Sponsorpay

Der bei Team Europe Ventures als Venture Partner tätige Jan Beckers und der Analyst Janis Zech sind die Macher der neuesten Gründung aus dem Hause Team Europe Ventures (an Gründerszene beteiligt): Die SponsorPay GmbH mit Sitz in Berlin bietet seit kurzem eine neue Bezahlmethode an, bei der die Nutzer wahlweise darauf verzichten können, mit ihrem eigenen Geld zu bezahlen. Die Rechnung für die erworbenen Leistungen – zum Beispiel eine virtuelle Währung oder Premium-Zugänge in einem Onlinespiel – bezahlt stattdessen einer der mehr als 1.000 Werbepartner von SponsorPay.

SponsorPay funktioniert so: Als Nutzer eines Internetdienstes wie zum Beispiel eines Onlinespieles nimmt man ein Angebot der „Sponsoren“ wahr und erhält im Gegenzug bezahlpflichtige Spielgegenstände umsonst. Die Werbeangebote der Sponsoren teilen sich grob in zwei Kategorien: Ein großer Teil der Angebote ist kostenlos, erfordert aber etwas Zeit. Dies gilt zum Beispiel für Umfragen oder Downloads von Software-Testversionen. Ein anderer Teil der Angebote ist kostenpflichtig, etwa der Kauf von Computerzubehör oder Bekleidung, welche man womöglich ohnehin kaufen würde. Der Nutzer erbringt also dafür, dass er gewisse kostenlose Inhalte erhält, eine Gegenleistung bei Drittanbietern.

Zu den ersten Kunden von SponsorPay zählen unter anderem der große Anbieter für Online-Games Gamelabs. Gamelabs hat allein in den letzten sechs Monaten für sein Spiel Gallendor.com europaweit mehr als 2 Millionen neue Nutzer gewonnen. Wie Gründerszene erfahren hat, sind bereits weitere große Anbieter an Kooperationen mit SponsorPay beteiligt. Welche dies sind, wollte das Unternehmen allerdings noch nicht mitteilen. Entsprechende Veröffentlichungen werden wohl folgen.

Beim Berliner Internet Konglomerat Team Europe Ventures empfand man das neuartige Geschäftsmodell von SponsorPay als so spannend, dass man es lange Zeit intern liebevoll nur unter dem Namen „BIG“ hat laufen lassen: „Wir wollten gerne im dynamischen Bereich Onlinespiele mitmischen. Durch das starke Wachstum in den letzen Jahren ist hier eine wahre Goldgräberstimmung ausgebrochen. In dieser Situation haben wir nach einem Konzept gesucht, welches die Schaufeln für den Goldrausch bereitstellt,“ erläutert Kolja Hebenstreit, Partner bei Team Europe Ventures..

Wie so oft sind die USA Vorreiter für dieses neue Geschäftsmodell, wo entsprechende Unternehmen sich bereits seit einigen Jahren erfolgreich entwickeln. „Branchenexperten zufolge kann man den Umsatz eines Onlinespiels durch dieses Konzept nahezu verdoppeln. Und da die Onlinepiele-Branche sich in den letzen Jahren sehr dynamisch entwickelt und weltweit inzwischen sogar die Milliardengrenze geknackt hat, ist das Modell potentiell ein lukratives Multi-Millionen Geschäft“, erläutert Team Europe-Partner Lukasz Gadowski.

Auch Jan Beckers, Geschäftsführer und einer der Gründer von SponsorPay ist zufrieden: „Ein Großteil der Nutzer von Internetangeboten verzichtet in der Regel aus Kostengründen auf bezahlpflichtige Leistungen. SponsorPay ermöglicht diesen Nutzern nun kostenfreien Zugriff auf Bezahlinhalte und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Produzenten von Inhalten mit ihrem Angebot trotzdem Geld verdienen können. Unsere Werbepartner freuen sich beispielsweise über die erhaltenen Marktforschungsdaten oder die durch die Kundenkontakte gewonnen Zusatzumsätze.“ Dies sei eine „Win-Win-Win-Situation“ und damit ein Geschäft genau nach seinem Geschmack, meint Beckers, der zuvor bereits Unternehmen wie die Studenten-Jobbörse Absolventa (www.absolventa.de) oder das Mobile-Advertising-Netzwerk Madvertise auf den Weg brachte.

Derzeit beschäftigt Sponsorpay 25 Mitarbeiter und bedient Deutschland, Österreich, die Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Niederlande, Schweden, Polen, USA, Kanada und die Türkei mit einem vollständig lokalisierten Produkt und muttersprachlichen Country Managern. Der Netzwerkgedanke hinter dem jungen Berliner Unternehmen ist sicherlich interessant, wird aber stark von der Qualität der gewonnen Partner abhängen. Dass hierfür zum Start gleich 14 Märkte angegangen werden ist daher sicherlich sinnvoll, aber auch ein Kraftakt. Man darf also sehr gespannt sein, wie sich das Unternehmen noch weiter entwickelt… Wer sich für die generelle Situation des Onlinespiele-Sponsorings interessiert, kann interessante Infos hierzu beim Onlinegames-Businessblog GameBizz nachlesen.