Startup des Jahres 2011, Jury-Stimmen, Das sagt die Jury, Gidsy, Doo, Delivery Hero, Upcload, Mydryclean, Glossybox, Westwing, Amen, Returbo, Sugarshape, Flaregames, Friendsurance, Supermarkt-de

Mit dem Aktivitäten-Marktplatz Gidsy fand sich ein deutlicher Favorit in den Reihen der Jury, während auch das Publikum mit seinem Favoriten Hitfox einen Sieger beim Wettbewerb zum Startup des Jahres 2011 kürte. Natürlich will Gründerszene dem geneigten Leser auch nicht die fachlichen Statements der Jury vorenthalten – daher hier eine Übersicht aller Jury-Einschätzungen zum Startup des Jahres 2011.

Das sagt Gründerszenes Jury zu den einzelnen Nominierten

Gleich 28 Juroren schickte Gründerszene ins Rennen, um Deutschlands beste Startups des letzten Jahres zu bewerten und zu prämieren. Mit Ausnahme einer Enthaltung gaben alle Juroren eine Stimme ab und verbanden diese auch mit einem entsprechenden Statement zu ihrem Favoriten. Hier also eine Übersicht aller Statements und der jeweiligen Ergebnisse der Nominierten.

Gidsy, Startup des Jahres 2011

Conrad Fritzsch – Tape.tv

Conrad Fritzsch, Tape.tvMir hat Kuration in diesem Bereich immer gefehlt. Gidsy hat damit etwas umgesetzt, das Stadt-Magazine nie wirklich begriffen haben: Es hat Sinn in den Markt an Aktivitäten gebracht. Das Resultat sieht dann so aus, dass ich in fünf Minuten fünf Aktivitäten gefunden habe, die mich auch wirklich interessieren.

Stefan Glänzer – Business-Angel

glanzerFrisch, innovativ, entrepreneurial – Edial und sein Team haben alles, was es braucht, um aus Deutschland heraus global zu starten. Marktplätze funktionieren, und Gidsy nutzt den Social-Graph, um ein Problem zu lösen, das jeder von uns kennt: Wir wollen doch alle authentische Erlebnisse, wenn wir uns aus dem Hometurf rausbewegen.

Philipp Möhring – Seedcamp

Philipp Möhring, Seedcamp, Startup des JahrzehntsWeil die internationale Vision und der designorientierte Ansatz mal was komplett Neues für Deutschland ist. Das Team ist voll von kreativen Köpfen, die sich den Status Quo nicht gefallen lassen, so haben sie auch Ihre A-List-Investoren überzeugen können. Die Tatsache, dass es sich bei 80 Prozent der übrigen Startups um reine vertikale E-Commerce-Anbieter handelt, macht die Entscheidung noch leichter.

Madeleine von Mohl – Betahaus

Madeleine von Mohl, Betahaus, Startup des JahrzehntsEdial und Co sind einfach mal Rockstars! Sie haben es geschafft, sich selber und ihrer Idee treu zu bleiben und diese konstant durchgezogen. Ich liebe Ihre authentische Art kombiniert mit dem perfekten Style. Gidsy schafft es, uns online vernetzte Geeks wieder ins reale Leben zu beamen!

Christian Reber – 6Wunderkinder

Christian Reber, 6Wunderkinder, Wunderlist, WunderkitFür mich gibt es hier drei Gewinner: Amen, Doo & Gidsy. Alle drei Startups wachsen unglaublich schnell, fokussieren den internationalen Markt, sind originell und die Gründerteams sind exzellent. Für mich gibt es hier keinen klaren Sieger, Gidsy hat es meiner Ansicht nach aber am meisten verdient. Ein junges Team und das erste Startup – ich würde mich freuen, wenn sie gewinnen.

Nikolaus Roettger – Business Punk

Nikolaus Roettger, Business Punk, Startup des JahrzehntsJeder ist ein Experte in irgendetwas – und auf Gidsy kann jeder sein Expertenwissen verkaufen. Von der Harry-Potter-Tour durch London, dem Sprach- oder Business-Kurs in San Fransisco bis zum Strickenlernen in Berlin. Die Idee von Gidsy hat großes Potenzial: Die Plattform kann zu einer Mischung aus cooler Volkshochschule und authentischer Erlebnisplattform werden, die die Sehnsucht nach Echtheit und Ehrlichkeit vieler Konsumenten bedient. Dabei profitieren die Macher vom Trend zum Selbstgemachten. Ein vielversprechendes Geschäftsmodell.

Christian Vollmann – eDarling

Christian Vollmann, eDarling, MyVideoIch finde die Idee einfach und smart. Gidsy liegt voll im Trend, dass wir in unserer heutigen Zeit “Experiences” mehr schätzen als Besitz. Die Gründer sind sympathisch und wollen etwas verändern. Ich wünsche Gidsy dabei viel Erfolg!

 

Doo, Startup des Jahres 2011

Jörg Binnenbrücker – DuMont Venture

binnenbruckerEinzigartige disruptive Idee mit dem Potenzial, alltägliche Gewohnheiten und große Märkte zu verändern. Think Big made in Germany!

