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Nur rund elf Prozent der deutschen Gründer sind weiblich

In welcher Region gibt es die meisten Startups? Wie viele Mitarbeiter beschäftigt ein Startup im Schnitt? Und wie sieht er aus, der deutsche Durchschnittsgründer? Diesen Fragen ist der Bundesverband Deutsche Startups auf den Grund gegangen.

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Der Verband hat mit dem Deutschen Startup Monitor (DSM) bereits zum zweiten Mal eine umfassende Befragung von Gründern durchgeführt. Insgesamt 903 deutsche Jungunternehmen wurden befragt. Neben allgemeinen Themen wie Finanzierung, Branche und Mitarbeiterbeteiligungen ging es auch darum, wie die deutsche Startupszene die gesellschaftliche Toleranz in Hinblick auf das Scheitern einschätzt.

  • 39 Prozent aller Gründungen finden in Berlin statt. Mit je acht Prozent folgen München und die Metropolregion Rhein-Ruhr, immerhin noch sieben Prozent der befragten Startups sitzen in Hamburg. Besonders wenige Gründungen gibt es laut DSM in Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern (je 1 Prozent) sowie im Schlusslicht Saarland (weniger als ein Prozent).
  • Die meisten Startups gibt es im Bereich SaaS (rund 21 Prozent), E-Commerce (12 Prozent) und Consumer Mobile/Web Application (11 Prozent).
  • Der Durchschnittsgründer ist 34,9 Jahre alt. 81 Prozent der Befragten haben einen Hochschulabschluss in der Tasche. Zudem sind Gründer im Schnitt zu knapp 90 Prozent männlich. Frauen sind damit weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Gründerinnen sogar um 2,1 Prozent gesunken (2013: 12,8 Prozent).
  • 77 Prozent aller Startups werden in Teams gegründet. 2,3 Personen zählt das Gründerteam im Durchschnitt. Die meisten Teamgründungen gibt es in Berlin (rund 84 Prozent). Frauen gründen dagegen öfter allein: Die Anzahl der Sologründungen bei Frauen liegt bei rund 36 Prozent. Männer gründen durchschnittlich nur zu rund 22 Prozent alleine.
  • Rund 49 Prozent der befragten Gründer gaben an, bereits mehr als ein Unternehmen gegründet zu haben.
  • Die Jungunternehmen im DSM sind im Schnitt 2,7 Jahre alt, beschäftigen 14,5 Mitarbeiter und planen, in den kommenden zwölf Monaten zehn weitere Mitarbeiter einzustellen.
  • Die Mitarbeiter der befragten Startups halten aktuell sechs Prozent der Anteile. Gründer können sich vorstellen, bis zu 13,4 Prozent an ihrem Unternehmen abzugeben, um Mitarbeiter zu Teilhabern zu machen.
  • Die befragten Startups benötigen in den nächsten zwölf Monaten mindestens 650 Millionen Euro Wachstumskapital.
  • Für die weitere Unternehmensentwicklung sehen 38 Prozent der Startup-Gründer den schwierigen Zugang zu Venture Capital als „schweres“ beziehungsweise „äußerst schweres“ Hemmnis.
  • Fast jeder zweite deutsche Gründer bewertet das deutsche Schulsystem in Hinblick auf die Förderung und Vermittlung von unternehmerischem Denken und Handeln mit der Note 6.
  • 63,3 Prozent der Gründer schätzen die Toleranz der Gesellschaft gegenüber dem Scheitern als (eher) niedrig ein.

DSM
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