secucloud

Die Secucloud-Gründer Niels Christian Kaiser (o.l.), Aleksander Groshev (o.r.), Erick Gonzales (u.l.) und Dennis Monner (u.r.)

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Secucloud (www.secucloud.com) ist ein Hamburger Startup aus der IT-Security-Branche. Wir übernehmen aus der Cloud heraus die Überwachung aller mit dem Internet verbundenen Geräte, völlig unabhängig vom Betriebssystem. Egal, ob Mac, Windows, Android, Xbox und so weiter – alle Geräte werden mit unseren Systemen geschützt, auch unterwegs. Wir nutzen dabei High-End-IT-Security-Systeme, die normalerweise nur in Konzernen eingesetzt werden. In unserer Lösung ist außerdem der Service „Managed Security“ enthalten. Das heißt, dass Experten die Systeme rund um die Uhr überwachen und sofort neuste Updates aufspielen.

Wie seid Ihr auf Eure Idee gestoßen?

Private Haushalte und kleine Unternehmen haben in der Regel ein niedriges IT-Security-Level. Laufenden Schutz durch Experten (Managed Security) können sie sich nicht leisten. Die faktische Sicherheit ist dadurch für diese Zielgruppe sehr gering und lässt sich in etwa auf zehn bis 20 Prozent der technisch Möglichen beziffern. Für bestimmte Geräteklassen wie Mobilgeräte, Spielekonsolen oder Smart Home-Anlangen (beispielsweise Licht- und Heizungsanlagen, Kühlschränke, Türschlösser) gibt es außerdem derzeit keine vernünftigen Lösungen.

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Dennis, unser CEO, war Gründer und jahrelang Vorstandsvorsitzender eines großen internationalen Firewall-Herstellers. In seinen 14 Berufsjahren in der IT-Security Branche konnte Dennis immer wieder feststellen, dass Kunden Systeme mit vielen Features bestellt haben, von diesen aber nur einen Bruchteil aktiviert und davon auch nur die wenigsten richtig konfiguriert wurden. Der effektive Schutz war damit nur sehr gering. Die Kunden haben zwar technologisch hochwertige Security Produkte erhalten, konnten diese aber aufgrund mangelnder Fachkenntnisse, teilweise auch unter den IT-Administratoren, nicht ausreichend gut konfiguriert einsetzen.

Wer sind die Gründer, was habt Ihr vorher gemacht und wie habt Ihr zueinander gefunden?

Dennis (CEO) ist visionärer Unternehmer und war zuletzt Gründer und jahrelang Vorstandsvorsitzender des IT-Security-Unternehmens gateProtect AG. Die gateProtect AG ist ein weltweit agierender Anbieter von Unternehmens-Firewall-Lösungen. Im Juni 2012 gelang ihm damit ein erfolgreicher Exit.

Erick (CTO) war jahrelang Senior Software Archtitect bei international aufgestellten Securityherstellern, unter anderem der gateProtect AG. Zuvor war er Technischer Leiter bei Cisco Systems in Kanada. Erick ist Netzwerkexperte und leitet unsere Entwicklerteams. Wie jeder talentierte Tekkie liebt er es, etwas von Grund auf zu entwickeln und so musste Dennis ihn nicht lange überzeugen, zu Secucloud zu kommen.

Niels (CMO) hat für die Rehau Group, einen führenden Automobilzulieferer, im Marketing & Sales in England gearbeitet. Dort war er für internationale Marketingprojekte verantwortlich. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er Leiter der Marketingabteilung eines Unternehmens im Gesundheitswesen und trug wesentlich zur erfolgreichen Expansion bei. Dennis kennt Niels aus seinem Freundeskreis und dieser war schnell begeistert von der Idee und dem Projekt.

Prof. Dr. Pohlmann ist 15 Jahre lang erfolgreicher Unternehmer im Bereich IT-Sicherheit bei KryptoKom und Utimacogewesen. Heute ist er renommierter Professor im Fachbereich Informatik für Verteilte Systeme und Informationssicherheit und Direktor des innovativen Instituts für Internet-Sicherheit (if(is)) der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Außerdem ist er Mitglied in der Taskforce „IT-Sicherheit“ und berät unter anderem auch die Bundesregierung in IT-Sicherheitsfragen.

