StartUp Stories: Cellity – „Das was bleibt, ist das was Du gegeben hast!“
Sarik Weber und sein Team bestehend aus Nils Weitemeyer, Tim von Toerne, Benjamin Körber und Matthias Lanz sind die fünf Köpfe hinter dem Mobile-Unternehmen Cellity. An ihrer Geschichte lässt sich einerseits die Wichtigkeit zwischenmenschlicher Kontakte (Neudeutsch als Netzwerken tituliert) ablesen, vor allem andererseits aber auch die zentrale Rolle von konzeptionellen Wandeln im eigenen Produkt. Selten bleibt ein Produkt bei der ursprünglichen Idee bestehen, weshalb Mut zur Veränderung innerhalb der eigenen unternehmerischen Selbstfindung wichtig ist.
Vier Wochen suchte man nach einem passenden Namen und schrieb sogar ein Programm, das verschiedene Wort-Bausteine zusammensetzte und gleichzeitig die entsprechende Domain-Verfügbarkeit checkte. Man wünschte sich einen Namen, der etwas mit Mobile zu tun hat und international anwendbar ist. So entstand in Anlehnung an die englischen Wörter Cell Phone und Community das Mobile-Unternehmen Cellity (www.cellity.com). Hinter Cellity versteckt sich ein sympathischster Serientäter für das Aufbauen von (Internet-)StartUps: Sarik Weber.
Zunächst war Sarik für rund zehn Jahre in der Old Economy tätig, baute eine Vertriebsfirma in Spanien auf und übernahm danach eine Vertriebsleitung in der Textilindustrie. Im Jahr 2000 wechselte er dann in die Online-Branche, weil er das Gefühl hatte, in der Old Economy etwas zu verpassen. Zwei seiner Freunde gründeten mit eProfessional eine Agentur für Suchmaschinenmarketing und Sarik übernahm den Sales- und Marketing-Bereich. Früh ging man an große Kunden wie Otto oder Lufthansa, was sich bezahlt machte. Man verkaufte schließlich an den Affiliate-Anbieter Zanox, der dann wiederum an Axel Springer ging.
Sein aktuelles StartUp Cellity entstand aus der Freude des zwischenmenschlichen Kontakts. Es war die Liebe zum Netzwerken und am Austausch mit anderen Menschen, die Sariks Weg zu Cellity ebneten, das heute vor allem mit seinem Adressbuch 2.0 erfolgreich ist. Und irgendwie ist dies stimmig. Denn welches Produkt könnte wohl besser zu einem geborenen Netzwerker passen?
Lesson to Learn: Netzwerken ist aus geschäftlicher Sicht interessant, weil es die eigene Reichweite erhöht und neue Ressourcen schafft
Das Netzwerken ist Sarik gewissermaßen in die Wiege gelegt worden. Dadurch dass der Vater Jurist für internationales Recht und der Großvater Kinderarzt an einer Universität war, hatte man viele Gäste zuhause. Netzwerken und das Merken vieler Namen viel ihm daher immer leicht. Sarik merkte früh, dass er mit Menschen gut klar kam und auch heute kennt er die Mehrzahl seiner Kontakte persönlich (und dies sind immerhin über 3.500 allein bei Xing). Unterhält man sich mit ihm auf Internet-Konferenzen, Messen oder Veranstaltungen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, während des Gesprächs durch freudig hinzutretende Bekannte unterbrochen zu werden. Und das Faszinierende: Sarik kennt jeden ihrer Namen, weiß über die familiäre Situation Bescheid und fragt interessiert nach dem Stand der jeweiligen Firma. Wie eine Datenbank in menschgewordener Form, vermischt mit Freude und Aufgeschlossenheit. Wenn man sich mit Sarik unterhält, hat man das Gefühl, dass er wirklich interessiert ist an dem, was man zu erzählen hat. Sein Geist scannt scheinbar schon nach Anknüpfungspunkten und gerne stellt er Gesprächspartner einander vor, um neue Synergien zu fördern. Er ist praktisch immer gut gelaunt, wissbegierig und höflich. Man merkt, dass ihm der Austausch mit anderen Spaß macht – ein richtiger Philanthrop.
