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Screenshot der Last-Minute-Local-Website

Springer bastelt offenbar an Last Minute Local

Das nächste Startup aus dem Springer-Universum könnte ein Rabattdienst sein: Last Minute Local heißt das Angebot, dessen App seit wenigen Tagen im App-Store steht. Die Webpräsenzen laufen unter den Domains lastminutelocal.de sowie finaloffer.de. Laut Selbstbeschreibung listet die App Sonderangebote in der direkten Umgebung des Nutzers.

Offenbar ist die Konzeptentwicklung der Rabatt-App im Umfeld der Bild-Zeitung angesiedelt: Der Dienst ist laut Homepage „powered by Bild“ und in der typisch rot-schwarzen Optik der Boulevardzeitung gehalten. Programmiert hat die App das New Yorker Entwicklerstudio Bytelogics, das auch die Websites registriert hat. Wahrscheinlich ist es deshalb auch kein Zufall, dass Bytelogics-Chef Keith Siilats gerade zu Besuch bei Springer in Berlin war, wie Bild-Chefredakteur Kai Diekmann auf Twitter preisgab.

Laut Listing im App-Store liegt das Copyright für die App bei Axel Springer. Die AGBs von Last Minute Local sind nahezu identisch mit den AGBs von KaufDa, das ebenfalls zum Springer-Konzern gehört.

Update: Der Axel-Springer-Verlag hat gegenüber Gründerszene bestätigt, dass Last Minute Local ein Projekt des Konzerns ist. Der Dienst befinde sich „noch in der Entstehungsphase“.

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Zwar gibt die Website an, der Dienst sei gerade dabei, in Berlin zu starten, kleinere Unternehmen könnten sich für fünf Euro pro Tag und Listing registrieren – für mehr als interne Präsentationen scheint das Angebot jedoch noch nicht bestimmt zu sein. Sowohl App als auch Website sind nicht viel mehr als Mock-Ups ohne weiterführende Funktionen. Die „Angebote“ sind nicht mit realistischen Preisen ausgezeichnet, so kostet ein Dr.Oetker-Tortenguss 19 statt 22 Euro und Elmex-Zahnpasta 20 statt 22. Die App selbst wird für 9,99 Euro angeboten, was mehr nach einer Schutzgebühr klingt als nach dem finalen Preis.

Last Minute Local würde sich gut in die aktuellen digitalen Bemühungen bei Springer einfügen, im Zuge derer an allen möglichen Ecken im Konzern digitale Geschäftsmodelle getestet, entwickelt oder zugekauft werden. Die letzten sichtbaren Schritte waren etwa die Entwicklungen beim Inhouse-Inkubators Ideas, die 50,1-Prozent-Beteiligung an Runtastic, der 30-Millionen-Project-A-Deal und der Launch von Travelbook, für den die Bild-Zeitung TripAdvisor als Partner gewinnen konnte.

Bild: Screenshot lastminutelocal.de