 

Fabian Hansmann

Fabian Hansmann, FoundersLink, Founders LinkMein Startup des Jahres heißt Doo. Das Thema Dokumentenmanagement in der Cloud ist noch nicht besetzt. Die Möglichkeiten zur Erweiterung des Portfolios – zum Beispiel in den Bereich digitale Signatur – sind vielfältig. Ich bin gespannt auf die Produkte, die von Doo kommen werden. Schön, ein innovatives SaaS-Statup aus Deutschland zu sehen. Starkes Management und starke Finanzierung runden das Bild ab.

Lars Hinrichs – HackFwd

hinrichsEiner der erfahrensten Software-Entwickler baut hier seine dritte Company auf. Innovation und große Vision finde ich spannender als alles andere.

 

Jörg Rheinboldt – M10

rheinboldtIch finde viele der Startups wirklich gut und die Wahl fällt mir sehr schwer. Doo finde ich deshalb am besten, weil ich glaube, dass ihre Dienstleistung, wenn sie es schaffen, Ihr Produkt gut auf- und auszubauen, für sehr viele Menschen sehr relevant werden kann. Basierend auf der “API-sierung” der Digitalisierung und Archivierung können theoretisch noch sehr viele superinteressante und skalierbare Geschäftmodelle gebaut werden.

Delivery Hero, Startup des Jahres 2011

Lukasz Gadowski – Team Europe

Lukasz Gadowski, Tam Europe, Startup des Jahrzehntsa.) Weil es sich sehr gut entwickelt, von den Zahlen her.
b.) Weil ich die anderen nur oberflächlich kenne und nicht so viel Zeit hatte, sie im Detail zu verfolgen.

 

Klaas Kersting – Flaregames

Gameforge, Flaregames, Flare GamesDelivery Hero hat einen etablierten Markt, der bereits einen starken digitalen Player (Pizza.de) hatte, umgekrempelt, aufgerollt und signifikant erweitert. In kurzer Zeit wurde ein relevanter Marktanteil erobert und Innovationsdruck auf diese Sparte ausgeübt.

Nicole Simon – Social-Media-Expertin

Nicole Simon, Startup des JahrzehntsViele Startups bringen neue Service-Ideen, die ich wirklich gerne nutzen würde – scheitern dann aber in der Ausführung oder Skalierung. Nichts gegen tolle regionale Ideen, aber wenn ein Startup bundesweit angepriesen wird, dann muss es auch verfügbar sein. Zweitens geht es um die Rundumausführung: Hier bietet Lieferheld beziehungsweise DeliveryHero alles, was man erwartet – von sinnvoller Oberfläche über sichere Onlinebezahlung bis hin zum Offline-Support. Auch mögliche Partner finden sich hier wieder: Von Kundengewinnung via Affiliate mit ansprechendem modernen Design bis hin zur einfachen Kontaktaufnahme für neue Lieferservices ist alles dabei.

Upcload, Startup des Jahres 2011

Florian Heinemann – Project A Ventures

Florian Heinemann, Rocket Internet, Project A VenturesUpcload hilft potenziell dabei, eines der wesentlichen Probleme für E-Commerce-Unternehmen im Mode-Bereich zu reduzieren.

 

Thomas Knüwer – Social-Media- und Digital-Experte

Thomas Knüwer, Indiskretion Ehrensache, Startup des JahrzehntsZwischen all den Copycats und Hatten-wir-schon-vor-zehn-Jahren fällt Upcload heraus. Sicher, die Technik ist eher ein Feature denn ein Produkt – aber eben ein Feature, das viele Modehersteller und -händler gerne hätten. Sprich: Upcload ist tatsächlich innovativ und deshalb für mich das Startup des Jahres.

Alexander Kudlich – Rocket Internet

Alexander Kudlich, Rocket InternetUpcload ist für beide Seiten im E-Commerce – Verkäufer und Käufer – sehr sinnvoll und es ist ein Thema, das sich schön vom Wettbewerb der üblichen B2C-Themen absetzt. Außerdem gibt es der guten alten CD wieder einen Sinn und es erschließen sich viele neue Möglichkeiten: zum Beispiel das Gleiche nur mit Schallplatten für Übergrößen.

 Mydryclean, Startup des Jahres 2011

Ibrahim Evsan – Fliplife

evsanMeine Stimme geht an die Jungs von MyDryClean, weil sie einen Service anbieten, den ich jeden Tag brauche – meine Hemden müssen sauber sein. Hätte ich nicht für MyDryClean abgestimmt, wäre es Justbook geworden, denn Justbook will den Onlinereisemarkt mit Last-Minute-Buchungen aufmischen. Davon profitieren die teilnehmenden Hotels und der Kunde genießt bis zu 50 Prozent Preisnachlass. Als Geschäftskunde finde ich das sehr gut, besonders, wenn man viel unterwegs ist.