Diese Freude an der Interaktion legte auch seinen Grundstein auf dem Weg zu Cellity. Lars Hinrichs hatte 2003 das Business-Netzwerk Open BC (heute Xing) gegründet, welches Sarik auf Anhieb gefiel. Er mochte die Plattform und lud daher zahlreiche seiner Freunde ein, auch Mitglied zu werden, was ihm bald die Aufmerksamkeit von Hinrichs bescherte. Die guten Reaktionen aus dem Freundeskreis machten ihn schließlich zum ersten Mitarbeiter des heutigen Xing; als Saleschef förderte er bis zum Börsengang vor allem die Gruppen. Dass die Pflege von Kontakten auch aus unternehmerischer Sicht bedeutend war, wurde Sarik schon früh klar und spätestens jetzt war der Zeitpunkt gekommen, sich professionalisierte Strategien zur Vernetzung mit anderen Menschen zu überlegen. Sarik besuchte zahlreiche Konferenzen, hielt Vorträge und entwickelte für sich Regeln des Umgangs, wie dass er vorwiegend solche Xing-Kontakte bestätigte, mit denen er einmal live in Kontakt gewesen ist. „Dass Tolle am Netzwerken ist der Umstand, dass die Person, die heute in der Textilbranche ist, morgen vielleicht etwas ganz anderes macht. Es ist also sinnvoll, auf einer breiten Basis Menschen in das eigene Netzwerk zu integrieren, weil man sich wenn nicht heute, dann doch vielleicht morgen gegenseitig helfen kann“, erklärt Sarik.
Früh fing er daher an, Kontakte bei Xing mit Tags zu versehen, um stets zuordnen zu können, in welchem Kontext er die Leute kennen gelernt hatte. Als er schließlich mit Cellity von der Internetbranche in den Mobile-Bereich wechselte, kannte er daher früh viele Leute, obwohl er selbst neu in der Branche war. „Klar gibt es Regeln beim Netzwerken, wie dass man nicht über Politik sprechen sollte. Aber das kann man in Guides nachlesen, ich finde wichtig, dass man authentisch ist und versucht, anderen zu helfen“, führt Sarik aus. Er glaubt an das Karma eines guten Netzwerkers: Wer anderen zu Erfolgen verhilft, dem sind selbst auch Erfolge beschieden. Wobei es ihn besonders fasziniert, dass dieser positive Austausch oftmals gar nicht mehr durch die Personen erfolgt, denen man selbst geholfen hat, sondern durch andere, evtl. mit dem Netzwerk desjenigen verquickte Personen. „Man sollte aber nicht geben, um etwas zurück zu erwarten. Das Einzige, was wirklich von Dir bleibt, ist nicht das, was Du genommen, sondern was Du gegeben hast“, gibt Sarik zu bedenken.
Lesson to Learn: Das eigene Produkt bleibt meist nie unverändert, es muss den Bedürfnissen des Marktes angepasst werden
Aus seiner Kindheit kannte Sarik noch den lange Zeit für Elkware tätigen Nils Weitemeyer, der im Jahre 2006 nun mit der Idee einer eigenen Gründung seinen Weg kreuzte. Angefeuert durch die Aufbauarbeit, die er bei anderen Internet-Unternehmen geleistet hatte, wurde in Sarik der Wunsch wach, einmal selbst etwas zu gründen. Folglich fiel ihm diese Entscheidung sehr leicht und gemeinsam mit Nils Weitemeyer sowie Tim von Toerne (ehemals Skype), Benjamin Körber und Matthias Lanz gründete er schließlich Cellity. „Es kommt immer auf die Aufgabenverteilung an: Nils ist bei uns als CEO für die Strategie verantwortlich, Benjamin und Matthias widmen sich der Technik, Tim kümmert sich um das Business Development und ich mache Marketing und PR“, meint Sarik zu seinem fünfköpfigen Gründerteam. Die idealen Parts einer Firmengründung seien aber immer individuell und von der Branche abhängig, erklärt er weiter.
