und Essensrabatt von zuletzt 30 Prozent gegen eine Gebühr von fünf Euro, der Insolvenz zu entgehen. Nachdem Gourmeo inzwischen einen Abnehmer fand, verkündet die Startseite nun jedoch einen möglichen Relaunch im Herbst 2013.

Bild: Resmio