Jens Toennesmann – Journalist

Jens Toennesmann, Startup des JahrzehntsFür mich ist MyDryClean das Startup des Jahres 2011, auch wenn Konkurrenten wie Doo und Gidsy sicher ebenfalls noch viel bewegen werden. Die Plattform ist nützlich, sinnvoll und selbsterklärend; sie bringt Menschen mit schmutziger Wäsche mit jenen zusammen, die sie waschen. So einfach. Das ist sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden interessant. Das Konzept ist durchdacht, zeitgemäß und skalierbar, außerdem ist Ufuk Topcu ein überzeugter und überzeugender Gründer.

Amen, Startup des Jahres 2011

Martin Weber – Holtzbrinck Ventures

Martin Weber, Holtzbrinck Ventures, Startup des JahrzehntsAmen pusht Berlin durch seine allseits mediale Präsenz und es ist spannend, was draus wird. Serial-Entrepreneure und ein neues Thema – wir drücken die Daumen.

 

 

Flaregames, Startup des Jahres 2011

Verena Delius – Young Internet

Verena Delius, Young Internet, Panfu, Oloko, Startup des JahrzehntsFlaregames ist mit Free-to-Play-Mobile-Games im hottesten und am schnellsten wachsenden Bereich der Games- und Mobile-Branche aktiv. Das Unternehmen hat mit Klaas Kersting einen großartigen Gründer und CEO und mit Accel einen renommierten und internationalen Investor. Flaregames ist die Mischung aus Innovation, Spaß, Geschwindigkeit, Markt-Know-how und Erfahrung. Natürlich muss das Unternehmen seinen Erfolg noch beweisen, aber die Anzeichen dafür sind vielversprechend. Genug Gründe also, um “Startup des Jahres” zu sein.

Friendsurance, Startup des Jahres 2011

Thomas Promny – Velvet Ventures

promny

Friendsurance wartet zwar noch darauf, richtig abzuheben. Aber das Modell ist eines der überzeugendsten im Bereich des Social-Commerce. Ich glaube daran, dass derart innovative Konzepte noch viele uralte Branchen wie hier die Versicherungen “disrupten” können und sollten. Das Konzept ist in Deutschland erfunden worden – davon brauchen wir mehr.

Glossybox, Startup des Jahres 2011

Andre Alpar – Online-Marketing-Experte

Andre Alpar, OMCap, Startup des JahrzehntsGlossyBox ist für mich erfolgreichster Abo-Commerce-Anbieter. Wie man an der Liste der Nominierten sieht, fasziniert das Thema.

 

 

Reuturbo, Startup des Jahres 2011

Jan Borgstädt – BDMI

Jan Borgstädt, BDMI, Startup des JahrzehntsKlasse Team, originelles Konzept, super Traction.

 SugarShape, Startup des Jahres 2011

Robert Basic – Blogger

basicDie beiden Gründerinnen und Schwestern hinterlassen einen guten Eindruck, sie sind kommunikativ und im Vergleich zu anderen Startups gut im Netz unterwegs. Ihre Idee besticht, die Einbindung der Kunden in Theorie und Praxis fühlt sich richtig an, und mit etwas Geschick und Gespür könnten sie in der Lage sein, ein eigenes, markantes Modelabel bekannt zu machen. Mein Voting geht daher an “SugarShape” (mit Abstand der beste Name von allen obigen, die zur Auswahl stehen, auch nicht unwichtig).

Supermarkt.de, Jurypreis Startup des Jahres

Heiko Hubertz – Digital Pioneers

Heiko Hubertz, Bigpoint, Digital PioneersWer die Logistik dieser Thematik löst, hat die Chance, einen gigantischen Markt in die digitale Welt zu transferieren. Supermarkt.de hat dies für die Region Hamburg schon sehr gut gelöst, die Domain unterstützt bei der deutschen Expansion. Vielleicht der “Game-Changer” für Lebensmittel, so wie Amazon für Bücher etcetera.

 

Westwing, Startup des Jahres 2011

Christoph Janz – Point Nine Capital

Christoph Janz, Point Nine CapitalEs ist vielleicht ein bisschen dämlich, bei einer Abstimmung wie dieser ein Startup zu wählen, bei dem man selber involviert ist, aber ich kann nicht anders: Was das Westwing-Team um Delia Fischer und Stefan Smalla innerhalb von weniger als einem Jahr aus dem Boden gestampft hat, ist einfach phänomenal!

 

[Enthaltung]

Stephan Uhrenbacher – 9Flats

Stephan Uhrenbacher, Qype, 9Flats

Für ein Startup des Jahres sollte es schon beides sein: Ein geniales Konzept her und eine klasse Umsetzung. Wenn Ihr nun die ganzen Birchbox-, Fab- und Sonstwas-Clones in eine Startup-des-Jahres-Liste packt, ist das entweder schlecht recherchiert oder ein Armutszeugnis für den Markt. Vergebt doch einfach den “Asthon Kutcher Hype Preis” und dann nochmal den “Samwer Blitz Execution Preis”. Da habt ihr ein paar Kandidaten in der Liste. Es gibt in Deutschland Firmen, die ich für origineller, mutiger und besser gemacht halte. Und nein, ich erhebe nicht den Anspruch, dass 9flats ein Startup des Jahres sein müsste.

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