Man hatte den Markt analysiert und fand heraus, dass der Mobilmarkt noch sehr abgeschottet und teuer war. Cellitys erstes Produkt, eine Least-Cost-Router-Software für das Handy, gewann schnell an Bekanntheit: Es reichte für über 45 TV-Beiträge, weil man ein bisher noch nicht dagewesenes Produkt an den Start gebracht hatte. Im Oktober 2006 gründete man offiziell; eine Angelrunde mit Seedgeld von rund 15 Investoren folgte im Frühjahr 2007, der sich dann wenig später im Sommer die A-Runden-Finanzierung mit Neuhaus Partners und Mangrove Capital Partners anschloss. Produkt und Kunden waren zu diesem Zeitpunkt vorhanden, sodass die Voraussetzung für größere Investoren gegeben war. „Am besten sollte man auch eigenes Geld mitbringen, weil das auch Andere überzeugt und Commitment zeigt. Es müssen nicht die gesamten Ersparnisse sein, aber man sollte ein deutliches Zeichen setzen“, rät Sarik zur Finanzierung. Doch es wurde früh klar, dass ein Geschäftsmodell, das nur auf dem Herausfinden des günstigsten Preises basiert, allein nicht genügen würde.

Bereits VC-finanziert suchten Sarik und sein Team ein Thema, mit dem sie aus dem reinen Preiskampf herauskonnten. Brainstormings, die intensive Auswertung von Kunden-Feedback und viele Diskussionen brachten sie schließlich zum Thema Adressbuch. Man musste dann alle Teilhaber von der neu abgewandelten Idee überzeugen. Und dies gelang mit Erfolg: Im November 2008 erzielte Cellity die erweiterte A-Runde für das Adressbuch-Thema. Der „Cellity Communicator“ mit dem Feature des „Adressbuchs 2.0“ erlaubt heute die Synchronisation aller Kontakte aus den relevanten Speicherquellen und Social Networks auf dem Handy und im Web. Kontakte aus den großen E-Mail-Konten, aus dem eigenen Handy-Telefonbuch, und aus den relevanten Sozialnetzwerken werden durch die Software in einer Liste ohne Dubletten gespeichert. Man trägt fortan nicht alle Daten mit sich rum, sondern diese werden dezentralisiert sicher abgespeichert und verfügbar gemacht. Und das Besondere: Es werden dem Mobiltelefon primär nur die bedeutsamen Kontakte übertragen, jene, die man oft kontaktiert und daher häufig benötigt. Alle weiteren Kontakte bleiben jederzeit abrufbar.
Weitere Features wie das Versenden günstiger SMS, Telefonate ins Ausland, Gruppentelefonate oder mobile E-Mail auch ohne konfigurierten Client gehören auch zum Angebot. Die Besonderheit lag nach der Neuausrichtung jenseits der reinen „Wir helfen günstig zu telefonieren“-Aussage, sondern vielmehr in der Mischung aus Kontakte-Synchronisationstool und Kommunikations-Center. Cellity wandelte sein Angebot hin zu einem wirklichen Mehrwert. Insgesamt ein Jahr Entwicklungsarbeit ging für das sehr aufwändige hauptsächlich in Java programmierte Projekt ins Land, für das man sich einige der besten Entwickler von Elkware sicherte.
