david fuchs martin twellmeyer rob rebholz spaceways rocket internet

Nicht mehr dabei: Die SpaceWays-Gründer David Fuchs, Martin Twellmeyer und Rob Rebholz (von links)

Große Worte von Oliver Samwer im vergangenen Sommer: Rocket Internet solle noch schneller wachsen. Ein Beispiel lieferte die Firmenfabrik kurz darauf mit dem Einlagerungsdienst SpaceWays. Von der Idee bis zum Launch in London habe es nur zwei Monate gebraucht, verkündete Rocket zum Start. Damit sei SpaceWays das Projekt mit dem kürzesten Vorlauf der Unternehmensgeschichte.

Hätte sich die Firmenfabrik mehr Zeit lassen sollen? In der Investoren-Präsentation des jüngsten Halbjahresberichts ist zu lesen, dass das Geschäft von SpaceWays „de-emphasized“, also zurückgefahren, wird. Aus Unternehmenskreisen heißt es, die in Berlin eingestellten Mitarbeiter, die das Geschäft ausbauen sollten, hätten bereits andere Jobs im Rocket-Universum bekommen.

Dennoch scheint der Inkubator das Geschäft nicht ganz aufgeben zu wollen. Auf Nachfrage von Gründerszene sagt Rocket, man habe im Frühjahr beschlossen, sich auf den Londoner Markt zu fokussieren. Das Geschäft funktioniere in Großbritannien am besten. Man gibt sich optimistisch: „Dort wird nun die „winning formula“ entwickelt, um dann wieder international zu expandieren.“

Die drei Gründer David Fuchs, Martin Twellmeyer und Rob Rebholz sind laut Handelsregister im September aus dem Startup ausgeschieden. Der Grund ist Rocket zufolge, dass sie nicht nach London umziehen wollten. Der neue Managing Director von SpaceWays, Guy-Louis de le Vingne, reagierte bisher nicht auf Anfragen von Gründerszene.

SpaceWays will Einlagerungen günstiger anbieten als die Konkurrenz. Dafür liegen die Lagerräume außerhalb der Großstadt, da dort die Mieten niedriger sind. Kunden können sich Boxen nach Hause senden lassen, diese bepacken und dann von SpaceWays abtransportieren lassen. Will man die eingelagerten Gegenstände wiederhaben, können sie nach Hause oder an eine andere Adresse geliefert werden. US-Vorbilder für das Konzept sind etwa Boxbee und MakeSpace.

Bild: Rocket Internet