Das Münchener Unternehmen Slideflight ist kein gewöhnliches Startup. Hier gibt es nicht das obligatorische Gründerduo, das auf der Studentenparty beim Bier plötzlich die Wahnsinnsidee für eine App hatte. Denn: Die Slideflight-Gründer Philip Franta und Georg Kremer bewarben sich für die Position über eine Jobanzeige im Internet.

Die Idee zu dem Präsentations-Sharing-Konzept des Unternehmens entstand in den Reihen der Beteiligungsgesellschaft Senovo aus München, wo Franta und Kremer dann gecasten wurden. Der VC Senovo, der normalerweise nur in Startups investiert, hält laut Franta zurzeit 100 Prozent der Unternehmensanteile. Er und Geschäftsführer Kremer seien derweil über virtuelle Anteile am Unternehmen beteiligt. Zu weiteren Details der Beteiligung wollte sich Franta nicht äußern. Und vom Gründungsinvestor Senovo gibt es nun auch Kapitalnachschub: eine siebenstellige Summe.

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Mit dem Tool des Startups können Nutzer, die Vorträge halten, ihre Präsentation an die Zuhörer freigeben. Mit einer sechsstelligen ID-Nummer können diese dann vor Ort über die Slideflight-App oder den Browser auf die Präsentation zugreifen und in Echtzeit verfolgen. Für spätere Nutzung kann die Präsentation als PDF gespeichert werden.

Das Unternehmen ist keine klassische Neugründung. Wie im Handelsregister zu sehen ist, handelt es sich um eine Vorratsgesellschaft, die von der Blitzstart Holding AG im Juli 2015 aufgezogen wurde. Erst im Dezember übernahmen dann Franta und Kremer die Gesellschaft. Auf Nachfrage von Gründerszene, warum nicht neu gegründet wurde, sagte Mitgründer und COO Franta, man habe damit Zeit sparen wollen.

Bild: Slideflight