Lesson to Learn: Die Selbstfindungsphase einer Firma ist stets eine Bewährungsprobe, gehört aber zur gesunden Entwicklung in der Regel dazu
Cellity vollzog in dieser Entwicklung eine extreme Lernkurve und schwenkte konsequent den eigenen Arbeitsschwerpunkt um. Ein Umschwung hin zu einem Thema, das heute von großen Playern wie Microsoft, Google Sync oder Vodafone bearbeitet wird. Man wollte einen Mehrwert stiften, weil man die Nutzer beobachtete und das Thema der Kontaktliste immer wieder aufkam, auch wenn dies große Hürden technischer Art, wie etwa das saubere Zusammenführen von Kontakten von verschiedensten Plattform-Formaten bedeutete. Und mal ehrlich: Welches Thema würde besser zu einem geborenen Netzwerker wie Sarik Weber passen, als ein Kontakteabgleich? Also machte man Nägel mit Köpfen und konzentrierte sich darauf, das neue Produkt effektiv zu verbreiten. Man wollte versuchen, dort zu sein, wo einen die User suchen würden. Nicht nach dem Kunden suchen, sondern sich von ihm finden lassen, lautet hier die Devise, wobei Suchmaschinenmarketing wohl das zentrale Stichwort ist. Für die Verbreitung der Software entdeckte Cellity Downloadplattformen aus dem Mobile-Bereich für sich und konzentrierte sich daneben auf die großen Player unter den Sozialnetzwerken.
Daneben galt es, sich auch kulturell weiter zu entwickeln, steckt der deutsche Markt für mobile Applikationen doch noch in den Kinderschuhen, sodass eine Internationalisierung dringend angedacht werden musste. „Unser Umschwung war natürlich intensiv und wenn man dann nicht gleich so abhebt, ist man schon in einer kleinen Gründerkrise“, meint Nils Weitemeyer zu Cellitys Umschwung. „Aber eigentlich ist dies oft etwas ganz natürliches. Man muss erst einmal auf ein Thema stoßen, von dem man wirklich denkt, dass man etwas verbessern kann und dann viel Schweiß und Arbeit reinstecken.“ Sarik Weber pflichtet ihm diesbezüglich bei: „Wenn das Team stimmt und man Leute hat, die etwas bewegen können und flexibel sind, kann auch eine Selbstfindungsphase, die sonst zur Bewährungskrise werden könnte, überwunden werden.“
Über den Autor Joel Kaczmarek:
Joel Kaczmarek ist seit März 2009 Chefredakteur von Gründerszene. Damit verantwortet er die Zusammenarbeit mit den Ressortleitern und den Bereich “News” und “Allgemeines”. Joel hat einen Master in Europäische Medienwissenschaft und hat Design Thinking am HPI studiert. Sein Gründerszene-Debut hat Joel mit der ersten StartUp-Story “Dienstag ist Betterplace-Tag” geliefert. Joel hat die Gründerszene-Datenbank entwickelt, die im November 2009 an den Start ging.



Auch wenn das hier in viele schöne Worte gekleidet ist und Sarik es in Interviews versteht, selbst diese Story als Erfolg zu verkaufen. Aber Geschichte von Cellity ist in meinen Augen eine Geschichte des Versagens. Die Ziele wurden nicht erreicht. Punkt!
Das erinnert mich irgendwie an Hitflip. Ein Neustart mit einem neuen Geschäftsmodell ist eben ein “zweiter Versuch” und keine “Evolution einer Geschäftsidee”.
Ich sehe auch im “Adressbuch 2.0″ nicht allzu viel Potential. Man hat damit eine Applikation von ganz vielen, die irgendwann sicher vollends ihre Daseinsberechtigung verliert.
Sarik ist sehr aktiver Netzwerke und sicher auch eine gute PR-Maschine. Imho sollte er seine Stärken ausspielen und in diesem Bereich aktiv werden. Ein Unternehmen gross zu ziehen, verlangt ganz andere Skills.
Mit vielen Grüssen vom Wannsee,
Sebastian
So und jetzt wären noch ein paar Zahlen schön, welche Summe Geld wurde investiert, wieviel revenues? Weiterhin good luck! Beste Grüsse aus München :-)
@sebastian: hehe, ich wusste, dass das kommt. Wobei du ja Recht hast. Ich frage mich im Grunde, was dieser Artikel bezwecken soll?
@thomas
https://www.ebundesanzeiger.de/ ist Dein Freund!
@Sebastian, danke.
Das kennt man schon! Es sind leider nur 2007´er Zahlen vorhanden.
Auzug ” Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, den Jahresfehlbetrag des Jahres 2007 entsprechend der gesetzlichen Rechtslage in Höhe von € 2.031.594,77 auf neue Rechnung vorzutragen.”
