Das Simscale-Team

SimScale: Kostengünstige Simulations-Software

Earlybird beteiligt sich an SimScale: Der Berliner VC investiert gemeinsam mit den Altinvestoren High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bayern Kapital und mehreren Business Angels einen unbekannten Betrag in das Münchner Startup.

SimScale entwickelt und vertreibt eine Plattform für ingenieurtechnische Simulation, die vollständig webbasiert ist. Anders als bei herkömmlichen Simulationsmethoden erlaubt die Plattform, selbst aufwendige 3D-Simulationen – beispielsweise in den Bereichen Strukturmechanik, Akustik oder Thermodynamik – lediglich mit einer Internetverbindung und einem modernen Browser umzusetzen, wirbt das Unternehmen. „Die klassische Simulationssoftware und die notwendige Rechenhardware ist sehr teuer und die Benutzung erfordert viel Wissen“, so Mitgründer David Heiny im Gespräch mit Gründerszene. „Mit SimScale wollen wir die technischen und finanziellen Hindernisse überwinden und Simulation auch für ein breites Nutzerspektrum anbieten.“

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„SimScale nimmt sämtliche Hürden aus der Simulationstechnologie und macht diese einem wesentlich breiteren Anwenderspektrum zugänglich als das mit traditionellen Methoden der Fall ist“, sagt Hendrik Brandis, Partner bei Earlybird. „Das ist ein klassischer Fall von Disruption.“

Mit dem frischen Kapital will das Münchner Unternehmen die Software weiterentwickeln, um weitere Industriesparten anzusprechen.

Die Idee für SimScale kam David Heiny und seinen vier Mitgründern Vincenz Dölle, Anatol Dammer, Alexander Fischer und Johannes Probst während des Studiums an der TU München. Nach der Ausgründung 2011 und der Entwicklung eines Prototypen investierten Anfang 2013 der HTGF, Bayern Kapital und mehrere Business Angels in der Seedrunde. Im Herbst 2013 kam die erste Version der SimScale-Plattform auf den Markt. „Wir wollten Simulation unbedingt webbasiert anbieten und haben gesehen, dass das bei den Kunden sehr gut ankam“, sagt Heiny. Ein großer Vorteil ist seiner Meinung nach, dass die Kunden die Software zunächst kostenlos testen können.

Mittlerweile hat SimScale nach eigenen Angaben 5.000 Nutzer aus der ganzen Welt. „Das sind hauptsächlich kleinere und mittelständische Unternehmen aus den unterschiedlichsten Industriezweigen“, so Heiny. Ob auch große Konzerne wie Bosch oder Siemens dabei sind, will der Mitgründer nicht kommentieren. Auch zu Umsatzzahlen schweigt sich das Startup aus.

Screenshot einer Simulation von SimScale.

Bilder: Simscale