Fast jeden Monat entstehen neue Acceleratoren-Programme, erst gerade ist der Schoko-Accelerator gestartet. Diese Entwicklung veranlasste Eric Weber vor kurzem zu einem kritischen Artikel. Einen Hype nannte er das, was gerade passiert. Eine Aussage, die nicht weiter verwunderlich wäre, würde Weber nicht selbst einen Accelerator leiten: das Programm der Leipziger Business School HHL.

Und es stimmt, die HHL setzt sich mit ihrem Programm ab: Abseits des großen Rampenlichts hat sich der HHL-Accelerator innerhalb eines Jahres zu einer festen Größe etabliert. 50 Leute arbeiten mittlerweile dort, gerade hat die HHL die Räume vergrößert und bietet so für die Startups einen längerfristig nutzbaren Standort.

Aktuell startet die dritte Klasse des SpinLab. Das sind die Neuen:

  • Animus ist eine Software, die den Austausch zwischen Bewohnern und Immobilienunternehmen ermöglicht. Die Unternehmen sollen durch die Digitalisierung ihre Kosten senken und den Service verbessern. Das Startup Casavi versucht ebenfalls dieses Problem zu lösen.
  • Das Startup Binee will mit einem neuen Ansatz Elektroaltgeräte im stationären Handel sammeln – und den Müll wiederverwertbar machen.
  • Der B2B-Service von Matchwerk gibt Unternehmen die Möglichkeit, ihre Beratungsangebote geschickt online abzubilden. „Unsere Lösung zentralisiert die Erstellung, Verwaltung und Auswertung webbasierter Beratungswerkzeuge“, heißt es.
  • Neuronade stellt ein Getränkepulver her, das die geistige Leistung erhöhen soll. Hergestellt wird es mit Pflanzenextrakten aus Ginkgo, Brahmi und Rosenwurz sowie wichtigen Mikronährstoffen.
  • Qlipay ermöglicht es Migranten, Rechnungen für afrikanische Produkte und Dienstleistungen bei internationalen Zahlungsdienstleistern schnell und günstig zu begleichen.
  • Das Unternehmen Resment bietet eine webbasierte Ressourcenverwaltung für kleine und mittelständische Unternehmen an. Dazu gehören etwa die Personalverwaltung mit einer elektronischen Mitarbeiterakte, Zeiterfassung, Schichtplanung, Urlaubs- und Abwesenheitsplanung sowie die automatischen Vorbereitung der Lohnabrechnung. Dank Software sollen administrative Tätigkeiten automatisiert werden.
  • Skillrs ist eine Online-Plattform, mit der lokale Dienstleistungen vermittelt werden. Beispielsweise das Zimmer streichen, den Hund ausführen oder Klavierunterricht. Die Plattform vermittelt Dienstleister und  Privatpersonen, um die Aufgaben zu erledigen.

Die HHL unterstützt die Startup finanziell und mit Mentoring. Anteile müssen sie dafür nicht abgeben.

So sieht es im SpinLab aus:

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In der Raumecke befindet sich eine Lounge. Die großen Fenster im Hintergrund lassen viel Tageslicht ins Büro.

BILDER: SPINLAB