Tja, auf die 2008er Zahlen werden wir noch geduldig warten müssen.
Aber auf das, was die Gründer selbst sagen, gebe ich schon lange keinen Cent mehr. Schau Dir mal Sevenload an … und gleich das mit solchen Interviews ab:
http://koeln-bonn.business-on.de/koeln-bonn.php?id=11550&seite=2
“Die Company ist heute schon profitabel …”
Das ganze klingt einfach nur nach eine Lobeshymne an Sarik, oder einen Auszug aus seiner Biografie… Irgendwie sinnlos, wie ich finde. Durfte er den text selbst einreichen?
Nach dem großen Erfolg klingt es nicht, egal wie schön es verpackt wird. Wenn alle Beteiligten am Ende zumindest ihr Geld unverzinst zurück bekommen, knallen dort sicher schon die Sektkorken. Frage mich, warum der Sarik Weder der bisher investierten Zeit so viel weitere hinterher schmeißt und sich nicht ein Betätigungsfeld sucht, in dem er seine Stärken mit einem guten Produkt mit echtem Mehrwert voll ausspielen kann. Verkaufen kann der Mann (zumindest sich selbst) ja ausgezeichnet.
Finde das Produkt von Cellity bisher auch nicht soooo überzeugend, dass ich mich sofort darauf stürzen würde. Die Website ist aus Usability-Sicht z.B. auch nicht 100% optimal. Ganz tod reden möchte ich das Produkt jedoch auch nicht. Dennoch gilt letzten Endes immer: was nicht einfach und selbsterklärend ist setzt sich nur schwierig durch und bisher ist das mein Gefühl bei Cellity.
Ihr könnt da motzen wie ihr wollt, ich finde es respektabel, wenn jmd. sich selbst eingesteht, dass sein Produkt nicht funktioniert und es dann groß angelegt umstrukturiert. Und wenn man dann auch noch eine nutzerzentrierte Sicht bei diesem Produkt fährt, macht es doppelt Sinn.
Cellity ist wohl nicht das nächste Jamba o.ä., aber es hält Lehren für andere bereit und darum geht es ja in diesem Format.
> ich finde es respektabel
Dann mal die Gegenfrage: Welche (anderen) Optionen hat man denn, wenn man VC aufgenommen und die ersten paar Millionen versenkt hat?
Um es respektabel zu finden, fehlt mir der Erfolg und das “mutige” daran.
Ich finde es aber klasse, dass es diesen (und ähnliche Artikel) gibt und kann mich in diesem Punkt den Meckerern nicht anschliessen. Ist eine gute Diskussionsgrundlage.
Und Sarik traue ich zu, dass er sich auch dann noch der Sache stellt, wenn/falls das endgültig scheitert. Und das macht kaum jemand! Die meisten verstecken sich vor ihren eigenen Misserfolgen.
Viele Grüsse vom Wannsee,
Sebastian
Das Ganze ist ja auch nicht bös gemeint. Ich ehre jeden, der den Schritt in die Selbständigkeit gewagt hat bzw. wagt. Dennoch ist für mich das Produkt von Cellity noch immer nicht so recht fassbar bzw. fehlt mir bisher dieser aha-Effekt wie bei manch anderen Anwendungen, wo man sagt: wow, coole Sache.
Dennoch super Beitrag und ich freue mich auf mehr von der Sorte ;-)
Hi Joel,
Du hast Sarik extrem gut getroffen, Glückwunsch zu diesem gelungenen Porträt!
Ich denke, wir alle können uns von seinem Talent, offenherzig und mit wirklichem Interesse auf Menschen zuzugehen, eine Scheibe abschneiden. Auch ist er jemand, der Kollegen und befreundeten Unternehmern hilft, wo er kann. So kenne ich ihn, seit wir zusammen dieselbe Schule besucht haben. Um es klar zu sagen: Sarik ist einer von den Guten. Das gilt uneingeschränkt auch für Nils und die anderen Kollegen von Cellity.
