Universal hat viele der berühmtesten Künstler unter Vertrag: U2, Rammstein oder Katy Perry zum Beispiel (hier im vergangenen Jahr bei einem Konzert in Berlin)

Es ist ein Riesenschritt für SoundCloud: Die Berliner Musikplattform hat endlich eine Lizenzvereinbarung mit dem Plattenlabel Universal abgeschlossen. Damit hat das Startup nun neben einer großen Zahl von Indie-Labels und der britischen Rechteverwertungsgesellschaft PRS auch zwei der drei Major-Labels an Bord: Schon seit November 2014 existiert ein Deal mit Warner Music, immer noch verhandelt wird mit Sony.

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„Die Mehrheit der Musikindustrie ist nun unser Partner“, kommentierte Gründer Alexander Ljung den Deal gegenüber der New York Times. Universal, eine Tochter des französischen Medienkonzerns Vivendi, ließ sich offenbar erst auf die Vereinbarung ein, nachdem SoundCloud versprochen hatte, zeitnah einen kostenpflichtigen Premium-Dienst einzuführen. Außerdem darf Universal bestimmen, welche Künstler und welche Werke in welcher Länge kostenfrei verfügbar sein werden. Die Plattenfirma bekommt zudem Zugang auf die Daten und Analysetools der Plattform.

Den Premium-Dienst will das 2007 gegründete Unternehmen in diesem Jahr endlich einführen. Zuletzt strukturierte SoundCloud dafür auch intern um und entließ eine Reihe von Mitarbeitern. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Firma der Gründer Alexander Ljung und Eric Wahlforss im vergangenen Jahr einen Kredit über 32 Millionen Euro aufgenommen hatte und sich für Anleihen in Höhe weiterer 65 Millionen die Erlaubnis seiner Investoren einholte. Aktuelle Unternehmenszahlen zu SoundCloud sind nicht bekannt – die jüngsten öffentlichen Ergebnisse stammen noch immer aus dem Jahr 2013.

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