Dennis hat Herrn Prof. Dr. Pohlmann auf einer Veranstaltung kennengelernt. Herr Prof. Dr. Pohlmann war aufgrund seiner Aktivitäten im Bundesministerium bereits länger auf der Suche nach einer geeigneten Lösung für private Haushalte und kleine Unternehmen und fand den Ansatz von Secucloud so gut, dass er gleich eingestiegen ist.

Aleksander (Projekt Manager) ist studierter Betriebswirt und hat zuletzt bei Philips in der Entwicklung gearbeitet, wo er einen guten Freund von Dennis kennenlernte. Dieser hat seine Leidenschaft für Startups entdeckt und die beiden schließlich zusammengebracht. Bei Secucloud leitet Aleksander zahlreiche Projekte und unterstützt außerdem Dennis im operativen Tagesgeschäft.

Was ist Euer USP und was macht Ihr anders als alle anderen? Was hat es mit der SecuBox+ auf sich?

Mit der SecuBox+ können wir kleine Unternehmen, private Haushalte sowie verteilte Systeme vor den exponentiell steigenden Internet-Bedrohungen schützen und Viren, Trojaner, Phishing, Botnetze, Spam, Würmer und Spyware effektiv bekämpfen. Der Kunde bekommt die SecuBox+, welche ihn mit unseren Sicherheitssystemen verbindet. Unser Secucloud System übernimmt dann die Überwachung aller mit dem Internet verbundenen Geräte, egal ob Windows PC, Mac, Linux, iPhone, Android, Windows Phone, Tablet, Spielekonsole oder Smart-Home-Anlage.

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Unsere Kunden bekommen so Zugang zu High-End IT-Security-Systemen, die sonst nur in Konzernen Einsatz finden und ein großes laufendes Budget erfordern. Wir bündeln den Internetverkehr der Kunden in der Cloud und leiten ihn durch unsere Systeme. Dies erlaubt es den Usern, das qualitativ gleiche Sicherheitsniveau zu erreichen, wie es Großunternehmen gewohnt sind.
Aus Sicht des Kunden sprechen viele Gründe für unsere Sicherheits-Lösung:

  • Technologie

Wir bieten ein umfassendes und automatisiertes Sicherheitssystem für jedes Netzwerk, unabhängig von Betriebssystem, Art des Geräts oder IP-Adresse. Das Zusammenspiel unserer verschiedenen Systeme wird in einem Hauptsystem vernetzt und ist bisher einmalig. Mit unserer Technologie ist es zudem auch erstmals möglich, mobile Geräte unterwegs auf Enterprise-Level abzusichern.

  • Einfache Bedienbarkeit

Secucloud benötigt im Vergleich zu anderen Security-Systemen im Firmen- und Heimnetzwerk keine lokale Installation auf den Geräten. Für die Nutzung im mobilen Umfeld wird lediglich eine einfache App installiert. Es werden alle Geräte, die mit den Secucloud-Systemen verbunden sind, abgesichert – egal ob Drucker, Xbox, Smart TV und so weiter. Das Webinterface ist außerdem intuitiv zu bedienen und in wenigen Minuten eingerichtet.

Ihr sammeltet gerade erst Kapital über Seedmatch und Kickstarter ein. Weshalb zwei Portale und wie waren eure Erfahrungen?

Wir sprechen auf den Plattformen verschiedene Zielgruppen an und verfolgen unterschiedliche Ziele. Über Seedmatch konnten wir Kapital einwerben, das wichtig für unser Wachstum ist, bei Kickstarter möchten wir testen, wie unser Produkt auf dem amerikanischen Markt und vor allem beim Privatanwender ankommt.

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Seedmatch gemacht. Die Leute, mit denen wir dort gearbeitet haben, sind wirklich sehr professionell. Außerdem konnten viele neue und wichtige Kontakte sowie Geschäftspartner gewinnen. Das Kickstarter-Projekt läuft noch an. Hier besteht die Herausforderung darin, dass wir sehr gute PR-Arbeit leisten müssen, um aus der Masse an Projekten (über 2.000) hervorzustechen. Das ist nicht ganz einfach, aber wir sind guter Dinge.

Bild: Secucloud