Umso weniger verstehe ich diejenigen, die scheinbar darauf warten, dass Cellity scheitert. Woher diese Häme, wieso diese Missgunst? Warum nicht einfach mal die Daumen drücken, dass jemand für seinen unternehmerischen Wagemut, seine Risikobereitschaft, die investierte Zeit und das reingesteckte Geld auch die entsprechende Ernte einfahren kann?
Nach meiner Meinung verdient auch Anerkennung, wer sich als lernfähig und flexibel erweist und ein Geschäftsmodell so weiterentwickelt, dass sich für das Unternehmen völlig neue Perspektiven auftun – was bitte ist daran falsch?
Nach meinem Gefühl ist in den nächsten Wochen von Cellity noch einiges zu erwarten. Bis dahin empfehle ich entspanntes Abwarten.
Viele Grüße
Frank
Lasst Euch überraschen!
Ob das aktuelle Produkt von Cellity nun den eigenen Geschmack trifft oder nicht – Sarik Weber und sein Team gehen in meinen Augen vorbildlich offen mit ihren größeren und kleineren Fehlschlägen um und ich finde es klasse, dass sie auch andere an ihren Learnings teilhaben lassen.
Zu echtem Unternehmertum gehört es auch dazu, mal die Durststrecken zu überstehen und nicht gleich einzupacken, wenn das Wetter etwas unangenehmer wird. Schönwetter-Unternehmer kann ja jeder sein.
Wenn an dem viel beschworenen Satz, dass das Team bei einer Gründung alles ist und die Idee nichts, etwas dran sein sollte, dann kann man Cellity sicher aller Unkenrufe zum Trotz noch lange nicht abschreiben. Im Gegenteil. Ich bin mir sicher, dass uns die Truppe noch mit dem einen oder anderen Ass im Ärmel überraschen wird.
Jetzt werden wir leider nie erfahren, wie diese Story ausgegangen wäre:
http://www.nokia.com/press/press-releases/showpressrelease?newsid=1330831
Ein riesengrosses, ehrliches und herzliches Dankeschön an alle, die uns jahrelang unterstützt, die Treue gehalten und gefördert haben. Wir freuen uns riesig, dass wir mit cellity bei Nokia die Chance bekommen, gemeinsam etwas Grossartiges zu bauen!
http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,638162,00.html
Da kann man einfach nur gratulieren :-)
Glueckwunsch aus Minga
Der Artikel liest sich an als hätte Sarik Weber die Hagiografie des untergeganen Start-ups Cellity geschrieben.
Sarik, Du hast meinen vollen Respekt für Eure Aufbauarbeit bei Cellity und meine aufrichtige Bewunderung, wie Du überall auf der Welt vollkommen widerstandslos Kontakte knüpfst und pflegst. In den letzten 13 Jahren habe ich viele Startups kommen und gehen sehen. Vielen von ihnen ist es nicht gelungen wirklich zu lernen (von den alteingesessenen Firmen gar nicht zu reden). Die meisten Gründer haben das Geld von den VCs genommen und mit hoher Geschwindigkeit mit einer Idee, die ganz offensichtlich nicht funktioniert oder nicht einmal funktionieren kann, unter die Leute gebracht. Ihr dagegen habt sinnvolle Dienste an den Markt gebracht und damit international bis ins Silicon Valley Aufmerksamkeit erzeugt. Dann habt ihr Eure Lehren aus dem Nutzerverhalten und der Marktentwicklung gezogen und habt Euch in bemerkenswerter Geschwindigkeit neu ausgerichtet. Das alles ist weit schwieriger als es der eine oder andere unbedarfte Beobachter glaubt, bis er es selber ausprobiert.
Es ist schlicht bemerkenswert, wie weit ihr in kurzer Zeit gekommen seid. Nokia, eine der wertvollsten Marken der Welt, will Euch als Teil ihrer eigenen Zukunftsaktivitäten haben. Das muss man erst mal schaffen. Ich hoffe, dass ich mit meinem nächsten Unternehmen so ein Team aufbauen kann, wie Ihr es seid.
Viel Spaß und Erfolg für die Zukunft wünsche ich Euch!
Sören
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