Sommelier Prive

Die eigene Geschäftsidee vor potenziellen Geldgebern und anderen Interessierten zu pitchen, ist eine der Fertigkeiten, die jeder Gründer beherrschen sollte. Und da ein Fahrstuhl ein reichlich ungeeigneter Ort dafür ist, haben junge Startups im Format „Frischlingsfragen“ von nun an die Möglichkeit, sich und ihr Geschäftsmodell kurz und präzise vorzustellen: Gründerszene stellt zehn Fragen, und dieses Mal antwortet Sommelier Privé (www.sommelier-prive.de).  

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind ein Online-Weinanbieter im Premium-Segment, der sich zu 100 Prozent drei Dingen verschrieben hat: erstklassiger Qualität, erstklassiger Beratung und dem persönlichen Geschmack jedes einzelnen Kunden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, arbeiten wir mit einem Spitzensommelier aus der Zwei-Sterne-Gastronomie zusammen: Arno Steguweit. Arno wählt aus, welche Weine wir in unseren individualisierten und vordefinierten Weinpaketen anbieten. Und mit Arno haben wir unseren Online-Geschmackstest entwickelt, auf Basis dessen Kunden Weine empfohlen bekommen, die genau ihren Geschmack treffen.

2. Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid Ihr auf Eure Idee gestoßen?

Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, online neue tolle Weine zu entdecken, die zu meinem Geschmack passen, ohne dabei auf das Kauferlebnis und die Beratung aus dem Weinladens meines Vertrauens verzichten zu müssen. Arno wiederum hat einen Weg gesucht, mehr Weininteressierte an seinem Wein-Know-how sowie seinen Tipps und Tricks aus der Sterne-Gastronomie teilhaben zu lassen.

3. Noch wichtiger als die Idee ist häufig das Team. Wer sind die Gründer, was habt Ihr 
vorher gemacht und wie habt Ihr zueinander gefunden?

Gegründet haben Sommelier Privé Arno und ich (Marc Phillip Clemens), wobei uns schon vor der Gründung und ganz besonders in der Zeit danach viele Unterstützer wichtigen Input geliefert haben. Seit Gründung arbeiten wir in einem vielseitigen Team aus Designern, einem studierten Psychologen aus der Beratung, einer italienischen Germanistin und passionierten Winzern/Weinwirtschaftlern.

4. Viele Gründungsideen sind nicht gänzlich neu. Was ist Euer USP und was macht 
Ihr anders als alle anderen?

Unsere Haupt-USPs sind natürlich die Personalisierung auf den Geschmack des Kunden und die Weinauswahl durch einen von Deutschlands besten Sommeliers. Im Gesamten unterscheiden wir uns weiterhin von den bestehenden Playern dadurch, dass wir großen Wert auf die emotionale Komponente des Weinkaufs- und –Genusses legen. Im Detail heißt das: ausführliche Beschreibungen zu Wein, Winzern und Region und ein besonderes Augenmerk auf hochwertige Verpackung und Kundenansprache.

5. Zum Business: Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das
Marktpotenzial?

Zuviel können wir natürlich nicht verraten, aber das Geschäftsmodell basiert auf einem Curated-Shopping Modell als Abonnement, mit dem wir das Premium-Segment des Weinmarktes bedienen. Die Monetarisierung basiert wie bei jedem Händler auf einer perfekten Nutzung der Handelsmarge. Und keine Angst, der Markt ist groß genug: etwa sechs Milliarden Euro Marktwert für Premiumwein allein in DACH.

6. Ideen umzusetzen kostet Geld. Wie finanziert Ihr Euch?

Größtenteils sind wir aktuell eigenfinanziert, mit ein bisschen Hilfe von Business-Angels.

7. Gibt es etwas, das Euch noch fehlt? Ein Mitarbeiter, ein Investor oder ein Büro?

Wie die meisten Internet Startups in Berlin suchen wir stets nach fähigen php-Entwicklern und auch bald nach VCs für unsere Series A.

8. Gibt es ein großes Vorbild für Euch?

Batman. Achso, und Jesus wegen dieser Wasser-Wein-Geschichte.

9. Stellt Euch vor, Ihr könntet ein Lunch gewinnen. Wen würdet ihr aus der deutschen
Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Christian Vollmann und alle aus der Weinbranche, die Interesse am Aufrollen der Weinwelt haben.

10. Wo steht Ihr heute in einem Jahr?

Viel gelernt, groß gewachsen und immer noch so viel Spaß bei der Arbeit wie heute.