OpenSocial bei der VZ-Gruppe

Deutschlands größtes Soziales Netzwerk, die VZ-Gruppe hat ein für sie neues Konzept zum Thema OpenSocial vorgestellt. Auf der Pressekonferenz deutete CEO Markus Berger-de León an, was das neue Programm für die drei Netzwerke des Hauses bedeutet und womit die Mitglieder rechnen können.

Zum ersten Mal können externe Programme, sogenannte Apps in die Nutzerprofile von schülerVZ, StudiVZ und meinVZ eingebunden werden. Bei den Applikationen handelt es sich größtenteils um Games, wie sie auch schon beim englischsprachigen Facebook seit Längerem bereits zu den meistgenutzten Funktionen der Seite gehören.

screenshot-ubersicht-meineZum Start des OpenSocial Konzepts bei der VZ-Gruppe stehen den Nutzern bereits eine Vielzahl von Apps zur Verfügung. Hierbei handelt es sich unter anderem um Social Games wie Brain Buddies von Wooga oder um die Online-Karaoke-Version Mikestar. Zusätzliche Angebote wie die Apps von pizza.de oder Spendino überführen das Konzept aber auch in Bereiche wie Lieferdienste oder Fundraising. Ähnlich dem App-Store von Apple haben die Entwickler die Möglichkeit, ihre Programme beim VZ-Netzwerk einzureichen. Die interne Kontrolle soll laut Unternehmensleitung die Qualität steigern. Ziel ist nicht ein Angebot von zehntausenden Programme zu präsentieren, sondern eine eher kleine, überschaubare Auswahl qualitativ hochwertiger Apps den Nutzern zur Verfügung zu stellen.

Zu einem späteren Zeitpunkt, geplant ist das zweite Quartal 2010, soll zudem eine Bezahlfunktion für virtuelle Güter mit in das Projekt einfließen. Diese soll, trotz der im allgemeinen jüngeren Nutzer auch für schülerVZ gelten. Die Erwartungen in diesem Bereich wurden nicht näher beschrieben, handelt es sich doch um ein völlig neues Konzept für die VZ-Gruppe.

Dem großen Thema Datenschutz wurde dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt und ein interessanter Lösungsansatz präsentiert. Mit Hilfe einer vorgeschalteten, individuell anpassbaren Visitenkarte hat der User die volle Kontrolle über die verwendeten Daten. Bevor das installierte Programm gestartet wird, erhält der Nutzer die Möglichkeit, die Daten festzulegen, welche an die Entwickler gesendet werden. Ob dabei ein Klarname oder Pseudonyme verwendet werden oder das Profilbild mit angezeigt wird, liegt im Ermessen des Nutzers. Dabei steht es dem Nutzer auch völlig frei, wieviele von diesen Visitenkarten er anlegt. Selbstverständlich können auch Freunde für die App geworben werden mittels eines Kontaktformulars.

Die an die Rechner des VZ-Netzwerkes übermittelten Daten werden zu keiner Zeit an Dritte weiter gegeben, wie Berger-de León zusichert. Außerdem werden sofort nach Löschung von der Profilseite die Informationen über den Nutzer gelöscht. Zudem verpflichten sich die Anbieter der Apps zur Löschung der Daten innerhalb bestimmter Parameter.