Skoobe

Einen pauschalen Preis bezahlen und dafür jeden Monat Bücher ausleihen. Das Startup Skoobe aus München arbeitet mit einigen großen Verlagen zusammen und bietet eine Flatrate für E-Books an. Ein günstiges Angebot für manche Leser, an einigen Stellen weist es aber auch Schwächen auf.

E-Books zum ausleihen

Bücher, so viele man will. Das Münchner Startup Skoobe (www.skoobe.de) bietet eine Flatrate für E-Books an. Für 9,99 Euro bekommen Nutzer Zugriff auf eine Datenbank von 13.000 Büchern. In der momentanen Testphase können Nutzer so viele Bücher leihen und lesen wie sie wollen, ab März 2013 bekommen Nutzer nur noch zwei Bücher für ihr Geld.

Die Skoobe GmbH wurde 2010 von den Verlagsgruppen Random House (gehört zu Bertelsmann), Georg von Holtzbrinck und Arvato (gehört zu Bertelsmann) gegründet. Geschäftsführer sind Christian Damke, der die kaufmännische Leitung des Unternehmens übernommen hat und Henning Peters, der sich um die technische Leitung kümmert. Der Name Skoobe steht übrigens für E-Books rückwärts gelesen.

Das Angebot läuft über eine eigene App, die es für iOS und seit kurzem auch für Android gibt. Nutzer können über die App auf die gesamte Bibliothek zugreifen, die Bücher anlesen und gegebenenfalls ausleihen. Die Flatrate läuft jeweils für 30 Tage und wird automatisch verlängert, solange sie nicht gekündigt wird.

Scoobe App

Nicht für jeden Leser geeignet

Für Musik gibt es unbegrenzte Musik-Flatrates schon für fünf Euro im Monat – lohnenswert, da einzelne Songs oft schon einen Euro kosten – so erscheinen knapp zehn Euro für zwei Bücher im Monat relativ teuer. Musik ist jedoch nur bedingt mit Büchern vergleichbar, da lange nicht so viele Bücher im Monat konsumiert werden, wie Musiktitel gehört werden. Viele Bestseller kosten zehn Euro oder deutlich mehr, für sehr beständige und eifrige Leser kann sich das Abo also lohnen.

Die Flatrate ist nicht für jeden geeignet, ein E-Book von Amazon zum Beispiel gehört dem Käufer, er kann es in sein virtuelles Regal stellen und immer wieder nachlesen, was besonders bei Sachbüchern wichtig ist. Will ein Leser in einem Buch nachlesen, was er vor einiger Zeit ausgeliehen hatte, muss er das Buch nochmals ausleihen und erreicht damit sehr schnell seine monatliche Begrenzung von zwei Büchern.

Dazu kommt die eingeschränkte Auswahl, wer kein passendes Buch findet, zahlt trotzdem. Einen Hinweis darauf hat Spiegel Online gegeben, das Magazin verglich Skoobes Angebot mit seiner Bestsellerliste – drei der Bücher auf der Top-Ten-Liste sind bei Skoobe verfügbar. Nach einem Durchbruch, wie in der Musikindustrie, sieht das Modell bisher noch nicht aus.